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mcnep schrieb am 17.6. 2004 um 18:08:09 Uhr über

Park

Die Gänge durch den Lantz'schen Park sind arg bedrückend geworden. Ein Pilz hat die Blätter von Ahorn, Platane und jetzt scheinbar auch Eiche befallen und bei leichtestem Wind gehe ich schon jetzt durch einen herbstlich anmutenden Blätterfall. Zudem ist dieses Jahr das vorjährige Laub nicht entfernt worden, ebenso wenig Totholz und Sämlinge, so daß dieser ohnehin etwas vergessene Park in der Flugschneise eine traurig stimmende morbide Aura atmet. Ich verstehe nicht, was Leute an solchen Verfallserscheinungen romantisch finden können. Besser gesagt verstehe ich nicht, wie man die Romantik des Verfalls gut finden kann. Ein Park ist die höchste Form der Natur, besser gesagt, in ihrer Schnittstelle zwischen menschlichem Gestaltungswillen und vegetabiler Fülle die einzig erträgliche Art, Natur zu erleben. Ihn, den Park, dem Verfall preiszugeben, bedeutet Kapitulation vor der Barbarei. Materielles Nutzdenken, das auf die unmenschliche Entropie des Lebens trifft. Heraus kommt eine Brache, die niemandem nützt. Schade, es ist fast der einzige Park in der Stadt, in der kein Leinenzwang für Hunde herrscht. Bis mal wieder ein paar tausend Euro für die Landschaftspflege übrig sind, werde ich versuchen, mich an den frei und neugierig aufgerichteten Ruten meiner beiden Zöglinge zu erfreuen.


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