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FinancialTimes schrieb am 13.3. 2001 um 14:47:42 Uhr über

Japan

Volkswirtschaften robuster machen

Daher seien die Finanzminister entschlossen, die eigenen Volkswirtschaften
robuster zu machen und »die Anfälligkeiten gegen «äußere Schocks" zu
reduzieren. Japan forderten sie auf, die Strukturreformen im Finanz- und
Unternehmenssektor fortzusetzen, um die Wirtschaft zügig zu einer sich
selbst tragenden Erholung zu führen. Die Minister betonten dabei zugleich,
wie wichtig die japanische Wirtschaft für ein nachhaltiges Wachstum in
Asien sei. Trotz riesiger Konjunkturprogramme springe die Binnennachfrage
in Japan nicht an. »Das ist ein ganz großes Problem«, sagte Eichel.

Zur Entwicklung in den USA sagte er, die USA seien sich über die Gefahr
eines Abschwungs bewusst. Die Asem-Minister hätten begrüßt, das die
Verantwortlichen gegen eine »harte Landung« ansteuerten. Der Chef des
Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, sieht daher keinen
Grund, sich mit »Weltuntergangs-Szenarien« zu befassen. Falls notwendig
hätten die USA »weiter Bewegungsfreiheit in der Geld- und Finanzpolitik«.
Europa und Japan könnten "und sollten mehr tun, um langfristiges
Wachstum zu sichern und somit das Vertrauen der Investoren in die globale
Wirtschaft zu stärken", sagte Köhler.

Regionale Zusammenarbeit

Die Finanzminister beschlossen ferner eine verstärkte regionale
Zusammenarbeit auf dem Wirtschafts- und Finanzsektor. In der Frage der
Wechselkursregime gibt es ihrer Auffassung nach keine allgemein gültige
Lösung. "Je nach Rahmenbedingung des einzelnen Landes ist ein Spektrum
möglicher Wechselkursarrangements denkbar", sagte Eichel. Dies umfasse
frei schwankende Kurse, feste Wechselkursanbindungen oder auch
Zwischenformen wie anpassungsfähige Festkurse. Man sei sich einig, das
jedes Regime von einer soliden Wirtschafts- und Finanzpolitik begleitet
werden müsse, sagte der Bundesfinanzminister.

Bei der Stärkung des internationalen Finanzsystems bestehe trotz einiger
Fortschritte weiter Reformbedarf. Die Minister betonten angesichts der
jüngsten Ölpreisentwicklung die Bedeutung eines stabilen Energiemarktes
zur Sicherung langfristigen Weltwirtschaftswachstums. Sie forderten
außerdem so bald wie möglich eine neue Welthandelsrunde. Dies könne
ebenfalls einen großen Beitrag zum Weltwirtschaftswachstum leisten. Das
nächste ASEM-Treffen findet im Jahre 2002 in Kopenhagen statt. Zur
Asem-Gruppe gehören die 15 EU- Staaten sowie zehn asiatische Staaten,
darunter Japan und China.


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