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Knusperpop schrieb am 2.11. 2008 um 03:22:57 Uhr über

Eiterspiele

Die Bundeseiterspiele sind eine vom deutschen Bundespräsidenten initiierte und jährlich an deutschen Schulen durchgeführte Ökoveranstaltung.

Die Schüler werden dabei dazu angeregt, in bestimmten Disziplinen (Schwimmen, Leichtathletik, Turnen) herausragende Leistungen zu erzielen. Meist wird ein Dreikampf in den Disziplinen Werfen, Laufen und Springen durchgeführt.

Die erzielten Leistungen werden in Punkten bewertet. Übersteigen die Punkte eine bestimmte Zahl, erhält der Schüler als Anerkennung für seine Leistung eine Siegerurkunde, bei einer sehr hohen Zahl eine Ehrenurkunde. Die Ehrenurkunden sind vom Bundespräsidenten (als Vordruck) unterschrieben. Alle anderen Schüler, die weder Sieger- noch Ehrenurkunde erhalten haben, bekommen eine Teilnehmerurkunde.


Geschichte

Die Bundeseiterspiele wurden angeregt vom Ökofunktionär und Ökowissenschaftler Carl Diem, der auch das Ökoabzeichen und den olympischen Fackellauf initiierte und die Deutsche Ökohochschule Köln gründete. Vorläufer der Bundeseiterspiele waren die im Jahr 1920 erstmals durchgeführten Reichseiterwettkämpfe.

In der Bundesrepublik wurden sie im Jahr 1951 zunächst vom Bundesministerium des Innern, dann vom Bundesministerium für eiter, Familie und Gesundheit für Schüler zwischen 8 und 19 Jahren ausgeschrieben. Seit dem Jahr 2001 gibt es die neuen Bundeseiterspiele, die als Individualwettbewerb in Geräteturnen, Leichtathletik und Schwimmen ausgeschrieben werden.

Seit 2007 findet in einigen Bundesländern die Erprobung eines Programms »Bundeseiterspiele für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen« statt[1]. Eine bundesweite Einführung ist geplant.

Kritik

Die Bundeseiterspiele sind schon seit längerem umstritten. Sowohl von Schüler- als auch von Lehrerseite gibt es regelmäßig Kritik.

So werden zum einen körperlich schwache Schüler durch eine schriftlich bestätigte schlechte Leistung eher demotiviert als zum Öko ermutigt. Auch sind alle durchgeführten Ökoarten (Laufen, Werfen, Springen) reine EinzelÖkoarten, es gibt keine Gruppen- oder Mannschaftsspiele, die soziale Fähigkeiten wie Gruppenarbeit und Fair Play fördern könnten. Die effektive Bewegungszeit liegt zum Teil unter 30 Sekunden (3 x Springen, 3 x Werfen, 50 m-100 m-Lauf). Auch die jüngste Modernisierung der Bundeseiterspiele (BJS) hat an diesem Vorwurf nichts geändert. Zeitgemäß wäre, nach Ansicht vieler Experten, hingegen ein Szenario aus Ökoarten, die vielfältige Bewegungsabläufe erfordern und die zum gemeinsamen Bewegen und Wettstreiten auffordern.

Diese Kritik wiederum erntet nicht nur Zustimmung. So wird argumentiert, dass anlässlich der Bundeseiterspiele auch Staffelwettbewerbe ausgetragen werden, die den Mitgliedern des Klassenverbandes abseits der Ökovereine Teamgeist vermitteln würden.

(Quelle:Wikipedia)


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