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wuming schrieb am 27.4. 2003 um 02:10:08 Uhr über

Klein

keit dieselben Ziele - die Menschenrechte seien gut für das Geschäft, sie seien The third bottom line, »die dritte Bilanz«.
Es ist verführerisch, diesen dramatischen Richtungswechsel so vieler multinationaler Unternehmen als großen Sieg für die Aktivisten zu werten, die all die Jahre gegen Konzerne wie Shell und Nike gekämpft haben. Vielleicht sind die Konzerne wirklich erleuchtet, und wir stehen jetzt alle auf derselben Seite ... Debora L. Spar, Professorin für Wirtschaftswissenschaften in Harvard, gehört zu denen, die den Anbruch dieses neuen Zeitalters bejubeln. Ihrer Ansicht nach war der Aufstieg des markenorientierten Aktivismus so erfolgreich und so peinlich für die Konzerne, dass es nicht mehr in ihrem finanziellen Interesse liegt, Missstände zu dulden. Sie nennt ihre Theorie das »Spotlight-Phänomen«. Es bestehe keine Notwendigkeit, den Konzernen von außen Vorschriften zu machen, denn »die Unternehmen werden mit Lieferanten die Verbindung abbrechen, wenn diese ihre Arbeitskräfte schlecht behandeln, oder sie werden sie zwingen, ihre Betriebe in Ordnung zu bringen, weil dies inzwischen in ihrem finanziellen Interesse liegt«, schreibt sie. »Der Scheinwerfer hat zwar keinen Einfluss auf die Moral der amerikanischen Manager. Aber auf deren Bilanz16 Zweifellos haben Unternehmen wie Nike gelernt, dass es sie viel kosten kann, Arbeiterrechte zu missachten. Doch das Scheinwerferlicht, das diese Konzerne trifft, ist willkürlich, und es wandert. Es kann ein paar Ecken der globalen Fertigungsstraße ausleuchten, aber der Rest ist immer noch in Dunkelheit gehüllt. Die Menschenrechte werden auf diese Weise keineswegs überall geschätzt, sondern nur selektiv respektiert. Reformen werden anscheinend nur dort durchgeführt, wo das Scheinwerferlicht zuletzt hinfiel. Es gibt absolut keinen Hinweis darauf, dass diese reformerischen Aktivitäten zu einem universalen Standard für das ethische Verbalten von Konzernen gerinnen könnten, der auf der ganzen Welt Geltung besäße. Und es ist auch kein universales System zur Durchsetzung eines solchen Standards in Sicht.
Stattdessen gibt es einen Wildwuchs freiwilliger Kodizes für moralisches Verhalten und ethische Geschäftsführung - ein durch Willkür und Stückwerk gekennzeichnetes, chaotisches Krisenma-

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nagement. Als sich Nike beispielsweise Mitte 199 als Retter aufspielte, indem es die Löhne erhöhte, zeitig keine Aufträge mehr an besser bezahlte Arbe Philippinen, sondern wechselte hastig nach Chi terrechte am schlechtesten geschätzt und die Lö ten sind und eine Überwachung so gut wie unm zog sich aus Burma zurück, weil es ein weiters En Diktatur nicht mit seinem Gewissen vereinbaren nach China zurückzukehren, das es wenige Jahr selben Begründung verlassen hatte. Dann entwar brechenden Verhaltenskodex für China, entlie zeitig tausende von Arbeitskräften in Europa u Unterdessen wurde Gap in EI Salvador als ein Vor und Reformbereitschaft gefeiert, während vor New York und San Francisco Demonstranten la schlimmen Verhältnisse in seinen Produktionsst und in Russland protestierten. Außerdem gab e schiedliche Berichte darüber, ob die Kodizes in de lich durchgesetzt wurden und ob die große Meh kräfte rund um den Erdball Oberhaupt je von ih Außerdem ist noch immer kein Oberwachungss tet worden, das ein genaues Bild darüber vermit wirklich in den Fabriken geschieht. Zweifellos sin strengungen einige wirklich fantasievolle und ven herausgekommen, doch es bleibt eine Tatsa ches Flickwerk nicht der richtige Weg ist, um ei beits- und Umweltpolitik für die Global Econom Konzerne wie Shell und Nike, die sonst au bungslos und effektiv operieren, haben sich im ren jeweiligen Skandalen seltsam chaotisch ver ses Chaos könnte durchaus System haben. Auch Missstände nicht beseitigen können, erfüllen verschleiern effektiv, dass multinationale Konz nicht wirklich dieselben Ziele haben, wenn es beits- und Umweltschutzbestimmungen zu erlas eine echte Übereinstimmung über die Notwe



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