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wuming schrieb am 22.3. 2010 um 03:03:29 Uhr über

Schriftsteller


Philippe Soupault (* 2. August 1897 in Chaville (Seine-at-Oise) bei Paris; † 12. März 1990 in Paris) war ein französischer Dichter und Schriftsteller. Er war verheiratet mit der Fotografin Ré Soupault.

Soupault machte in jungen Jahren die Bekanntschaft mit Marcel Proust und Apollinaire; durch letzteren lernte er 1917 André Breton und durch diesen Louis Aragon kennen. Zu dritt gründen diese die Zeitung »Litterature«, die damals noch stark von dada beeinflusst ist (33 Nummern bis 1924).

Darin erschienen die ersten sogenannten automatischen Texte (ecriture automatique), beeinflusst durch Pierre Janet. Die von Philippe Soupault und André Breton gemeinsam verfassten automatischen Schreibversuche waren die ersten surrealistischen Texte überhaupt und erschienen 1921 in Buchform als »Les champs magnetiques« (Die magnetischen Felder).

Während des ersten Weltkriegs entdeckte Soupault in der mathematischen Abteilung einer kleinen Buchhandlung in der Nähe des Pariser Lazaretts im 'Rive Gauche', in dem er 1917 untergebracht war, zufällig eine Ausgabe der „Gesänge des Maldororvon Lautreamont. In seinen Memoiren schreibt er:

Beim Licht einer Kerze, die mir erlaubt war, begann ich die Lektüre. Es war wie eine Erleuchtung. Gleich am Morgen las ich die ‚Gesänge‘ noch einmal, überzeugt, dass ich geträumt hätteAm übernächsten Tag besuchte mich André Breton. Ich gab ihm das Buch und bat ihn, es zu lesen. Am folgenden Tag brachte er es zurück, ebenso begeistert wie ich.“
Durch diesen Zufall offenbarte sich Lautréamont den Surrealisten, sie machten ihn schnell zu ihrem Propheten. Damit begann der Siegeszug Lautréamonts. André Gide sah es als bedeutendstes Verdienst von Aragon, Breton und Soupault an, „die literarische und ultraliterarische Bedeutung des erstaunlichen Lautréamont erkannt und verkündetzu haben. Für Gide war Lautréamont - mehr noch als Arthur Rimbaud -der Schleusenmeister der Literatur von morgen“.

Nach dem Zerfall der Pariser Dadaismusbewegung gehörte Soupault zunächst zu der ab 1924 agierenden Surrealismus-Bewegung, entfernte sich aber von dieser durch seine zunehmend journalistische Betätigung und seiner Weigerung, die politische Wende der Gruppe zum Kommunismus mitzuvollziehen; außerdem schrieb er Romane, was bei den Surrealisten als verpönt galt, und wurde so 1927 aus der Gruppe ausgeschlossen; trotzdem betrachtete er sich bis zu seinem Lebensende als Surrealist. Er verfasste zahlreiche Romane, Essays und Gedichte.

Werke [Bearbeiten]
Windrose, Gedichte, illustriert von Marc Chagall, (1920)
mit André Breton Die magnetischen Felder (geschrieben 1919, erschienen 1920)
Das letzte Spiel, Roman, (1925)
Der Neger, Roman, (1927)
Monographie Henri Rousseau (1927)
Die letzten Nächte von Paris, Roman, (1928)
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Philippe Soupault im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Philippe Soupault • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
http://www.the-artists.org/ArtistView.cfm?id=239B65E5-C5CF-11D4-A93800D0B7069B40



Personendaten
NAME Soupault, Philippe
KURZBESCHREIBUNG französischer Dichter und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 2. August 1897
GEBURTSORT Chaville (Seine-at-Oise)
STERBEDATUM 12. März 1990
STERBEORT Paris

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Philippe_Soupault“
Kategorien: Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Französisch) | Lyrik | Dadaismus (Literatur) | Mann | Surrealismus | Franzose | Geboren 1897 | Gestorben 1990


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