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Das Gift schrieb am 18.6. 2006 um 02:03:07 Uhr über

Brandstifterin

Die Technik der Brandlegung:

- Das Problem besteht darin, leicht brennbare, ja explosionsgefährliche Stoffe ohne Risiko für den
Zerstörungstrupp (Brandverletzungen!) entzünden zu können.

- Ein einfaches, leicht zu beschaffendes Hilfsmittel stellt NITRO-Lack dar (z. B. Ski-Lack). Die Nitrolackspur übernimmt in diesem Falle die Funktion einer Zündschnur.

- Der Lack muss in einem dünnen, zusammenhängenden Faden auf den Boden gegossen werden. Das Feuer frisst sich auf der Nitrolackspur mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 cm pro Sekunde vorwärts. Eine Lackspur von 5 m Länge verschafft somit 10 Sekunden Zeit, um sich vor der explosionsartigen Brandausbreitung in Sicherheit zu bringen.

- Die Bodenbeschaffenheit hat auf die Verwendungsmöglichkeit des Nitrolacks entscheidenden Einfluss. Beton-, Holz- oder Asphaltböden sind gut geeignet. Festgestampfte Erde (z. B. Feldweg) geht gerade noch. Nasse Wiesen, Waldboden, nasse Ackererde und Schnee sind ungeeignet.

- Vorgehen bei der Brandlegung:

1. Das zu zerstörende Objekt mit einer Kanne Benzin, Petrol oder Terpentin übergiessen.
2. Vom Brandobjekt her nach rückwärts eine Nitrolackspur auslegen.

3. Lackspur entzünden und sofort in Deckung gehen.
- Wenn Fass-Stapel abbrennen, explodieren sowohl gefüllte, wie auch halbgefüllte Fässer. Bei der
Explosion werden immer die beidseitigen Fassböden herausgerissen und der stichflammenartig abbrennende Fassinhalt in der Längsrichtung zum Fass weggeschleudert. Die Fassrundung wird selten
aufgerissen. Eine erfahrene Feuerwehrmannschaft wird diesen Umstand ausnützen und sich von
dieser relativ sicheren Seite her dem Brandherd nähern. Dieses Vorgehen kann man verunmöglichen,
wenn vor der Brandlegung rasch einige Fässer so gedreht werden, dass ihre Böden in Richtung
Magazineingang weisen. Die gerichteten Flammenbündel der Explosionen hindern die Feuerwehrmannschaft am Näherrücken. Die einzelnen Fässer explodieren während des Brandes völlig
unberechenbar und in unregelmässigen Abständen.

- (Siehe Skizze Seite 77.)

(Major H. von Dach: Der totale Widerstand. Kleinkriegsanleitung für Jedermann. Bern: 1997. (wahrschl. Schweizer Militärverlag))


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