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Matthias schrieb am 19.12. 2012 um 13:02:18 Uhr über

Hinrichtung

Früher war es schon äußerst qualvoll zur Hinrichtung zum Markplatz gebracht zu werden. Die Henker zogen einem das Marterhemd aus, sodass man nur noch mit einem Lendentuch bekleidet war, und banden einen mit glühend heißen Ketten, die Brandblasen in die Haut brannten. Dann befestigten sie ein Schild um den Hals des Delinquenten, auf dem stand, weswegen er hingerichtet würde. Schänder von Mägden mussten ein Schild mit der Aufschrift »Schänder« tragen. Die Henker führten einen durch die ganze Stadt zum Marktplatz, wobei sie einem mit Stachelpeitschen die Haut vom Leib peitschten. Das war besonders peinlich, wenn das steife Glied des Delinquenten sich unter seinem Lendentuch deutlich abzeichnete und viele Mägde auf den Straßen waren, die den Delinquenten wegen seiner Notgeilheit verspotteten. Auf dem Marktplatz wurde man vor der Hinrichtung mehrere Tage am Schandpfahl zur Schau gestellt: Man wurde an den Schandpfahl gekettet und mit glühenden Eisen an der Stirn gebranntmarkt - zum Beispiel mit »NM« für »Notzucht einer Magd«. Die Mägde strömten zum Markplatz, um die zur Schau Gestellten zu verhöhnen, zu bespucken, mit ihren nackten Füßen in die Geschlechtsteile zu treten und sie über ihr Verbechen und den Hergang der Folter zu befragen, zum Beispiel was sie in welchem Peingrad gestanden, ob sie in der Tortur nackt waren und ob Mägde bei der Peinigung zusahen. Darüber mussten die schändlich Ausgestellten den Leuten auf dem Marktplatz genauestens Auskunft geben. Wenn man auf das Schafott gestiegen war, entfernten die Henker das Lendentuch und richteten einen nackt hin, wobei sich die zuschauenden Mägde vor Lachen nicht mehr halten konnte. Besonders peinlich war, wenn die Henker dem Delinquenten während der Hinrichtung das Glied mit glühenden Eisen brannten und kochendes Blei über die Eichel gossen, was bei Schändern von Mägden immer gemacht wurde. Die geschändete Magd war auf dem Schafott anwesend und verhöhnte den Malefikanten während der Gliedbrennung, die vollzogen wurde, nachdem der Schänder von unten nach oben gerädert und lebend ins Rad geflochten worden war.


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