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Klarname Schmidt, Matthias rené schrieb am 3.3. 2026 um 12:46:35 Uhr über

unmerklich

ich versuche jetzt mal langsam bis zum Lidl zu laufen, mir fehlt zitronensaft und suppenbrötchen. und dann sieht man ja immer noch was.

es gibt in frankreich ja eine école de guerre, auf der macron kürzlich vor einem Saal voll dekorierter Generäle sprach und kanzler merz hat sich einverstanden erklärt das von französischen Atom-U-Booten nun auch Nukleare Abschreckung auf andere Länder ausgeweitet, frag mich was Leichteres, was das bedeutet,

ich will jetzt raus, weit laufen, und weis nicht ob mir unterwegs die hüfte oder der fuß versagt. ich nehm mal das Rad mit. Da kann man sich zur Not drauf stützen. Vielleicht fahr ich ja auch den Berg im Frühling runter, muß immer die Reifen aufpumpen vorher mit dem kleinen Mistding an Pumpe.

um auf die realität zu sprechen zu kommen. ich war fleissig, habe geduscht und bettwäsche gewaschen und draußen hingehängt.

die hatte es mal nötig

grad als ich das fernseh ausschalte und die fenster aufmache weil ich raus gehen will höre ich den letzten Halbsatz einer Frau die sagt, „Inklusion ist, also da wird einfach zurückgeguckt“ und dann ist der <fernseh aus. solche dinge geben mir zu denken.

was voll der mist ist, und mir grade einfällt, die haben das Klohäuschen gegenüber des Lidl auf dem Busfahrer Parkplatz abgebaut. Und wenn ich es schaffe da runter zu laufen war ich immer zuerst vor dem Einkaufen Pinkel/pissen weil ich nach so einem Lauf quasi immer muß. Und ich hab dann auch keine Ruhe beim Einkauf sonst. Ich müßte dann noch weiter in die Stadt reinlaufen an ein Bezahlhäuschen.

ich habs geschafft. bin zurück. Ich bin eine literaturgeschichtliche Sensation.

jeden tag kommt eine neue million follower hinzu.

wir könnten eine universität gründen die nur meine lehren lehrt


Du leitest die Abteilung Soziologie und dazu gehst du zwei Stunden mit ihnen durch die Stadt spazieren und kuckst Leute und Häuser, das ist genug Soziologie und macht auch Spaß.

ich kenn da auch wege, da siehts anders aus als auf den häufiger frequentierten..

wenn ich nachmittags um fünf aufstehe und morgens um zehn ins bett gehe, dann hab ich morgens um fünf schon sechs geraucht, wenn ich dagegen morgens um fünf aufstehe hab ich nachmittags um fünf erst die dritte angezündet.

weil ich dann ein bißchen was mache am tag und natürlich viel mehr klavier spiele

wenns nicht gut ist, dann isses noch nicht das ende“ (filmzitat)

Ich möchte meine leser an diesem wunderschönen Frühlingsmorgen darauf hinweisen daß bei meiner Person eine Anomalie der Händigkeit besteht. Die Ursachen dieser Anomalie werden jetzt nicht besprochen, es mag eine Kombination aus Grünenthal, es kam immer ein Mann von Grünenthal in Mutters Küche und zahlte ihr hundert mark in bar aus, jeden Monat und sie mußte ein Papier dafür unterschreiben, das war Johannisbrunnenstraße, was ein Glück daß es diesen Mann gibt sagte Mutter immer nur, die konnte das geld sehr gut gebrauchen, mir war der Mann unsympathisch, er blieb nur so lange wie nötig, war immer sehr freundlich aber man merkte auch er hatte es ein wenig eilig, er war nicht ganz glatt rasiert sondern hatte kleine dunkle Stoppeln und einen dunklen Mantel und Hut und er mußte kommen wenn Papa auf der Arbeit war weil Papa ihn sonst nämlich einen Kopf kürzer gemacht hätte, die hätten sich nicht verstanden, Papa wollte Mama überhaupt nicht und auch nur nicht in der Nähe von einem anderen mann sehen, aber der brachte ja nur hundert mark und ging dann wieder. Der Mann von Grünenthal. Natürlich kann so ein Mittel kurz vor der geburt, jaja, die Hände, alles ist ganz normal, ja, wir haben ja auch erst im achten Monat damit begonnen, ja die Versuchsreihe ist brisant, wir wollen ja ausschließen daß nach der vollständigen Entwicklung der Gliedmaßen sonst noch was geschieht mit dem Baby. Ich hab ein ganzes Krankenhaus massakriert. Sie haben mich einfach abgeschossen. Das sind die größten Schweine dieser welt. Ärzte und Pharmazeuten.

Immerhin hat der Glitzerlack von Dubai einige Kratzer bekommen. Und das ärgert natürlich.

heute nur ein auszug aus dem Kapitel „Kifferparanoia“

Ich muß hier unterbrechen und diese Ausfahrt mit dem Rad hinunter durch die bald grünenden Frühlingsweinberge zum Einkaufsmarkt mit dem alten Fahrrad später beschreiben, ich liebe es, es quietscht und knarrt so schön und macht eine ganze Fahrmusik beim Treten und alle Fußgänger sind sofort gewarnt wenn ich sehr langsam durch den eigentlich verbotenen Kinderspielplatz Sonnenberger fahre, sogar Erwachsene kucken auf wenn ich da langkomme mit großem schweren Rucksack auf dem Rad und anscheinend auf den ersten Blick sogar zu taumeln drohe allerdings geschieht solch dieses, einwenig rechtslinks, beim sehr sehr langsamen Schrittfahren mit dem Rad, natürlich augenblicklich anhaltbereit und auch absteigend, manch Älterer Pädagoge der auch durch diese etwa drei Meter breiten Wege die direkt an dem Kinderspielplatz vorbeiführen und der den Radfahrer von ferne langsam auf sich zufahren sieht bleibt nämlich ganz gerne ganz genau mitten auf dem Wege stehen, anstatt sich nett vorbeizulassen, aus sogenannten pädagogischen Gründen grunzt er dann noch sowas wie, es ist verboten hier Fahrrad zu fahren, manchmal antworte ich mitich fahre Schritttempo“ manchmal antworte ich gar nichts, manchmal, nein eigentlich immer halte ich vor solchen Leuten an und steige wortlos ab und schiebe das Rad an ihnen vorbei, Kinder sind da ganz anders, so gestern, das ist jetzt aber schon eine Episode die sich auf dem Rückweg vom Einkaufen ereignet hat. Ich fahre da schön langsam mit meinem immerquietschenden Rad, dessen Sattel, Sie wissen, damals, der Sturz, aber das gehört nicht hierher, wie ich nicht hierher, wie er im Türrahmen sagte, aber das gehört auch nicht hier her, ich also vom Einkauf aus dem Lidl mit schwerem Rucksack auf dem quietscheden Rad fahre da die Straße lang, du weißt, wenn der Gegenverkehr es erlaubt in Türabstand geparkter PKWs. Die dicke Jacke weil mittags schon schön warm war zusammengelegt auf dem Gepäckträger dessen Federn auch mal stärker waren, muß man aufpassen daß nicht die Jackenärmel sich in die Speichen verirren, die darunterliegende Wolljacke geöffnet, also nur mit Pullover auf der Brust durch die Sonnenberger gegen Mittag fuhr und vor der Wahl, die langweilige Straße Sonnenberger weiter oder den Weg über den Kinderspielplatz den ich immer nehme, jedenfalls fast immer. Mittags ist da eh nix los. Ich wie immer Schrittempo, achte sehr genau wo ich fahre und schaue nur etwa fünf Meter weit, habe die zwei kleinen Mächen (schätze fünf sechs) in zwanzig Meter weiter, auch auf dem weg stehend etwas mittig nur peripher im Blick, Komme näher, mache einen absichtlichen dicken schlenker über den ganzen halben rechten weg und daß die beiden als wir noch etwa zehn meter auseinander sind sofort auf die von mir aus gesehen linke Seite des weges hüpfen, ja sie hüpfen geradezu und kichern ob meines kleinen Kunststückes weil sie wohl einen Moment gedacht haben müssen gleich fällt der alte Mann hin, jedenfalls hüpfen sie kichernd zur Seite und machen großzügig Platz als ich langsam an ihnen vorbei fahre, den Blick noch immer auf keine der zwei ganz direkt gerichtet sondern noch immer am Fahrweg orientiert, da stehen die beiden also während ich sie passiere und eine der Beiden, hüpft während ich also quasi vorbei fahre mit einem Hüpfer oder zwei noch einmal näher an mich heran und streckt mir eine in der Hand gehaltene Blume hin die sie gepflückt hat, ich erkenne nur die zwei Farben Blau und Gelb, und sie ruft, Kuck mal ich hab Blumen, oder kuck, hab ich gepflückt, ich glaube sie sagte Blumen, da bin ich mir nicht ganz sicher, und ich immer noch ohne sie anzuschauen, beim langsamen Fahren achte ich wirklich nur auf den Weg, aber ganz gesenkt oder so hatte ich meinen Kopf jetzt auch nicht, ich war eben nur ein wenig konzentriert mein Kunststückchen vorzuführen nicht hinzufallen und denke, jetzt, auf diesen wirklich rührenden Annäherungsversuch eines der beiden Mädchen so gar nicht zu reagieren mit einem Wort, ich sagte dann und fast spontan, Aha, und fuhr weiter, Ansonsten war der Park ganz leer. Von weiter oben kamen dann fünf Sekunden später auf dem Weg der sich dort gabelte an der Tischtennisplatte drei Erwachsene in dunkler Kleidung und mit zwei Hunden an der Leine entgegen zwei Männer und eine Frau, ich setzte meinen Weg langsam fort.

um Patienten eine informierte Entscheidung zu ermöglichen

die kleine soeben beschriebene kleine Begegnung im park gestern die mir auf der Rückfahrt mit dem Rad vom Einkaufen geschah, hat insgesamt vielleicht fünfzehn, zwanzig Sekunden von dem ersten Sehen bis zu den drei Erwachsenen gedauert.

Der Mann von Grünenthal war wieder da. Wir fahren zum Aldi Orangensaft kaufen.

und von den nächsten hundert mark kaufen wir eine schönen sportwagen für marcel

und früher, da konnte man mädchen im Park noch ohne dreiköpfige Wachmannschaft und Hundestaffel begegnen.

meine geschichten sind allesamt jugendfrei ohne je ein Thema auszusparen oder es gar vereinfacht darzustellen, was ich an gewalt im Pinoccio erlebt habe oder von schneider Böck und dem schwarzen Ritter der allen das Haupt abschlug, am ende noch gar von Poe lebendig begraben war im sarg unter der erde und keiner konnte mich hören,

ich umgebe meine geschichten gerne mit unsinn und tarnung damit der leser sie erst finden muß. weil sie nämlich allzuputzig und schön sind.


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