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Anna Lena Marie schrieb am 29.9. 2011 um 12:29:14 Uhr über

Dresche

War die Kornernte unter Dach und Fach und bis zur Kartoffelernte eine Verschnaufpause eingekehrt, kam die Dreschmaschine. Sie wurde mit Pferden gefahren und mit einer Dampflok angetrieben. Nun war Gemeinschaftsarbeit angesagt. Viele Helfer waren nötig. Auch wir Kinder halfen mit. Wir mussten das Stroh schleppen, dabei wurde rumgetobt und nach der Arbeit im Heu Verstecken gespielt. Draußen waren lange Tische und Bänke aufgestellt und für alle gab es Butterkuchen und Muckefug. Das war Bonisto-Malzkaffee. Damit er besser schmeckte, wurde er mit Zichorie verfeinert. Abends gab es ein Essen wie zur Hochzeit. Darum hieß es auch Maschinköst.
Die fahrbare Dreschmaschine zog nun von einem Landwirt zum anderen und immer waren alle Kinder dabei. Mein Vater hatte zu der Zeit schon eine eigene eingebaute Dreschmaschine. Das meiste Korn hatten wir gleich, wenn es eingefahren wurde vom Wagen gedroschen. Auch wir brauchten viele Leute zum helfen. Als ich größer war, musste ich immer die Garben aufschneiden und dem nächsten zum Einlegen in die Maschine geben. Die Maschine stand oben in der Scheune. Man musste die Leiter hochsteigen, um dort hinzukommen. Ich bin einmal von der Leiter auf den Boden gesprungen. Die morschen Bretter gaben nach und ich landete zwischen den Treibriemen. Die Maschine stand still, aber mir war nichts passiert. Meine Eltern haben sich noch mehr erschrocken als ich. Die Riemen wurden wieder aufgelegt und die Arbeit ging weiter.


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