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Eine Gute- Nachtgeschichte für Erwachsene mit
gesundem Interpolar
Ein Müller verkauft gegen Reichtum dem Teufel das, was hinter seiner Mühle steht. Er geht nach Hause, ist reich und hinter der Mühle sitzt sein Kind.
Doch der Teufel schafft es dreimal nicht, das Mädchen zu holen, zuletzt verlangt der Teufel vom Müller, er solle seiner Tochter beide Hände abschlagen. Der Müller tut es- aus Angst vor dem Bösewicht. Dann lässt sich das Mädchen ihre Stümpfe auf den Rücken binden und zieht in die Welt hinaus, bis es von einem König gefunden wird, der es mit auf sein Schloss nimmt, ihm silberne Hände machen lässt und von Herzen lieb hat. Nach einem Jahr muss der König zu Felde ziehen und die Königin gebar in dieser Zeit einen schönen Sohn. Das schrieb die alte Mutter eilig dem König und meldete die frohe Nachricht. Der Bote aber ruhte unterwegs an einem Bach und der Brief wurde vertauscht vom Teufel und
nun stand darin, die Königin hätte einen Wechselbalg zur Welt gebracht. Der König erschrak,
schrieb aber zurück, man solle die Königin wohl halten und pflegen. Diesen Brief nahm der Teufel und legte einen anderen hinein, in diesem stand,
man solle die Königin und das Kind sofort töten.
Doch die alte Mutter brachte es nicht über sich und band der Königin stattdessen ihr Kind auf den Rücken und schickte sie fort. Der Königin wurde
eine Stätte im Walde bereitet von einem Engel,den den Gott gesandt hatte. Sie wohnte nun 7 Jahre in einem Häuschen über dem stand: Hier wohnt ein Jeder frei ! Und durch Gottes Gnade wuchsen ihr auch die Hände wieder. Ihren Sohn nannte die Königin Schmerzenreich. Nach diesen 7 Jahren kam auch der König das Erste Mal in sein Schloss zurück und erfuhr von dem Unglück, als er die vertauschten Briefe sah. Daraufhin weinte er und zog weitere 7 Jahre quer durch das Land, endlich kam er in einen Wald, indem ein Häuschen stand mit der Inschrift...
Ein schwerer Stein fiel dem König vom Herzen und da speiste sie der Engel Gottes noch einmal und
dann gingen sie nach Haus und hielten noch einmal
Hochzeit und sie lebten vergnügt bis an ihr seliges Ende.
In Erinnerung an die Gebrüder »Isegrim«,
die fälschlicherweise auch meinten, sie hätten
»Kinder- und Hausmärchen« geschrieben.
aus: Das Mädchen ohne Hände
Träumt nun schön !
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