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dealer schrieb am 18.9. 2000 um 17:12:56 Uhr über

Gehen

Gehen, ich gehe, ich gehe zu Gehe, wer geht mit?

14.09.2000
Gehe kaufen mit Kursziel 49 Euro
Sal. Oppenheim


Die Analysten von Sal Oppenheim stufen die Aktien der Gehe AG (WKN 585800)
vonHaltenaufKaufenhoch. Ebenso sehe man bei dem Titel ein Kurspotenzial
bis 49 Euro.

Die Gehe AG sei der größte Pharmagroßhändler in Europa und verfolge die
überzeugendste Strategie unter den Pharmagroßhändlern in Deutschland.
Während die deutschen notierten Wettbewerber Andreae-Noris Zahn AG (Anzag)
und Sanacorp seit Jahren ihre Strategie neu überdenken müssten, um in Zukunft
auf dem Markt bestehen zu können, konzentriere sich Gehe erfolgreich auf die
Kernkompetenzen Groß- und Einzelhandel sowie auf die Internationalisierung der
beiden Geschäftsbereiche.

Dabei sei der Einzelhandel, also der Vertrieb von Medikamenten über Apotheken,
ein wichtiges Standbein für die weitere Entwicklung des Unternehmens. In
diesem Bereich würden die besseren Margen erzielt werden, und er habe auch
die besseren Aussichten, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens beim
Verbraucher zu erhöhen, was nicht zuletzt im Zeitalter des E-Health-Business
zunehmend an Bedeutung gewinne.

Im Gegensatz zu seinen deutschen Wettbewerbern könne Gehe nunmehr auf
jahrelange Erfahrung im Einzelhandel zurückblicken. Dies werde, wenn in
Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern das Fremd- und
Mehrbesitzverbot für Apotheken falle, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil
gegenüber Anzag und Sanacorp bedeuten, die über keinerlei
Einzelhandelserfahrung verfügen würden. Die Phoenix Pharmahandel AG & Co.,
Deutschlands größter Großhändler, habe zwar Erfahrung im Einzelhandel; mit
etwa 250 Apotheken in Großbritannien betrage dessen Umfang aber weniger als
ein Viertel der Apotheken der Gehe. Unter den börsennotierten
Pharmagroßhändlern existiere in Europa nur ein ernstzunehmender
Wettbewerber: Alliance Unichem führe sein Geschäft mit den Apotheken und im
Großhandel ähnlich erfolgreich wie die Gehe AG.

Durch die eingeführte B2B-Lösung (Business-to-Business) GEHE POINT könne
das Unternehmen zudem die Kundenbindung deutlich steigern. Da solche
Value-added-Services die Austrittsbarrieren für die bestehenden Kunden erhöhen
würden, könne Gehe dem margenverzehrenden Mitbewerber entgegensehen.

Neben der Konzentration auf die Geschäftsbereiche Groß- und Einzelhandel
stehe auch die weitere regionale Expansion auf dem Programm der Gehe. In der
Zukunft erwartend die Analysten von Sal Oppenheim weitere Akquisitionen
sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel und infolgedessen ein
Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren, welches deutlich über den
Wachstumsraten der beiden deutschen notierten Wettbewerber Anzag und
Sanacorp liegen werde. Treibender Wachstumsfaktor werde dabei der Ausbau
des Einzelhandels sein.

Die Basis für die Bewertung sei das Umsatzwachstum der Gehe in der
Prognoseperiode bis 2003. Aufgrund der Annahmen zu den Märkten, erwarten die
Analysten eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes von
etwa 5,8 % in diesem Zeitraum. Bereits mit dieser Wachstumsrate des
Umsatzes (17445 Mio. Euro im Jahre 2003) und ohne weitere Akquisitionen
komme man auf einen fairen Wert je Aktie von 40 Euro, was etwa dem
derzeitigen Kursniveau entspreche.


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