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enter the matrix: stell dir vor, irgendwo hier ist der koordinatenursprung, der nullpunkt, der mittelpunkt. zu jedem punkt deiner hautoberfläche läuft eine linie, unsichtbar, unfühlbar, unbemerkt. ebenso zu deinem hirn, zu den eckpunkten des raumes, in dem du dich befindest. dein zimmer besteht aus ebenen, aus zweidimensionalen ebenen, aneinandergefriemelt zu dreidimensionalen gebilden. dein bett hat die gleichung E: x + 2x + z = 5. oder vielleicht auch eine andere, keine ahnung. aber zumindest haben die linien, die dich beschränken und zeichnen, alle namen, und keine gleicht der anderen, solang sie nicht den gleichen namen tragen. enter the matrix, ich erwähnte es bereits. ich bestimme jetzt ein paar zahlen, ich bestimm die basiswechselmatrix zu unserem system, klammer auf und ein paar zahlen reingekritzelt, erste spalte: 1, 2, 0, zweite spalte: 1, 1, 1, dritte spalte: 0, -1, 1, klammer wieder zu. angewendet sehen wir irgendwie ziemlich zweidimensional aus. funktioniert so, dass die matrix sagt, alle linien, deren namen acht buchstaben haben, sollen jetzt monika heißen, und nicht mehr christin oder manuela oder benjamin. und so liegen dann plötzlich lauter gebilde, die früher durch eindeutige linien eindeutig bestimmt waren, über und aufeinander, dein bett ist vielleicht dem erdboden gleich und dein fernseher ist mit dem kühlschrank verschmolzen.
zurück geht leider nicht, die dimensionen können nur beibehalten oder verringert werden. schade eigentlich, sonst hätte man eventuell die chance, aus fliegen tatsächlich elefanten zu machen, und zwar tausende, weil die vorher alle auf die fliege projiziert wurden. naja, eigentlich ginge das auch dann nicht wirklich, da es sich ja doch nur um schnöde theorie handelt.
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