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Als die Halle 17 schließlich zu klein geworden war und 1970 durch die bis heute
größte Messehalle der Welt, die Halle 1, ersetzt wurde, war dort noch immer das
klassische Büro dominierend - vom Radiergummi über den Aktenordner bis zum
Füllfederhalter und Bürostuhl. Doch mit der neuen Halle war für diesen Teil der
Industriemesse auch ein neuer Titel gefunden worden, in dem die Bits der
zukunftsweisenden Technik enthalten waren: Cebit, Centrum für Büro- und
Informationstechnik. An Telekommunikation, für die heute das T steht, dachte noch
niemand.
Cebot wäre vielen Ausstellern lieber gewesen - Büro-Organisationstechnik. Sie
steckte 1976 auch im Namen eines einzigen Ausstellers mit einem bis dahin
unbekannten Produktangebot. Es wurde belächelt, und kopfschüttelnd fragten sich
Branchenkenner, ob man damit auf einer Messe irgendjemand anlocken könne.
Angeboten wurden erstmals Programme für EDV-Anlagen. Der Begriff Software war
dafür noch nicht erfunden. Der Programmanbieter hieß ADV Orgatech und kam aus
Wilhelmshaven.
Der durch den Zweiten Weltkrieg schwer getroffene Marinestützpunkt an der
niedersächsischen Küste hatte sich seit den fünfziger Jahren durch ein neu
angesiedeltes Unternehmen der Büromaschinenindustrie zum Zentrum der Branche
entwickelt. Die Olympia-Werke waren einer der beiden größten Aussteller auf der
frühen Cebit. Schreibmaschinen dieser Marke genossen einen ebenso guten Ruf
wie die des anderen großen Ausstellers, Triumph Adler, eine Zeit lang später
erfolglos dem VW Konzern angegliedert.
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