>Info zum Stichwort Eva | >diskutieren | >Permalink 
Rikki-Tikki-Tavi schrieb am 9.9. 2007 um 18:33:38 Uhr über

Eva

»Es war nichts gut an Eva«
von Susanne Lang


Zitat aus der taz:

"EvaHerman findet nicht alles gut am Dritten Reich. Aber die 'Wertschätzung der Mutter', die sei ganz gut gewesen. Dem NDR reicht es nun: Herman ist gefeuert.

Also gut, also bitte: Noch einmal in Sachen EvaHerman.

Es war ein sonniger Septembertag. Die Frauenmünder waren gerade warmgelästert, da stöckelte sie, die Princess of Brightness, wie eine lebendige Barbiepuppe mit stolz erhobenem Kopf zu ihrem Mikrofon. Die Augen aller Kameras folgten ihr - und EvaHerman ergriff das Wort, vedrückte ein, zwei Tränen und stammelte etwas vom Schmerz, den sie in den letzten Tagen empfunden habe angesichts all der bösartigen Anschuldigungen gegen sie, die Autorin de Luxe. Dabei müsse man doch endlich mal die negativen Folgen der 68er-Frauen-Emanzipation ansprechen dürfen.

Welch ein Auftakt der vorgezogenen Buchvorstellung des Herman'schen »Eva-Prinzips« am 7. September 2006 in der Bundespressekonferenz in Berlin - vor exakt einem Jahr also. Damals nahm die Erde für einige wieder die Form einer Scheibe an, denn es gab sie: EvaHerman, die da forderte, dass Kinder bis ins Alter von drei Jahren von der Mutter mit aller Mutterliebe und ohne Erwerbsarbeit erzogen werden müssten. Ein Plädoyer für die neue Mutti-Weiblichkeit. Weil sie ja soviele Zuschriften bekäme von all den Frauen, die finden: Endlich sagt's mal eine.

Ein Jahr später, ein etwas schattiger Septembertag in Hamburg. EvaHerman präsentiert ein Buch. Am 6. September 2007. Die 48-Jährige Mutter eines Sohnes erhebt ihre Stimme, die der entrechteten Hausfrauen, Mütter und so weiter und so fort. Weil es sich ja so prima verkauft, haben EvaHerman und ihr kongenialer (oder ist es etwa umgekehrt?) Klein-Verlag Pendo, den zuvor niemand kannte, einen Aufguss der Herman'schen Thesen auf den Markt geworfen: 'Das Prinzip Arche Noah - warum wir die Familie retten müssen'. Eva Herman also erhebt ihre Stimme und sagt das, was viele denken, aber nie aussprechen würden, wenn Kameras laufen: 'Im Dritten Reich ist vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler.' Einiges sei aber auch gut gewesen, 'zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.' Peng. Und Tschüss.

Vier Tage später, am Sonntag, den 9. September, lässt der öffentlich-rechtliche Sender NDR verkünden, dass er die Zusammenarbeit mit der Moderatorin aufkündige, da ihre 'schriftstellerische Tätigkeit' damit nicht länger vereinbar sei...

[...]

Feinsinnigeren Beobachterinnen wie etwa der Schriftstellerin und Autorin TheaDorn jedenfalls ('Die F-Klasse') stieß Hermans Gedankengut früh auf ('Das Eva-braun-Prinzip', taz vom 30.11.2006) - mit der Folge, dass auch sie schnell Bekanntschaft machte mit den Anwälten der sehr sensiblen, klagefreudigen Frau Herman. 'Ich frage mich, warum die Verantwortlichen im Sender nicht früher gehandelt haben', kommentierte Dorn die NDR-Entscheidung gegenüber der taz..." (Zitat-Ende)

( taz.de vom 09.09.2007 )


   User-Bewertung: /
Jetzt bist Du gefragt! Entlade Deine Assoziationen zu »Eva« in das Eingabefeld!

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »Eva«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »Eva« | Hilfe | Startseite 
0.0255 (0.0200, 0.0041) sek. –– 832166514