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Reny schrieb am 1.5. 2003 um 22:23:44 Uhr über

Mittelalter

Weißen Ritter von Sankt Bernhard

Sankt Bernhard von Clairvaux war
von niedriger Statur, hatte lockiges,
rotes Haar, ansonsten war er blaß
und kränklich, doch willensstark und
hartnäckig. Er kam im Februar 1117
nach Seborga, wo er mit seinen
Mitbrüdern Gondemar und Rossal,
die er zuvor im juni 1113 zum
Schultz des Großen Geheimnisses
nach dort entsandt hatte, wieder
zusammentraf. Dazumalen war Abt
Eduard der Regierende Fürst; er
stammte aus dem nahen Toulon, war
ebenso hartnäckig, doch gleichzeitig
von großem Wuchs, die Hände stets
an den Hüften, stolz wie ein
Seeräuberfürster auf der Brücke
seines Schiffes. Besonders
Aufmerksamkeit verdient die
Tatsache, daß Abt Eduard im
September 1118 die ersten neun
Brüder zu Rittern St Bernhards
Schlug, und so die berühunte "Arme
Miliz Christi" (Paupere Militie
Christi) ins Leben rief.

Die Ritter waren Gondemar und
Rossal (Onkel mütterlicherseits von
Bernhard von Clairvaux), AndrÅ
Montbar, Graf Hugues I von
Champagne, Hugues de Payns,
Payen de Mont Didier, Geoffroy de
St. Omer, Archambaud de St.
Amand und Geoffroy Bisol. Sie
verließen Seborga im November
1118, acht erreichten Jerusalem am
Morgen des 14. Mai 1119. Hugues
von Campagne kam dort sechs
Jahre später am selben Tag zur
selben Stunde an. Um dem Konzil
von Troyes beizuwohnen, traten sie
die Heimreise nach Seborga an und
trafen dort am ersten Adventsonntag
vom 1127 ein. St. Bernhard
erwartete sie, machte sie mit Bruder
Gerard de Martigues bekannt;
dieser hatte 1112 den Order der
Barmherzigen Brüder St. Johann
von Jerusalem, heute Ritterorden
von Malta, gegründet.
St. Bernhard ernannte in Seborga,
im Beiseim des Volkes, von 23
Rittern und 100 Militärs, Hugues de
Payns zum Großmeister des Ordens
»Arme Miliz Christi«. Fürst und Abt
Eduard gab ihm die weihe mit dem
Schwert.

Am gleichen Tag, unter der
»Olivenbaum der Seelen« wurden sie
vereidigt zur Wahrung des Großen
Geheimnisses von St. Bernhard, den
Rittern und Hohenpriester der
Kataren, Giovanni de Usson. Von
der insgesamt 22 Großmeistern
waren 15 zugleich Fürsten "pro
tempore" des Zisterzienser
Fürstentums Seborga. Einer von
ihnen, Guillaume de Chartes,
Großmeister von 1210 bis 1219,
erlag seinen im Heiligen Land
erlittenen Verlezungen.

Ein anderer, der Neunzehnte
großer Orden Meister während
seinem Mandat war der 19.
Großmeister des Ordens, Tommaso
Berard, Sohn von Astraudo,
erblicke das Licht der Welt in
Seborga; er hatte das Amt von
1256 bis 1273 inne, wahrscheinlich
ist er der umstrittenste Großmeister
der Geschichte. Der letzte, und
bekannt gewordene Geheime
Generale Rat tagte 1611 im
Fürstentum unter der Agide des
absoluten Fürsten, Pater Cesario da
San Paolo; er wurde bei dieser
Gelegenheit zum Großmeister
gewählt.

Zur Errinerung an diese
Begebenheit erhielten die Dächter
aller Häuser je 13 Dachziegel mit
folgender Inschrift: Die Jahreszahl
1611, die Nummer 13, die Initialen
C.S. und das Ritterkreuz. (siehe
nebenstehende Abbildung).



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