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17:53 von naive is beautiful
@Wanz - herrlich naiv., oder einfach nur links verblendet...?...
Zunächst: Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto sind natürlich zu vergüten, und zwar entweder mit Freizeit- oder Geldausgleich, wer wollte das bezweifeln? Nennen Sie bitte ein solchen Arbeitszeitkontenmodell, in dem Guthabenstunden verfallen, bin gespannt.
Weiter: Sie verwechseln Marktmacht mit Missbrauch zufälligerweise verfügbarer Erpressungswerkzeuge - das ist ein Unterschied den Sie sehr schnell realisieren sollten.
Außerdem: Wenn Sie Marx zelebrieren wollen, dann nennen Sie doch zu allererst mal ein Land, eine Gesellschaft in der 'Marx' jemals funktioniert hat.
Ich vermute mal, Sie haben in den 1970er und 80er Jahren nicht in der BRD gelebt. Wenn doch, haben Sie sich vielleicht sogar in diesem Zeitraum der Versorgungs- und Vollkaskomentalität wohl gefühlt. Leider hat das Deutschland nicht wirklich voran gebracht, und am Ende waren - huch... - teils durchaus fühlbare Einschnitte in eine völlig verkrustete Struktur nötig, die uns immerhin aber heute den unverhohlenen Neid so einiger sozialistisch geprägter Nachbarn einbringen, und die Deutschland zum Leithammel der gesamteuropäischen Wirtschaft gemacht haben. Und - nochmal 'huch' - jetzt steigen auch hierzulande die Reallöhne wieder, und das ist ganz gewiss kein Verdienst der GdL, eher 'trotz GdL, VC' usw....
Gewerkschaften sind per Definition ein zu wichtiges Element einer zumindest einigermaßen gerechter sozialen Balance als dass es gedanken- und gewissenlosen Kampfhunden wie dem GdL Obermufti gestattet werden sollte, sich und seinen willfährigen Mitgliedern auf Kosten der überwältigenden Mehrheit 'seines' Unternehmens mit exklusiv-erpresserischen Mitteln unangemesse Vorteile zu verschaffen. DAS, Herr Wanz, ist nämlich exakt das Szenario, was Sie selbst versuchen, der bösen 'Kapitalseite' vorzuwerfen.
Und abschließend: Lasst die GdL unter ihrem jetzigen genialen Vorsitzenden doch ruhig versuchen, möglichst alle Bahnmitarbeiter ins Boot zu ziehen - ihr werdet euch wundern, wie schnell aus einem Wadenbeißerverin über Nacht ein um Interessensausgleich bemühter Groß-Interessensvertreter in ver.di Stil wird, denn dann werden all die heutigen Zugführer-Erpressungswerkzeuge ganz schnell zahnlos, weil alle Ticketverkäufer, Gleisarbeiter, Verwaltungskräfte, Wartungstechnikder usw. usw. irhe ganz eigenen Vorstellungen und Vertretungsansprüche äußern werden. Nur zu! Vielleicht denktman dann ja auch einfach mal darüber im Konsens nach, warum ein Zugführer eine 3-jähringe Ausbildung als Techniker, Logistiker oder was auch immer überhaupt benötigt um seinen Job zuverlässigen ausüben zu können. Das wäre doch auch mal ein Ansatz, oder...?
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