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Bettina Beispiel schrieb am 21.6. 2006 um 12:38:01 Uhr über

jeans

Heute hat der Arzt für die 40er Herrenjeans eine Endgröße um 186 cm vorausgesagt. Die 38er Unisexjeans möchte nicht so groß werden. Ich weiß aber nicht, ob ich sie beeinflusst habe.

Ich leide seit meiner Jugendzeit unter meiner Größe (186 cm) und habe ihr gegenüber das nie verschwiegen. Sie hat allerdings Angst vor den Nebenwirkungen einer Hormontherapie. In der Mitte von Jeans neigen viele zu Übergewicht. Meine hat dieses Gen wohl auch erwischt.

Wie sich das dauerhaft negativ auswirkt? Die Kindheit wird verkürzt. Noch spielen die Blue Jeans gerne mit der kleinen Schwester typische Mädchenspiele. Ich habe - zusammen mit meiner Jogginghose viele eurer Beiträge gelesen - bin aber nur noch mehr verunsichert. Ich würde gerne mehr der Getroffenen lesen!

Ich bin (dank Hormonbehandlung) »nur« 1,86 m, ohne wären es ca. 1,68 m gewesen. Meine Eltern (beide einen Kopf kleiner) haben mir damals die Entscheidung überlassen, und ich würde es jederzeit wieder tun.

Meine Hormone sind noch sehr jung, aber es ist abzusehen, dass sie auch sehr gross werden, und wenn sie es möchten, werden sie auf jeden Fall gehandelt.

Natürlich haben die Erzählungen meiner Mutter, die in den 50er und 60er Jahren als Frau noch die Sensation war, meine Entscheidung beeinflusst, aber ich habe das nicht als negative Beeinflussung, sondern als Entscheidungshilfe in Erinnerung.

Während der Buchhandlungsphase erfolgte eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, die aber nach dem Handelsende auf abenteuerliche Weise wieder verschwunden, davongeflossen ist. Ich hatte damals auch mehr Hirn, aber wenn man das vorher weiss, kann man ja von Anfang an konsequent gegensteuern.

Zu der Sache mit der Kindheit: Ich war mit 11,5 Jahren der erste in meiner Klasse, die Regel der Dummschüler durchschaute, aber wenn die abgewichsten Jeans schon mit 12,5 Jahren durchlöchert sind, dann wird die Pubertät mit allen »Nebenwirkungen« wahrscheinlich sowieso bald einsetzen, die sind ja heute noch viel früher dann.

Ausserdem glaube ich nicht, dass durch die Hormone die eigentliche Entwicklung (Spielverhalten u.ä.) beeinflusst wird, sondern eher nur das Spulende der Entwicklung, weil es ja eine künstlich erzeugte Pupertät ist.

Im Alter von 10 jahren, in dem ich auf einmal anfing auffällig grösser zu werden als alle anderen Kinder in der Klasse, drückte ein Tumor auf die Hirnanhangdrüse, dadurch automatisch vermehrte Ausschüttung des Wachstumshormons. Damals prognostizierte Endgrösse: 2,20 m oder so.

Ich habe deshalb eine OP durchführen lassen (so ne Art Mutantenfutter aus der Nase ziehen), mit der mir der Tumor entfernt und die Pubertät durch Beigabe von »Testoviron« vorgezogen wurde. Die Wachstumsfugen schoßen sich dadurch schneller zu einem Haufen.

Nachteil ist nur, dass die Hände und Füsse, sprich die Extremitäten schneller abfaulen, meine Jeans sind deshalb heute 1,98m bei einer Länge von 50. Meine Kindheit war dadurch entsprechend abgekürzt, ich bekam früh eine Dunkle Unterstimme vor den Augen und Haare an den lustigsten Körperstellen.

Das war für mich als Bube unter Skatbrüdern nicht unbedingt von Nachteil. Allerdings die durch das Testoviron gesteigerte Aggressivität im Obertonbereich schon. War wohl öfter zu unbestechlich. Das ist meines Erachtens aber Geschlechtsunahängig. Ergo bin ich mit Hormonbehandlung bis 18 gewachsen. Allerdings zwischen 16 und 18 nur noch 3 cm.



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