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Pferdewirtin25 schrieb am 11.8. 2013 um 16:19:59 Uhr über

Zureiten


Erzieherin schrieb am 25.6. 2011 um 10:08:24 Uhr über
Zureiten
Hallo Tierärztin,

scheinbar hast du das Ei des Columbus gefunden.
Zweifelsohne ist Bewegung und Sport zusammen mit einer intensive Beschäftigung eines der wichtigsten Mittel gegen viele Fehlentwicklungen.
Es ist geradezu eine Tatsache dass Jugendliche die viel Sport und treiben und sich körperlich anstrengen und bewegen, nicht nur wesentlich gesünder sind, sondern auch bessere Schulnoten nach Hause bringen und diese Jugendlichen gegen Alkohol, Drogen und Kriminalität fast immun sind.
Allerdings bewirkt Zwang gerade auf Jugendliche meistens das genaue Gegenteil.
Die Jugendlichen müssen es auch wollen.
Nachdem ich selbst begeisterte Reiterin bin kann ich mir nur sehr schwer vorstellen dass ich Jugendliche mit der Peitsche antreibe.
Wahrscheinlich würden sie mir trotz meines noch jungen Alters gehorche aber ob sie mich dann auch respektieren das möchte ich bezweifeln.
Bei allen Menschen die sich einem Zwang ausgesetzt sehen entwickelt sich automatisch die bekannte »Sklavenmentalitä« das heisst, sie ducken sich und passen sich an aber sie akzeptieren nichts.
Lässt der Druck nach, so verfallen sie ins krasse Gegenteil.
Man erreicht damit eigentlich im Endeffekt genau das Gegenteil.
Kinder die von ihren Eltern geschlagen wurden, neigen auch später als Eltern dazu diese Verhaltensmuster zu übernehmen.

Daneben sind sehr viele Jugendliche in einem derart schlechten körperlichen Zustand und haben sehr oft schon Krankheiten dass sie kaum in der Lage sind, auf eigenen Füssen mehr als 5 km zu laufen.

Ich kann deshalb die gut gemeinten »Vorschläge« nur dem Reich der Satire zuordnen und fasse sie auch so auf.
Ich kenne jedenfalls keinen Jugendlichen auf dem ich als Reiterin mit meinen 58 kg länger als auch nur 5 Minuten reiten könnte.
Die allermeisten würden schon nach ein par Minuten unter mir zusammenklappen.

So amüsant die Vorstellung auch sein mag- wobei ich nicht einmal etwas dagegen hätte- so unrealistisch kommt sie mir vor.

Als Satire finde ich diese Vorstellung sehr amüsant aber man braucht sich nur die Jugendlchen auf der Strasse anzusehen und dann weiss man dass die Vorschläge der Gräfin und der Cruel Lady nur eine schöne Fantasie bleiben.

Ich bezweifle auch ob man einen erwachsenen Mann richtig reiten kann.
Wer kann schon 58 kg eine gute Stunde und länger auf sich herumschleppen?
Also bleibe ich da doch lieber bei meinem Pferd.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hallo Erzieherin,

der Vorschlag der Tierärztin hört sich für mich gar nicht mal so schlecht an und hat sogar ausgesprochen vernünftige Aspekte.
Aber ich sehe da auch eher das Problem wie du es siehst.
Trotzdem sind die positiven Aspekte nicht zu unterschätzen, denn regelmässiges und forderndes sportliches Training fördert das Selbstbewusstein und das Selbstvertrauen und erhöht die Einsichtsfähigkeit.
Bei mir in meinem Unterricht sehe ich sehr oft den Zusammenhang dass gute Reiterinnen, die sich auch echt anstrengen und sich selbst fordern, in aller Regel auch gute Schulnoten haben.
Ein wenig erinnert mich der Vorschlag der Tierärztin an die Idee von den Bootcamps die in den USA einmal ganz groß in Mode waren.
Soweit ich weiss, waren die Bootcamps mit ihrem Programm aber um ein Vielfaches erfolgreicher als die übrigen Einrichtungen.

Wenn man den Gedanken der Tierärztin weiterführen will, dann müsste man so etwas wie ein Bootcamp aufziehen.



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