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Das Gift schrieb am 14.2. 2006 um 12:26:38 Uhr über

leihen

Sich etwas leihen zu müssen setzt voraus, dass der Gegenstand, der geliehen werden soll dem Leihenden nicht direkt greifbar ist, wohingegen in dem zu Beleihenden eine Lösungsmöglichkeit gesehen wird, trotz der wahrgenommenen Inexistenz des Leihgutes, an dessen Vorzüge zu geraten. Beispielsweise ist es in den Vorwendezeiten im Osten laut den Aussagen meiner Eltern nicht unbedingt üblich gewesen, über eine Bohrmaschine zu verfügen. Wenn jemand im Haus gebohrt hat, wurde dass von den anderen Mietern natürlich registriert, welche dann schnurstracks um die Ausleih der besagten Bohrmaschine baten. Und auch ich habe bereits einschlägige Leiherfahrungen machen dürfen, beispielsweise im Zusammenhang mit CDs, die man - wohlwissend um den Umstand ihrer Nimmerwiederkehr - trotzdem verleiht und die, sollten sie entgegen jeder Erwartung nach ein bis zwei Jahren doch noch unerhofft auftauchen, aussehen, als wären sie durch den Prototyp des Transporters aus »Die Fliege« gegangen. Da ist es besser, sich Geld zu leihen. Das geht nicht so schnell kaputt und die Beliehenen haben ein konsequentes Interesse daran, ihr Leihgut zurückzuerlangen. Soetwas knüpft bunte Bänder der Freundschaft und des Zusammenhalts, zum Beispiel in Gestalt von »Moskau Inkasso« ...


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