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Sprache ist längst aus dem Tonraum gewichen.
Von Mund und Ohr ausgewandert. Das kann ins Auge gehen. Spürt jemand noch diese Schmerzen? Wer kann für Bedeutung nachdem die Worte längst entleibt sind? Ist da noch ein Staunen, das noch etwas mehr einließe, vor dem Wunsch und Lichtjahre vor der Projektion, die es dann voll schreibt und flachmacht? Hat das mit der Möglichkeit der Sprache als Schift zu tun, mit ihrem Drang zum Bleiben, von jetzt an, da die Tinte trocknet, bis in alle Ewigkeit?
Aus wunsch und Gedanken lebendiges Muster gewoben, vom Mund zum Ohr, vom ich zum Du: das gesprochene Wort, erregte Luft: diekt und sinnlich. Ton.
Aus dem das Menschleben gemacht ist.
Wörter, ihres lebendigen Fleisches beraubt, ihrer natürlichen Umgebung, dem Raum vom Ich zum du, vom Wir zum Ihr, gerissen, zwischen zwei dimensionen geklemmt, dekoriert mit den Schnörkeln längst vergessener Götter und den armen Arabesken der binären Struktur, kristallin, und man ist sich des Lebens nach dem Tode sicher. Im zeitalter der Projektion sind alle Götter dem Logos Untertan.
Und der hat mehr als einen Namen. Das wort Logos hat 48 Bedeutungen. Und er ist ein Schalk.
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