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Liamara schrieb am 15.12. 2003 um 13:18:37 Uhr über

AfroAmerikanischeEischaumBällchenMitKeksboden

Was erwarte ich dann davon. Techniken, wie ich mich mehr in den Griff kriege? Techniken, wie ich autoaggressives Gedankengut kontrollieren oder ohne Schaden ableiten kann? Keine Ahnung, ich weiß noch nicht mal was eine Krisenintervention ist. Und wenn das dann komisch läuft schluck ich Valium bis zum Abwinken, und weiß dann wenigstens, dass ich mich auch auf die Warteliste nicht verlassen kann. Eben auf nichts, wie sonst auch schon. Ha, ich jammer. Man kann sich nämlich sehr wohl auch auf andere Leute verlassen. Nur eben auf die meisten nicht. Und ich verlasse mich sicher auch einfach sehr ungern, weil in meiner subjektiven Erlebenswelt (urgs, ist sie das nicht immer) der überwiegende Teil des »Auf jemanden Verlassen« schief gelaufen ist. Und auch so richtig schief, oder halb schief, oder weiß-ich-nicht schief. Ich fühl mich echt allein gelassen, so richtig derbe verlassen. Kann ich mich jetzt hinsetzen und fragen, was ich falsch gemacht habe? Erst wollte er doch, er wollte doch supportiv sein, das war doch seine Entscheidung. Und an irgendeiner Stelle hat er sich umentschieden, oder immer mehr umentschieden, so stückchenweise. Das ist nicht fair, erst häng ich mich vorsichtig und immer mehr an jemanden, und er scheint es auch zu wollen, und dann lässt er mich erst so richtig abstürzen. Und weil ich das auch mit mache, immer wieder angetrottelt und hinterher gelaufen komme, macht er das gleich mehrmals. Ich habe ihm gesagt, das dies das letzte mal sein würde, und trotzdem habe ich nachgeschaut. Was habe ich erwartet, noch mal das ganze von vorne? Ich scheine wirklich bescheuert zu sein. Im Grunde sollte ich froh sein, dass es dazu von seiner seite aus nicht kommt. Ich mein, dann fall ich jetzt eben so richtig in ein Loch, und wenn ich dann irgendwann wieder raus komme, bin ich hoffentlich von dieser Illusion eines Weges geheilt. Es ist Pseudokommunikation eines Pseudonyms mit PseudoHalt. Nur ich habe ihn real wahrnehmen wollen. Wahnwarnehmung, die häufigste »psychiatrische Erkrankung« die es gibt. Hab ich jetzt gelernt. Ich kann doch nicht nach jeder Fortbildung so durch den Wind sein, ich mein, das ist doch alles nur ein großer Scheiß. Da kann ich glkeich die Finger von chirurgie lassen. Das schaff ich nie. Mit psych.Begleitung dann vielleicht. Vorher aber kann ich das vergessen. Danke, wirklich, danke für dieses Leben, Danke für die vielen Möglichkeiten die ich hatte, die mit so viel Wucht zerschlagen wurden. Jetzt muß ich mir Schritt für Schritt zumindest teile wieder erarbeiten. Dafür reicht kein Leben. Am Ende des Lebens, egal wie lang meins sein wird, bin ich vielleiht wo? Es ist zum Heulen. Und Valium schlucken. Wie dumm und naiv war ich früher. Hätte ich mal früher den ernst des Lebens kapiert, hätte ich systematisch und vorbauend gelebt, geplant. Häte würde könnte. Es hilft nichts. Ich muss mit dem Trümmerhaufen jetzt weiter machen. Aufräumen. Igendwie. Oder eben nicht irgendwie, denn das hier war ja wohl ein absoluter Scheißweg. Danke, danke, danke.


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