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Jürgen schrieb am 13.6. 2007 um 09:43:22 Uhr über

Kinderarbeit

Zum gestrigen Tag der Kinderarbeit haben meine Frau und ich unsere Kinder Lisa (8), Luca (10) und den 13jährigen Timo mit einer Art pädagogischem Zirkeltraining überrascht. Sie bekamen eine Reihe von Aufgaben zugewiesen, wie etwa Silber putzen, Staub wischen, ihr Zimmer aufräumen, das Abendessen vorbereiten und natürlich auch die Hausaufgaben sowie einige zusätzliche Übungen in ihren jeweils schwächeren Fächern machen. Sie begannen mit einem Konto von Rohrstockhieben, das von 50 bei der kleinen Lisa bis zu 100 bei Timo reichte. Durch jede erledigte Aufgabe - manche mussten sie alleine bewältigen, bei anderen konnten sie zusammen arbeiten - konnten sie eine vorher festgelegte Zahl von Schlägen 'abarbeiten', zusätzliche Abzüge gab es bei besonders fixer Erledigung der Arbeiten. Meine Frau und ich beaufsichtigten das ganze und unterstützten den pädagogischen Effekt noch durch eine kindgerechte Vermittlung von Informationen über das Leben von Kindern in weniger privilegierten Teilen der Welt. Am Ende des Tages, der für die drei ungewöhnlich lang und scheinbar auch ein wenig strapaziös war - es war sehr schwül, doch wir hatten das Klimagerät ausgeschaltet, um auch so ein Gefühl für das Leben auf der Südhalbkugel der Erde zu erzeugen - wurde dann die Bilanz gezogen, die von allen drei mit großer Spannung erwartet wurde. Wie nicht anders zu erwarten gewesen war, hatte Timo, der zur Zeit in einer schwierigen pubertären Phase ist, noch 28 Hiebe auf seinem Konto, die ich ihm auch sofort verabreicht habe. Sein Bruder Luca, der bei 75 Schlägen gestartet war, hatte sich bis auf 6 heruntergearbeitet, die ihm auch erlassen wurden, nachdem er von sich aus angeboten hatte, meiner Frau und mir noch die Schuhe für den nächsten Tag zu putzen. Besonders hat mich der Eifer der kleinen Lisa gefreut, die zum Schluss sogar 12 Hiebe im Minus stand! Da wird sie am Wochenende, wenn die normale Bilanz gezogen wird, vermutlich leer ausgehen. Auf der einen Seite ist das bedauerlich, denn sie hat den süßesten Po der drei, aber man muss als Eltern auch einmal pädagogische Opfer bringen.


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