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quimbo75@hotmail.com schrieb am 30.4. 2001 um 15:10:32 Uhr über

Uranus

Uranus ist der siebte große Planet von der Sonne aus gesehen und wurde 1781 von William Herschel entdeckt. Er ist gerade hell genug, um ihn mit bloßem Auge zu sehen. Merkmal für Uranus ist, dass er einer der vier Gasplaneten des Sonnensystems ist. Viele Informationen über diesen Planeten lieferte 1986 Voyager 2 mit seinen Aufnahmen. Es wurde entdeckt, dass Uranus beinahe strukturlos ist und dass noch 10 weitere Monde existieren (davor kannte man 5 bereits große Monde). 1977 wurden schwache Ringe in der Äquatorebene von Uranus entdeckt. Diese Ringe sind jeder nur wenige Kilometer dick und von der Erde nicht sichtbar. Sie wurden gefunden, als Uranus einen Stern 8.Größe bedeckte. Die Ringe verursachten leichte Einsenkungen in der beobachteten Helligkeit des Sterns kurz nach der Bedeckung durch die Scheibe des Planeten. Das Ringsystem wurde auch von Voyager 2. Dabei wurden zwei weitere Ringe entdeckt. Insgesammt sind es nun elf.

Astrologisch interessant ist der Zeitpunkt seiner Entdeckung kurz vor der Französischen Revolution, gehören doch die Schlagworte »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« dieser bedeutungsvollen geschichtlichen Episode zur Symbolik des Uranus. Uranus verkörpert den »Windgeist« in uns, der durch beständige Veränderung psychisches Wachstum will. Er steht für eine innere Unruhe, die uns immer wieder zu Neuem antreibt, die uns Abwechslung und neue Erfahrungen suchen läßt und uns vor dem psychischen und physischen Stillstand bewahrt. Er bringt Aha-Erlebnisse und Geistesblitze, und wir mögen staunen, daß wir nicht schon längst darauf gekommen sind. Ohne Uranus keine Erfindungen. Uranus ist der erste transsaturnische oder geistige Planet und gewissermaßen eine höhere Oktave des Merkur. Er bringt uns neue Erkenntnisse. Wir können den Uranusteil in uns jedoch nie so beherrschen wie die anderen bisher beschriebenen Prinzipien. Wir können uns nur diesem Prinzip öffnen und die gewonnenen Ideen und Einsichten in unser Leben zu integrieren versuchen. So sind denn auch utopische Ideen und die Weigerung, sich auf ein konkretes Projekt einzulassen, sich zu verpflichten und dadurch alle anderen Möglichkeiten auszuschließen, typische Uranus-Zerrformen. Auch innere Unruhe, Rebellion und Veränderung um der Veränderung willen oder - bei einer eher pragma-tischen Lebenseinstellung - aufregende und streßige Ereignisse gehören zu den negativen Seiten des Uranus-Prinzips. Im positiven öffnet er uns Augen und Sinn für neue Möglichkeiten sowie für ein kollektives Zusammenleben.


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