Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Machiavelli«
KIA schrieb am 12.1. 2005 um 13:00:14 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
als künstler, also von der formalen kraft her, denke ich, war eberhard schlotter eher 2.-3.-rangig; aber ich hatte die schabekunst bei ihm gelernt, das war sein metier. es gab sehr wilde feten in seinem atelier, zu denen wohl auch hausner und wunderlich stießen und da delektierten sie sich dann an den fremd- und selbstgemörderten in den abbildungen des gerichtsmedizinischen lexikons.
ich wäre lieber in der kranz-klasse gewesen, aber der war für ein jahr nach japan gegangen. er war ein strenger bauhausschüler, hatte noch bei kandinsky, schlemmer und klee studiert und ich dachte, es wäre gut für mein schwankendes suchen, mich seiner disziplin zu unterwerfen.
statt dessen: lustiges künstlervölkchen. das war echt pech. schlotter machte schwüle radierungen für erotomanen, hausner pinselte ununterbrochen mit einem 2haarpinsel diffizilste eitemperakonvulsionen und wunderlich sonnte sich mit seinen schwülstigen, leckeren ledas - am fließband produziert, wie es die kaufhauskünstler machen - in dem öden ruf des spießerschrecks.
äußerst schade. nicht mal die herbertstrasse entsprach ihrem ruf. zum kotzen das alles.
Rufus schrieb am 17.1. 2005 um 20:39:55 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
und plötzlich wird real was in den letzten zwei Wochen sich nur langsam angedeutet hatte. Plötzlich ist da jemand, der mehr wissen will, Dinge weiß, die er nicht von mir wissen kann, persönliches irgendwo her organisiert.
Und jetzt, wo es eben nicht der ist, den ich mir wünsche, sonder jemand ganz anderes, aber nicht wirklich verkehrt, nicht ablehnenswert, was sagt jetzt meine Gefühlswelt dazu. Wie frei bin ich schon, dass ich mich darauf einlassen kann, und sei es nur dahinein treiben lassen kann.
gut vier Jahre jünger, man, das ist echt so ein Ding. Aber es ist ernst gemeint. Und er meint nur mich, läßt die jüngeren und hübscheren, nicht ungewürdigt, aber zur Seite.
Finde ich komisch, aber selbst meiner dahingehend manchmal echt autistischen Wahrnehmung kann es nicht entgehen. Er rückt näher, berührt, und nicht nur wie zufällig. Eine gemeinsame Rea, und er zeigt mir das Nähen. Reicht das? Visiten scheinen mir wie aus einem einfältigen Drehbuch für Arztromane erkoren. Wo kommt der Haken?
Vielleicht sollte ich einfach nicht nachdenken. Einfach weiter leben und sehen was kommt. ...... Mh, das Zepter aus der HAnd geben? Habe ich es überhaupt in der Hand? Ich fühle mich bei vielem wie ein Boot mit ausgefallenem Motor.
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