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Bilmek Straponi schrieb am 14.8. 2006 um 16:02:01 Uhr über

Weiterhin

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Zukunft

Die Zukunft ist die Zeit, die subjektiv gesehen vor der Gegenwart liegt, da sie noch nicht Gegenwart und dann Vergangenheit geworden ist.

Morgen ist ein zeitlich bestimmender Begriff, der die Zukunft beschreibt. Der Begriff wird insbesondere verwendet, wenn es sich um die nähere Zukunft handelt.

Die Wissenschaft von der Zukunft ist die Futurologie, eine Fiktion der Zukunft die Utopie.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Grammatik
2 Physik
2.1 Klassische Physik
2.2 Relativitätstheorie
3 Eine philosophisch-theologische Perspektive
4 Psychologie und Soziologie
5 Zukunft und Gesellschaft
6 Fiktion und Utopie
7 Literatur
8 Siehe auch
9 Weblinks

Grammatik [Bearbeiten]

Zukunft in sprachwissenschaftlichem Kontext bezeichnet:
die sprachliche Umsetzungdem Tempus – von Zukünftigem
die grammatische Zukunftsform

Die deutsche Grammatik kennt 2 Zeitformen der Zukunft für ein Verb:
Futur I, (einfache Zukunft): ich werde lieben
Futur II, (vollendete Zukunft): ich werde geliebt haben

Eine weitere Form der Darstellung der Zukunft besteht in der Angabe des aktuellen oder relativen Zeitpunktes:
2020 gehe ich in Rente.
Übermorgen gehe ich ins Kino.
Ich mache das gleich.

Für die Zukunft in der englischen Grammatik siehe Future (Zeit)

Physik [Bearbeiten]

Klassische Physik [Bearbeiten]

Vergangenheit und Zukunft bezüglich des Koordinatenursprungs.

Der Zeitpfeil bestimmt die Richtung der Zeit von der Vergangenheit in die Zukunft. Die Zukunft besteht dabei aus allen Ereignissen, die der Gegenwart folgen (werden).
Siehe auch: Zeitskala, Zeitpunkt

Relativitätstheorie [Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der Veränderung der Vorstellung des Begriffs der Zeit seit Einführung der speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein haben auch die Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Umdeutung erfahren. Da zwei Ereignisse, die für einen Beobachter gleichzeitig stattfinden, für einen relativ dazu bewegten Beobachter nicht mehr gleichzeitig stattfinden, ersetzt der Begriff der „Raumartigkeit“ dieGleichzeitigkeit“.

War die Zukunft früher ein Punkt auf einem fiktiven Zeitstrahl, so sieht die Physik sie nun als den Bereich in der Raumzeit, von dem der Beobachter in der Gegenwart Kenntnis erlangen kann.
Nähere Informationen hierzu siehe Minkowski-Diagramm

Eine philosophisch-theologische Perspektive [Bearbeiten]

Ein philosophisch-theologisches Problem stellt die Frage nach der Realität von Zukunft dar. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nämlich sowohl die Vergangenheit wirklich (in abgeschlossener Weise) wie auch die Gegenwart (in noch offener, zeitlich in die Zukunft hinein fortdauernder Weise). Dass jedoch Zukunft tatsächlich eintritt, liegt nicht in der Verfügbarkeit des Menschen. Da der Zeitverlauf ein Ausdruck der Kontingenzder prinzipiellen Ungewissheit – irdischer Wirklichkeit ist, kann von einem metaphysischen Standpunkt aus nur ein Absolutes, in religiöser Perspektive Gott Zukunft ermöglichen und garantieren.

In welcher Weise sich jedoch Zukunft ereignen wird, bleibt menschlichem Vorauswissen prinzipiell entzogen. Philosophisch-theologisch wird die Vorherbestimmtheit der Zukunft diskutiert. Der Begriff des Schicksals (fatum) spielt hierbei die wesentliche Rolle. Die Extrempositionen stellen sich so dar: Entweder ist die Zukunft durch Gott, den Logos oder mechanistische Ereignisketten vorherbestimmt oder die Zukunft steht jedem Individuum in jeder Weise offen. Probleme treten auf, wenn man die vorherbestimmte Zukunft mit dem freien Willen des Menschen zusammenbringen will.

Die christliche Offenbarung erwartet die Vollendung aller kontingenten Zukunft in der eschatologischen Zukunft des Reiches Gottes. Die Zwischenzeitbis zum Kommen Christiist eine Zeit der Bewährung, wo ein jeder nach seiner Kraft und seinen Talenten die Werke der Liebe üben soll, gemäß denen der wiederkommende Herr sein Gericht halten wird (vgl. Mt 25).
Siehe auch: Zeit (Philosophie)

Psychologie und Soziologie [Bearbeiten]

Eng verbunden mit der Zukunft ist das Bedürfnis des Menschen nach Prognose, Planung und Vorhersage.

Robert Jungk, Zukunftsdenker und Erfinder von Zukunftswerkstätten, schrieb 1952: „Das Morgen ist schon im Heute vorhanden, aber es maskiert sich noch als harmlos, es tarnt und entlarvt sich hinter dem Gewohnten. Die Zukunft ist keine sauber von der jeweiligen Gegenwart abgelöste Utopie: die Zukunft hat schon begonnen. Aber noch kann sie, wenn rechtzeitig erkannt, verändert werden.“ [1]
Siehe auch: Zeitsoziologie, Zeitgefühl

Zukunft und Gesellschaft [Bearbeiten]

Jede Aussage über die Zukunft erfolgt notwendig vom gegenwärtigen Standpunkt aus, so dass sich prinzipiell zwei Modalitäten ergeben: Im Modus der »gegenwärtigen Zukunft« wird eine pragmatische Perspektive eingenommen, der künftige Verlauf wird aufgrund vorliegender Daten erfahrungswissenschaftlich vorausberechnet bzw. extrapoliert (Planung). Dabei zeigt sich, dass man bestimmte Ereignisse sehr genau vorausberechnen kann, wie zum Beispiel die Flugbahnen von Himmelskörpern, das Schwingen von Pendeln und das Entladen einer Batterie, während andere Bereiche ein chaotisches Verhalten zeigen, wie das Wetter und die Börsenkurse.

Ein völlig anderes Bild ergibt sich bei der Imagination »zukünftiger Gegenwarten«. Hier werden gerade nicht die zu jener Zeit gültigen Rationalitätsstandards zur Konstruktion eines »realistischen«, gegenwartsangepassten Zukunftsbildes angewendet. Vielmehr wird davon bewusst abgesehen, um zu einem utopischen Gegenentwurf zur jeweils vorherrschenden Realität zu gelangen.

Aus sozialphilosophischer Sicht ergibt sich zudem ein enger Zusammenhang mit dem Begriff der (Handlungs-) Erwartung, worunter allgemein die Antizipation eines künftigen Zustandes verstanden wird. Zwei Stile lassen sich unterscheiden: Erwartet die handelnde Person normativ, so orientiert sie sich an Konventionen und Regeln (Recht). Erwartet sie hingegen kognitiv, so steht die aktive Suche nach Handlungsoptionen und Kombinationsmöglichkeiten im Vordergrund (Wissenschaft).
Siehe auch: Zeitsoziologie

Fiktion und Utopie [Bearbeiten]

Die Zukunft ist Gegenstand vieler bedeutender literarischer und filmischer Werke. Die Tradition der neuzeitlichen utopischen Literatur reicht bis zu Thomas Morus Utopia zurück.

Während ein Teil des Genres der Science Fiction mit Werken wie Star Trek, Raumschiff Orion, aber auch Die Zeitmaschine und Utopia sich eher mit technischen Utopien beschäftigt, haben andere Autorinnen und Autoren wie z.B. Ursula K. Le Guin im Rahmen dieses Genres gesellschaftliche Utopien dargestellt.

Literatur [Bearbeiten]
Martin Heidegger (1927). Sein und Zeit, ISBN 3484701226
Niklas Luhmann (1984). Soziale Systeme, ISBN 3518282662
Georges Minois, Geschichte der Zukunft. Orakel - Prophezeiungen - Utopien - Prognosen, Sonderausgabe, Artemis & Winkler, 1998, ISBN 3-538-07072-5
Talcott Parsons (1937). The Structure of Social Action, ISBN 0029242606
Karl Popper & Konrad Lorenz (1983). Die Zukunft ist offen, ISBN 3492103405
Bernhard von Mutius (2000). Die Verwandlung der Welt. Ein Dialog mit der Zukunft, ISBN 3-608-94271-8

Siehe auch [Bearbeiten]


Wiktionary: ZukunftWortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Weblinks [Bearbeiten]
Linkliste zum Thema Zukünfte

Kategorien: Zeitbegriff | Futurologie
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