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Das Obergeschoss wurde ausgebaut und die sechs Kinder bekamen drei Schlafzimmer, zuletzt die einzige Schwester. Mit ihr hatte ich in einem Bett geschlafen. Drei Betten standen in dem kleine Zimmer mit der Dachschräge, ohne Heizung, unter dem Heuboden. Ein Tisch, an dem ich meine Hausaufgaben machte und auf dem ein Radio stand, manchmal das Tonbandgerät des Bruders. Ein großer Wäscheschrank an der Seite, über der Tür ein Lautsprecher, der mit dem Radio unten verbunden war. Richtig eingestellt konnten wir oben die Besuchsgespräche hören, fanden wir eines Tages heraus.
Am Geburtstag meines Vaters, wir spielten oben Monopoly oder Pochen, kam die Nachricht vom Mord an den US-Präsidenten John F. Kennedy: ein unvergeßlicher Moment!
Gitarre übte ich an dem Tisch, hatte aber einen alten Notenständer geerbt. Platz zum herumgehen gab es im Zimmer nicht, aber draußen konnten wir uns frei bewegen und arbeiteten mit, wenn es sein sollte.
Die älteren beiden Geschwister lagen im mittleren Nebenraum in Metallbetten, die Schwester dann gegenüber in der umgebauten, ehemaligen Rumpelkammer, in der es eine große Holztruhe gegeben hatte. Dann standen dort die neuen Fensterquadrate.
Als mein Vater starb am 8. November 1968 abends gegen 21 Uhr waren wir Kinder gerade zu Bett gegangen: der Arzt kam.
Ein Telefon hatten wir nicht und erst vor einem Jahr den Fernseher bekommen. Im Radio hatten wir die Krimiserie 'Gestatten? Mein Name ist Cox!' gehört in der warmen Stube, wo wir abends zusammen saßen.
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