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Christine schrieb am 10.1. 2017 um 22:56:49 Uhr über

DDR

Zeit ohne Selbstzweifel. Wenn ich Hilfe brauchte, empfand ich das nicht als Makel. Konkurrenz als Risiko war mir fremd. Über Arbeitslosigkeit hab ich nur gelacht. Auch über Existenzangst. Ich konnte mir nicht vorstellen obdachlos zu werden. Wenn mir Fehler passierten, hab ich die sofort demjenigen mitgeteilt, der dadurch Nachteile haben konnte. Versicherung war ein Fremdwort für mich. Einen klaren Klassenstandpunkt nannte man das damals - eins zu sein mit der eigenen Klasse. Dafür gab es Urkunden - Staatsurkunden am Ende jeden Jahres, die bestätigten, dass du dich mit dem Staat identifiziert hattest. Mit der Wende wurde der Staat aufgelöst, abgelöst und eingegliedert mit einer Verfassung, die ich bis heute noch nicht begreife zumal sie die Teilhabe per Segregation regelt. Da zu erfassen, welche Gruppenzugehörigkeit welche Möglichkeiten eröffnet, bindet erschreckend viel Zeit ist aber notwendige Folge der zentralen Rolle, die Geld bei der Vermittlung von Möglichkeiten spielt - gipfelnd in der Forderung nach Bereitstellung von Sexualassistenz per Kassenrezept bei Behinderung. Vor der Wende sagte mir mal ein Wessie: »Ihr müsst nett zueinander sein, um etwas zu bekommen. Bei uns ist das nicht nötig. Dafür gibt es bei uns Geld. Das macht wirklich freiFrei wie die Arbeit mit Baukastensystemen. Seit der Wende liebe ich Baukastensysteme, je simpler und minimalistischer umso mehr.


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