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skin schrieb am 22.3. 2004 um 05:04:04 Uhr über

Skinhead

Für einige Loite ist der Ausdruckschwule Skinheadsein Wiederspruch in sich selbst! Tatsache ist, dass sich viele Skins hoitzutage so bezeichnen. Wie auch immer, sie verkörpern etwas, dass die grosse schwule Masse eigentlich nicht so richtig interessiert. Idealismus, Brüderlichkeit, Disziplin, Stolz und die Arbeiterklasse. Und sie sind Schwul, sehr schwul, auf schärfste stolz darauf und wahrscheinlich die letzten Loite, die sich dafür verprügeln lassen würden.
Schwule Skinheads gibt es schon genau so lange wie es Skinheads gibt, obwohl es immer noch eine erstaunliche Anzahl Loite gibt, die denken, dass Skinheads schon immer Heterosexuell waren und es auch sein müssen.
In weiten Teilen Europas und in Amerika haben die schwulen Skinheads eigene Gruppen gegründet oder gehören ganz einfach zur normalen Skin-Szene. Einige Statistiken behaupten, dass ca. 75% der Deutschen und ca. 50% der Schweizer Skinheads homosexuell sind - andere sagen - Schwule sind eine Minderheit unter den Skinheads, und sie fallen nicht auf- aber das will ich hier gar nicht breitschlagen und spielt eigentlich gar keine Rolle. Es ist hoite einfacher, offen zu seiner Homosexualität zu stehen, als bekennender Skinhead zu sein, und wenn beides zusammenfällt, überdeckt in der Volksmeinung das schlimmere Skinhead-Sein das inzwischen gesellschaftsfähige Schwul-Sein.
Als schwuler Skin lebt man nicht anders als schwule Techno-Freaks, schwule Manager, schwule Soldaten, schwule Ökos, schwule Motorradfahrer, schwule Studenten etc.. Aber ich finde, dass die Haltung zum Sex eine andere ist: Man hängt zusammen rum, versteht sich, trinkt zusammen, onaniert gemeinsam und fickt miteinander. Das Zusammengehörigkeitsgefühl braucht keine Floskeln, Zwänge oder Regeln. Wie in anderen Gruppen und Vereinen gibt es keine Berührungsängste. Man geht gemeinsam auf Tour, rauft sich und packt sich hin und wieder grob an. Es ist keine grosse Sache, auch mal gegenseitig zu wichsen oder diverse andere Sexspiele durchzuziehen, Sex in allen Variationen, von Schmusen bis Hardcore, mit Klamotten- und Stiefelfetischismus. Sex, wie ihn tausend andere ebenfalls praktizieren.
In der Gruppe herrscht eine selbstverständliche Vertrauensbasis, und was gibt es persönlicheres, als jemandem einen guten Orgasmus zu verschaffen? Mir ist kein Fall bekannt, in dem es unter Gay-Skins irgendwelche Beziehungsprobleme oder Eifersüchteleien gab. Skins leben zwar Ihre Männlichkeit demonstrativ aus, haben aber ein selbstverständlicheres Körperbewusstsein. Die Genitalien sind ein Stück Haut, das man sich gegenseitig bearbeiten kann; etwa so, wie man sich die Hand gibt oder jemandem den Rücken kratzt. Gay-Skins leben gerne als Männer, sind froh darüber, Penis und Hoden zu haben, bilden sich aber nichts darauf ein und interpretieren nichts in den Penis; er ist da und er macht höllisch viel Spass. Sex wird konsumiert, genauso wie Musik und Bier. Die allgemein vorherrschende, verklemmte, klerikale und tabuisierende Einstellung zum Sex findet man nicht. Der körperbewusste Lebensstil der (meist) männlichen Skinheads und im Besonderen der Gay-Skins ist natürlich und ungezwungen. Darüber hinaus verbindet sie immer noch die Musik! Oi, Ska und Punk unterscheidet sie immer noch vom generellen Trend oder dem Etablissement.


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