|
Bei dem Vorherrschen des Gewerbebetriebs in Stadt und theilweise auch in den Parzellen und bei dem Mangel eines lohnenden Ackerbaues ist die Größe des Güterbesitzes, wenn solcher nicht zum größten Theil aus ertragsfähigen Waldungen und Wiesen besteht, für das gute Auskommen nicht gerade maßgebend. Der Vermögensbesitz nach dem Geldwerthe ist vergleichungsweise nur ein mittelmäßiger zu nennen. Der Privatgüterbesitz der Stadtbewohner ist gering und besteht bei den Wohlhabenderen neben Wohnung und gewerblicher Einrichtung hauptsächlich in einigen Morgen Wiesen und Baumgärten. Die begütertsten Einwohner der Parzellen besitzen 150 Morgen Güter und mehr, darunter etwa die Hälfte Wald, das andere sind Äcker, ein- bis zweimähdige Wiesen, Baumgärten und Weiden. Der Mittelmann besitzt 40–50 Morgen in demselben Verhältniß, die ärmere Klasse entweder nichts als eine Wohnung oder einige Viertel schlechter Äcker, und nährt sich von Holzmachen, Taglohnen und Weben. Gemeindeunterstützung erhalten in der Stadt 60–70, in den Parzellen gegen 300 Personen.
|