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»Worüber will der Mann schreiben?« - Die 12jährige
Brigitte blickt ihre hübsche 16jährige Schwester
neugierig an. Brigitte »kennen« manche noch
aus den mal sehr beliebten »Immenhof«-Filmen,
aber vor allem als Sängerin.
Heidi Brühl »war« in den beliebten Filmen die
Kleine Schwester, »Dalli« genannt. Ein Buch
»Dalli und Dick und die Ponys« diente als Vorlage
für die Filme mit Mädels, Jungens, der Oma Jantzen
und Kindern, die ihre Ferien in N-Deutschland
auf einem Gutshof und in der Umgebung und Nähe
mit Reiten und allerlei Abenteuern verbringen.
Später, als Brigitte/»Dalli« und Barbara/»Dick«
in weiteren Filmen von anderen Jungdarstellerinnen
verkörpert wurden, war Heidi Brühl noch in einer
Nebenrolle zu sehen.
"Schade, dass es dir dann so schlecht gegangen
ist!" Jetzt blickt Heidi Brühl auf Veronika
Meissner besorgt. Die spielt »Dick«, und der Junge, der sich in ihre Filmfigur verliebt, stellt erstaunt
fest: »Du bist ja gar nicht dick!«
Nö, ist sie nicht: Halt die liebe, kluge große
Schwester der verspielten/übermütigen »Dalli«.
Heidi Brühl hatte leider Grund zu ihrer Besorgnis:
Die talentierte Veronika Meissner hatte das
Unglück, eine schauspiel-»besessene« Mama zu
haben. Veronika wollte einer Figur Leben geben,
aber ihre Mama Gagen, Gagen, Gagen...
Bis die junge Dame davon psychisch überfordert
war! (Obwohl so manche in das vollippige Mädchen
richtig verknallt waren - und viele davon überzeugt sind, dass die arme Veronika eine bessere und differenziertere Schauspielerin war)
Nach diesen und jenen Überlegungen über »dick«
als Körperform kommen die zwei Schauspielerinnen
auf die Komiker Laurel & Hardy, die als »Dick & Doof« berühmt wurden. Auch Zeichentrick-Comichefte
gabs über sie.
Nachdem die fesche Veronika zufrieden gesagt
hat, wie sehr sie zumindest manchmal den Assoziationsblaster schätzt - weil frau/man da
kein Kennwort braucht und praktisch alles schreiben kann (nicht zuletzt über die Diskriminierung »beleibterer« Frauen und Mädchen
durch blöde »Witze« und sexistische Männer) -,
denkt sie wieder daran, wie sehr eigentlich ihre
Mama durch die erwähnte Besessenheit ihre
Schauspiel-Laufbahn ruiniert hat.
Abgesehen davon, dass ja niemand was dafür
kann, dünn oder dick oder groß oder »winzig«
zu sein, wenden sich nun die Schauspielerinnen
wieder »Dick & Doof« zu - und etwa dem Punkt,
dass es Stan Laurel war, der es mit den Produzenten und Regisseuren zu tun hatte und
für die Filme mit Oliver Hardy die Tricks und
Pointen erdachte.
So kam einst der junge Arthur Stanley Jefferson
- übrigens auf dem selben Schiff wie der junge
Charley Chaplin - aus England in die USA.
Viele erfolgreiche Filme folgten - bis Oliver
Hardy - der stets die Gabe zeigte, sich über
sich selbst lustig machen zu können - nicht
mehr dick, sondern krank und ausgemergelt war.
Und ein ähnliches Schicksal wie der deutsche
»Schelm« Heinz Erhardt erlitt, der auch als
alter Mann nicht mehr sprechen konnte.
Oliver Hardy versuchte kurz vor seinem Tod,
verzweifelt und weinend zu sprechen - und schaffte
es nicht.
Stan Laurel war traurig und betroffen. Er
überlebte seinen Freund - und hütete das
geistige Erbe der beiden »unsterblichen« Komiker.
Wenn Ihr Euch Filme anseht, bitte auch an
die MENSCHEN, die in den Filmen gewirkt haben,
denken!!!
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