Die Prätorianergarde In einer Monarchie wird die Macht des Schwertes schmerzlicher empfunden als in einer kleinen Kommune. Kompetente Politiker haben geschätzt, dass kein Staatswesen es ohne die Gefahr eines baldigen Zusammenbruchs verkraften kann, wenn mehr als ein hundertstel seiner Einwohner unter Waffen steht oder müßig geht. [...] Aber einhunderttausend straff disziplinierte Söldner können ohne weiteres mit despotischem Nachdruck über zehn Millionen Untertanen gebieten; und ein Verband von zehn- oder fünfzehntausend Wachmannschaften kann Terror ausüben über die größte Masse, die jemals die Straßen einer Hauptstadt bevölkert hat. (aus »Verfall und Untergang des Römischen Reiches« von Edward Gibbon)