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Agentur schrieb am 15.12. 2015 um 17:15:36 Uhr über

Flüchtlinge

Am 5. (4.) Oktober 1512 starb Sophia von Polen, Markgräfin von Ansbach, und wurde in der gewölbten Gruft bestattet. Am 31. desselben Monats starb die Kurfürstin Anna, welche aber in dieser Gruft nicht bestattet werden konnte, da man erst drei Wochen zuvor die Markgräfin Sophia dort beigesetzt hatte. Man baute daher für sie bei Nr. 84 eine neue ausgemauerte Gruft, auf welcher später der noch stehende sehenswerthe Sarkophag erbaut wurde. (III, 228 bis 230. 304 und Beitr. 124.) Ihre Leiche wurde nicht in einem Sarge, sondern im Sand begraben und mit Kalk überschüttet; Im Jahre 1591 starb die Markgräfin Emilie. Man beabsichtigte, ihre Leiche in die Gruft der Kurfürstin Anna zu legen. Da aber für zwei Leichen nebeneinander kein Raum war, so nahm man die Gebeine der Kurfürstin Anna heraus, machte das Grab tiefer, und brachte dahin den daselbst noch stehenden Zinnsarg der Markgräfin Emilie. Das herausgenommene Skelett der Kurfürstin brachte man in die gewölbte Gruft, in welcher nach dem Tode Georg Friedrichs († 1603) keine Leiche mehr bestattet wurde. Für Georg Friedrichs Nachfolger, den 1625 gestorbenen Markgrafen Joachim Ernst wurde 1630, laut Bericht oben III, 270, eine eigene, gleichfalls gewölbte Gruft bei Nr. 83 erbaut. Situation und Dimension dieser beiden gewölbten Grüfte bei Nr. 78 und 83 ersieht man aus dem unter Tab. III. anliegenden Grundriß, in welchem die Gruft bei Nr. 78 mit A, die Gruft bei Nr. 83 mit B bezeichnet ist. Bei den Ausgrabungen i. J. 1853 ergab sich in den beiden Grüften folgender Befund:

Die Gruft B, erbaut für den Markgrafen Joachim Ernst, wurde zuerst geöffnet, und zwar im Frühling 1853 auf Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten von Volz zu Ansbach. Sie war (wie auch jetzt wieder) völlig überpflastert; keine Treppe, keine Fensteröffnung, nichts über der Erde deutete an, auf welcher Seite der Eingang zu suchen sei. Um diesen aufzufinden, wurde an der Südseite die Pflasterung abgehoben und das Erdreich ausgeworfen. Bald stieß man auf das Gewölbe der Gruft. Nach Herausnahme einiger Gewölbsteine konnte man in die Gruft hinabsteigen. Die ersten Eindringlinge und Besichtigter waren: Herr Präsident von Volz, Herr Landrichter Forster, der Palier Macht und der Schreiber dieses. Es ergab folgender Befund:

1. Die Gruft ist zwar 18 Fuß lang und 13 Fuß breit, aber so niedrig, daß nur ein Kind darin aufrecht stehen kann.


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