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mod schrieb am 3.5. 2001 um 21:00:30 Uhr über

Mode

Damenmoden

Wo nehm’ ich Kraft her, wo den Mut,
will ich die heut’ge Modenwut
euch schildern klar und plastisch? -
Geschmack ist jetzt bei Damen rar,
sie bieten nur den Rahmen dar
für alles, was phantastisch!

Was mollig ist, man nimmer schätzt!
Das Auge feuchter Schimmer netzt,
gehts suchend in der Irre. -
Weil man das Schlanke netter fand,
schwand alles, was manfetter“ nannt:
es kam - diegroße Dürre“!

Das Haar nicht mehr in Locken fliegt;
in festgepappten Flocken liegt
der Restbestand am Schädel.
Auf ihm thront heut kein Hütchen mehr -
Wo nehmen sie ihr Mütchen her
zu solchem Tun, die Mädel?

Den Rock ein Gurt von Leder faßt,
der leicht wie eine Federlast
bei jedem Schritt muß wippen;
man trägt in diesem losen Dings
die kleinen Puderdosen (links)
sowie den Stift für Lippen.

Es trippeln warm in Pelzen Stars
auf Stöckeln eines Stelzenpaars
gleich Säulen, fast gestaltlos:
hell leuchtet ihrer Strümpfe Tand - -
Wer hält dem Reiz der Trümpfe stand?
Wer wird dabei nicht haltlos?

Berliner Illutrirte Zeitung
1925, S. 1508




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