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deinestimmegegenarmut(™ schrieb am 17.9. 2010 um 08:43:10 Uhr über

Ziel

Was wir wollen

UN-Generalsekretär Kofi Annann eröffnet den Millennium-Gipfel am 6. September 2000 (Foto: UN Photo/ Eskinder Debebe)2010 ist ein entscheidendes Jahr im Kampf gegen Hunger und Armut in der Welt. Vor zehn Jahren haben sich die 189 Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen (UN) verpflichtet, die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) umzusetzen. Hauptziel ist die Halbierung von Hunger und Armut. Die Regierungen haben zugesagt, die Ziele bis 2015 zu verwirklichen.

Zehn Jahre nach der Verabschiedung treffen sich vom 20. bis 22. September die Staats- und Regierungschefs beim Weltarmutsgipfel der UN erneut, um über den Stand der MDG-Umsetzung zu beraten. Auch wenn es kleine Fortschritte gab, hat sich insgesamt nur wenig verändert.

Noch immer stirbt alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut. Dabei könnten wir dieses Sterben verhindern.
Jeder kann etwas tun, weitere Opfer müssen verhindert werden.

An die Bundesregierung:
Angela Merkel hat 2007 wörtlich gesagt: »Unsere Glaubwürdigkeit wird davon abhängen, ob wir unsere internationalen Verpflichtungen einhalten.«

Wir wollen glaubwürdig sein! Wir wollen, dass die Zusagen, die Deutschland gegeben hat, endlich in die Tat umgesetzt werden: für mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit, einen gerechten Welthandel und einen Schuldenerlass für arme Länder. Unterstützen Sie aktiv Demokratisierungs- prozesse in den Entwicklungsländern. Auch die Privatwirtschaft und andere Akteure müssen ihre Beiträge zur Bekämpfung von weltweiter Armut und Ungerechtigkeit leisten.

Spielen Sie nicht auf Zeit, zeigen Sie Mut, schreiben Sie Geschichte. Ich gebe Ihnen dafür meine Stimme. Dann sind Sie dran: Lassen Sie den Worten Taten folgen.

2010: Ein MDG-Aktionsplan muss her

Eine Million Stimmen, eine Botschaft: Armut beenden! Angela Merkel und Toni Blair in 2007 (Foto: Bundespresseamt).Die Aktion »Deine Stimme gegen Armut« will deshalb Druck machen und fordert von den politisch Verantwortlichen mehr Engagement im Kampf gegen weltweite Armut. Zuallererst fordern wir von der Bundesregierung und dem Bundestag: Halten Sie Wort! Zeigen Sie endlich den politischen Willen, Veränderungen herbeizuführen. Wir wollen nicht von den nächsten Generationen gefragt werden: Warum habt ihr nichts getan?

Die Stimmen, die bisher gegen Armut erhoben wurden, waren noch nicht laut genug oder wurden von der Politik ignoriert. Unsere zentralen Ziele im Jahr 2010 sind:

1.Die Themen »weltweite Armutsbekämpfung« und die MDG müssen (wieder) in die Köpfe der Menschen und in die öffentliche Diskussion gebracht werden.
2.Das Thema muss in der Bundesregierung Chefsache, also Bundeskanzlerinnensache, werden: Angela Merkel soll als Vertreterin Deutschlands zum Weltarmutsgipfel nach New York reisen.
3.Die Bundesregierung muss einen MDG-Aktionsplan vorlegen, der konkrete Maßnahmen beinhaltet, deren Umsetzung sofort beginnt, bspw. durch Erhöhung des Entwicklungsetat im Bundeshaushalt 2011. Deutschland muss mit einem solchen Aktionsplan international Vorreiter sein und bei anderen Staaten bzw. im Rahmen der EU, der G8 und der UN auf ähnliche Pläne drängen.
Empfehlungen für einen MDG-Aktionsplan
In unserem Bericht »5 vor 2015 - Zeit für einen Aktionsplan zur Erreichung der MDG. Empfehlungen der Zivilgesellschaft an die Bundesregierung« haben wir dargelegt, was in einem MDG-Aktionsplan der Bundesregierung berücksichtigt werden muss:

Globale Rahmenbedingungen verbessernEntwicklung ermöglichen
Solide Finanzierung sicherstellen – Entwicklung voranbringen
Recht auf Nahrung durchsetzenHunger bekämpfen
Frauen stärkenGeschlechtergerechtigkeit durchsetzen
Bildung für alleZukunft sichern
Familienplanung unterstützen – Müttergesundheit fördern
Gesundheitssysteme stärkenKindersterblichkeit verringern
HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose – Armutskrankheiten bekämpfen
Kompletten Bericht als PDF downloaden (englische Zusammenfassung).





Die Forderungen im globalen Kontext
Der Bezugsrahmen von »Deine Stimme gegen Armut« ist die »Montevideo Declaration« unseres globalen Netzwerks, der »Weltweiten Aktion gegen Armut« (Global Call to Action against Poverty, GCAP) vom Mai 2007. Darin sind die Forderungen und die Struktur der globalen Bewegung festgehalten.



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