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Peter K. schrieb am 18.12. 2004 um 00:13:15 Uhr über

Ossi

Der Ossi ist der vom real existierenden Stalinismus verbogene Mensch. Die Depravationserscheinungen vermag ich nach über acht Jahren in Neufünfland in etwa so zu beschreiben:

1. Der Ossi hat eine unauslöschliche Angst davor, eine klare Position zu beziehen. Er muß ständig ein Hintertürchen haben für den Fall, daß sich die Parteilinie mal wieder in eine unerwartete Richtung krümmt. Er ist daher der geborene Intrigant, der als solcher jedoch wegen seiner Primitivität recht selten reüssiert, wenn er nicht gerade Angela Merkel heisst.

2. Ossis haben eine Arbeitsethik, die an den Calvinismus erinnert: Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten - wenn man ihnen zuhört, wie sie in der Kneipe sitzen, und erzählen, dann müsste jeder Ossi 25 h am Tag nur arbeiten, und nie Urlaub machen, nie krank sein. Das ist natürlich nur Propaganda - in Wahrheit sind die Ossis nämlich eher arbeitsscheu - aber auch mit eine Ursache für eine weitere ostdeutsche Psychose:

3. Die Ossis sind genußunfähig. Das Leben zu geniessen, wagen sie nicht. Einfach mal in einem Strassencafé sitzen - oh Gott, die Leute könnten ja denken, man hätte nichts zu tun ! Einfach mal gut kochen - das dauert doch viel zu lang. Geschmack für schöne Dinge, gute Lebensmittel, Gewürze, Weine - alles westliche Dekadenz.

4. Ossis sind einfach schlechter. Ihre Arbeitsleistung liegt weit unter der der westdeutschen Kollegen. Sie sind schlecht ausgebildet, haben internalisiert, daß man nicht nach Arbeitsleistung bewertet werde, sondern nach »gesellschaftlichem Engagement«, und sind insofern die geborenen Betriebsratsmitglieder.

5. Ossis sind sexuell zwar sehr zugänglich bzw. aktiv, aber andererseits von einer unglaublichen Einfallslosigkeit. Ossi-Sex ist einfach wie Trabi-Fahren.


6. Ossis sind humorlos. Das schlimmste ist ihr völlig fehlender Sinn für Ironie. Sich ironisch mit einem Ossi zu unterhalten, kann lebensgefährlich sein.

7. Ossis sind von Minderwertigkeitskomplexen beplagt. Sie spüren es, daß sie Deutsche 2. Klasse sind, und versuchen es durch Sprüche wie: »Es war nicht alles schlecht an der DDR« und ähnliches zu überdecken.

8. Ossi-Frauen (sogen. Ossinen) sind meist handfester, verlässlicher und umgänglicher, als Ossi-Männer. Frauen sind in DDR eben härter gefordert, aber auch besser gefördert worden, als in der BRD-alt, wie auch heute.

9. Ossis saufen wie blöd.

10. All dies gilt natürlich nur für diejenigen Einwohner Neufünflands, die noch effektiv von der DDR geprägt werden konnten, also zur Wendezeit höchstens 25 Jahre alt sind. Bei den jüngeren, die ich mal als Wiedervereinigungsopfer bezeichnen möchte, gibt es andere Erscheinungen, die aber nichts spezifisch-Ossi-mässiges an sich haben.

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