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mcnep schrieb am 1.6. 2007 um 17:44:46 Uhr über

kraniovertebral

Kraniovertebral-Piercings sind ein neuer und gefährlicher Trend in der Bodymodification-Szene. Hierfür wird der Schädel im Bereich des Stirnbeins und der Hinterhauptschuppe trepaniert; weiterhin wird der Oberkörper im Bereich des Brustbeins und des dritten bis fünften Rückenwirbels durchbohrt. Nach einer langwierigen Heilungsphase, in der die Wundlöcher mittels Spreizstangen offen gehalten werden, wird ein Metallring von zumeist 40 bis 45 Zentimetern Durchmesser und einer Wandstärke von 5 bis 35 Millimetern durch die Kanäle gezogen, wobei die dünnerwandigen Ringe aus herkömmlichem Chirurgiestahl, die breiten Modelle aus Gewichtsgründen jedoch aus einer Aluminiumlegierung bestehen. Dieser nach der englischen Schreibweise CV[-Piercing] abgekürzte Körperschmuck ist mit einem großen gesundheitlichen Risiko behaftet, es werden Fälle von Tetraplegie, Hirnhautentzündung und anderen massiven neurologischen Ausfallerscheinungen berichtet, weshalb Kraniovertebral-Piercings bis auf den heutigen Tag in der Bundesrepublik Deutschland und nahezu allen Ländern der EU verboten ist. Trotzdem und vielleicht gerade deshalb erfreut sich das CV wachsender Beliebtheit, wobei sich aufgrund der Rechtslage, wonach sich zwar der Stecher, nicht aber der Durchstochene strafbar macht, ein Nachweis schwierig gestaltet, dass ein CV nicht in der Schweiz, der Ukraine, Japan oder anderen Ländern ohne entsprechende CV-Verbote gesetzt wurde.


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