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wuming schrieb am 3.5. 2003 um 15:52:03 Uhr über

Wind

Windkraft studieren

Die Uni Stuttgart bekommt als erste deutsche eine
Professur für Windkraft. "Interesse der Branche ist
riesig"

Die Universität Stuttgart erhält den ersten deutschen
Lehrstuhl für Windenergie. Die Professur wird der
Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik zugeordnet, und
über zehn Jahre von der Karl-Schlecht-Stiftung mit
insgesamt 2,5 Millionen Euro finanziert.

»Die Industrie wartet längst auf einen solchen Lehrstuhl«,
sagt Heiner Dörner, Lehrbeauftragter am Institut für
Flugzeugbau an der Universität. Man gehe davon aus,
dass die Stiftungsgelder in den kommenden Jahren
durch Drittmittel deutlich aufgestockt werden können.

Namensgeber der Karl-Schlecht-Stiftung und Finanzier
ist der Chef des Betonpumpenherstellers Putzmeister
aus Aichtal südlich von Stuttgart, ein großer Fan der
Windkraft. Karl Schlecht betreibt selbst mehrere
Windkraftanlagen. Er will mit seiner Stiftungsprofessur
die Technik noch verbessern helfen. Als
Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls hat er die
Themen Aerodynamik, Schallentwicklung sowie die
Qualitätssicherung und Erhöhung der Lebensdauer von
Windkraftanlagen definiert. Wie es von Seiten der
Universität heißt, soll der Lehrstuhl eng mit den
Abteilungen für Leichtbau, Faserverbund-Technologie
und Regelungstechnik kooperieren.

Damit wird die Universität Stuttgart an ihre
Nachkriegsgeschichte anknüpfen, als der
Flugzeugbauer Professor Ulrich Hütter in Stuttgart die
Grundsteine der modernen Windkraft legte. Hütter war,
wie alle Flugzeugbauer, nach dem Zweiten Weltkrieg
durch die Alliierten in seinen Aktivitäten stark
eingeschränkt - also spezialisierte er sich auf die
Windkraft, die unter physikalisch-technischen Aspekten
viele Parallelen zum Flugzeugbau aufweist. Hütter
entwickelte in Stuttgart zahlreiche Typen von
Windkraftanlagen, die anschließend auch in der Nähe
von Göppingen produziert wurden. Auf der
Schwäbischen Alb legte er ein Testfeld für Windturbinen
an und gilt seither als Vater der modernen Windkraft in
Deutschland.

Das Bewerbungsverfahren für die Stelle ist inzwischen
so weit fortgeschritten, dass noch im Mai die Besetzung
bekannt gegeben werden soll. Nach zehn Jahren läuft
die Stiftungsprofessur zwar aus, doch Dozent Dörner
nimmt an, dass das Thema Windkraft auch danach
weitergeführt wird: "Das Interesse der Branche ist
riesig.»« B. JANZING

taz Nr. 7044 vom 3.5.2003, Seite VII, 77 Zeilen
(TAZ-Bericht), B. JANZING


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