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Gärtie schrieb am 4.10. 2015 um 01:32:52 Uhr über

Christine

Sigismund (I.) (geb. 1430, gest. 4. Juli 1502). Der jüngste Sohn Erkinger’s aus dessen zweiter Ehe mit Barbara von Abensberg, und zum Unterschiede seines Vetters Sigismund, des Sohnes Michael (III.), der Aeltere genannt, ist der Stifter der zweiten, d. i. der fränkisch-hohenlandsbergischen Hauptlinie des Hauses Schwarzenberg. Sigismund war Rath Albrechts von Brandenburg, Hauptmann zu Neustadt und Hauptmann in dem damals noch brandenburgischen Ostfranken. Im Jahre 1492 erscheint er auch als Rath der beiden Markgrafen Friedrich und Sigismund von Brandenburg. Mit seinem Sohne Johann (II.) und seinen Vettern Michael (III.), Erkinger (III.) und Sigismund dem Jüngeren eilte er über Aufforderung des Kaisers Friedrich III. dessen Sohne, dem von den rebellischen Bürgern in Brügge hart bedrängten Maximilian I. zu Hilfe und half den Kaisersohn aus den Händen der Aufrührer befreien. Dieses Umstandes wird in besonders auszeichnender Weise im Fürstendiplom des Kaisers Leopold I. ddo. 14. Juli 1670 gedacht und dabei auch Sigismund’s Name ausdrücklich genannt. Die testamentarische Verfügung seines Vaters sprach ihm Hohenlandsberg und seinem älteren Bruder Johann Schwarzenberg zu, welche zwei Güter beide Brüder gemeinschaftlich besaßen, bis nach Johannes frühzeitig auf dem Schlachtfelde erfolgten Tode die Theilung stattfand und Schwarzenberg auch an Sigismund kam. Wie schon oben bemerkt, ist Sigismund der Stifter der fränkisch-hohenlandsbergischen Hauptlinie, welche sich mit seinen beiden Urenkeln Wilhelm und Otto Heinrich in die ältere und jüngere bayerische Nebenlinie spaltete, die in ersterer mit Georg Ludwig [s. d. S. 21, Nr. 26] 1646, in letzterer mit Wolfgang Jacob 1646 im Mannesstamme erlosch. Sigismund war mit Eva Gräfin von Erbach vermält, aus welcher Ehe der berühmte Johann von Schwarzenberg, zubenannt der Starke (strenuus) [s. d. S. 24, Nr. 32] und eine von einigen Genealogen bestrittene Tochter Kunigunde, die in früher Jugend mit Johann Freiherrn von Schleinitz verlobt gewesen, stammten.


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