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Karl schrieb am 19.5. 2001 um 20:26:20 Uhr über

Identität

Identifikation = bei Frustration des Auslebens triebhafter Bedürfnisse durch Verbote kann es zur
Identifikation mit der verbietenden Person kommen. Ziel der Identifikation ist die Minderung des
Angstzustandes, der durch das Verbot entstanden ist. Gegen eine andere Person gerichtete Es-Impulse
(z.B. Wut) werden durch die Identifikation mit dieser Person abgewehrt, z.B. Schüler-Lehrer oder
Sohn-Vater. Identifikation spielt bei der Über-Ich Bildung eine wichtige Rolle. Aus der vertikalen
Organisation sozialer Kategorien (vgl. TURNERs Annahmen A.5-9) lässt sich eine Hypothese zur
(chronischen) Mehrfachidentifikation folgern: Positive Soziale Identität kann auf mehreren Ebenen
hierarchisch repräsentierter Kategorien gleichzeitig gewonnen werden - allerdings sind die vertikal jeweils
benachbarten Identifikationskategorien gehemmt: die nächst-niedrigere wegen der
Intra-Klassen-Assimilation, die nächst-höhere wegen der Inklusion der ja abgewertete/n Outgroup/s. Es
sollten negative Korrelationen zwischen der Identifikation auf Ebene i und Ebene i+1 resultieren.
Identifiziert sich eine Person z.B. mit ihrem Nationalstaat, wird sie sich nicht gleichzeitig mit dem
übernationalen Verbund (der die Vergleichsnation/en enthält) identifizieren; eine ostdeutsche
Selbstkategorisierung z.B. müsste die nationalstaatliche verhindern, könnte aber eben dadurch die
europäische fördern.


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