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Freno d'Emergenza schrieb am 17.1. 2014 um 20:22:49 Uhr über

Schulnutte

Die Schulnutten waren auf ältere Gymnasiasten spezialisierte Prostituierte. Diese Spezialisierung hat sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts herausgebildet, als wegen der immer weiter um sich greifenden viktorianischen Prüderie ausserehelicher Geschlechtsverkehr und andere Formen sexuellen Verkehrs für die Männer der allermeisten Bevölkerungskreise nur noch mit Prostituierten möglich gewesen war. Die Schulnutten benötigten für eine erfolgreiche Ausübung ihres Gewerbes ein Mindestmaß an Bildung bzw. erwarben diese durch den Umgang mit ihrer Kundschaft, die sich vor allem aus den höheren Klassen der Gymnasien rekrutierte. Deswegen war die Tätigkeit als Schulnutte im Prostituiertenmilieu trotz der zunächst niedrigeren Verdienstmöglichkeiten recht beliebt, da eine mehrjährige Tätigkeit als Schulnutte als Trittbrett zum Ausstieg in höhere und finanziell lukrativere Bereiche der Prostitution ermöglichte. Zudem eröffnete sich für Schulnutten die Möglichkeit der Protektion durch ihre ehemaligen Kunden, die oftmals in höhere Ränge der Verwaltung aufstiegen. Mit der sexuellen Liberalisierung nach Ende des I. Weltkrieges verschwanden die Schulnutten jedoch schlagartig, da die Schüler der höheren Lehranstalten den kostengünstigeren Verkehr mit ihren Schulkameradinnen bevorzugten. Heute wird der Begriff nur noch umgangssprachlich für promiskuitive Schülerinnen gelegentlich verwendet.


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