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wuming schrieb am 15.4. 2009 um 05:28:00 Uhr über

Maler


Yves Tanguy (* 5. Januar 1900 in Paris; † 15. Januar 1955 in Woodbury, USA) war ein französischer Maler des Surrealismus.

Yves Tanguys Landschaften sind mal luftig leicht, ähneln Wolkenformationen, mal erinnern sie an die Tiefen des Meeresgrunds, mal an die Oberfläche fremder Planeten, nie aber sind sie eindeutig fassbar: Sie sind surreale Landschaften im wahrsten Sinne des Wortes. Seine verschlüsselten Bildwelten geben bis heute Rätsel der Deutung auf.


Leben [Bearbeiten]
Der 1900 in Paris geborene Tanguy war ein anarchischer und gleichzeitig schweigsamer Mensch. Er fasste angeblich nach dem Besuch einer Ausstellung von Giorgio de Chirico in der Galerie Paul Guillaume spontan den Entschluss, Maler zu werden, wobei nach neueren Erkenntnissen diese Begegnung auf das Jahr 1922 datiert wird. Tanguy war Autodidakt, er begann 1923/24 zu zeichnen und aquarellieren, wobei er damals vom Dadaismus beeinflusst und noch weit von der Pittura metafisica entfernt war. In den frühen Werken Tanguys sind Expressionismus, Kubismus und neue Sachlichkeit als Einflüsse zu spüren. Noch 1925 wandte er sich dem Surrealismus zu. Er pflegte neben dem Kontakt zu André Breton auch den zu Louis Aragon, André Masson, René Magritte, Salvador Dalí und Max Ernst, in deren Schatten er jedoch blieb. Die Bildsprache, die Tanguy Mitte der 1920er Jahre entwickelte, sollte er weitgehend beibehalten. Er schuf auch erotische Zeichnungen. Um 1928 8 Illustrationen zu Les Couilles Enragées, für den Verleger René Bonnel, Paris. Diese wurden jedoch bei einer Polizei-Razzia beim Drucker Gaston Coquette beschlagnahmt und der Verleger gab sein Vorhaben auf. Sie wurden erstmals mitte der 50er Jahre veröffentlicht in dem Werk Maria Comburg, Journal intime d'une provinciale, mit der Verlagsangabe London-Melbourne-Calcutta und Philéas Fogg als Verleger. Tatsächlich verbarg sich dahinter der Pariser Verleger Eric Losfeld.

Tanguy emigrierte im November 1939, nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, in die USA. Tanguys Bilder waren z.T. Kommentare zu Aufrüstung und Krieg. Er starb 1955 in Woodbury, Connecticut, an einem Hirnschlag, den er infolge eines Sturzes erlitten hatte, nachdem sich sein Gesundheitszustand bereits in den Jahren zuvor verschlechtert hatte. Einige seiner Werke wurden postum auf der documenta II (1959) in Kassel gezeigt.


Werke [Bearbeiten]
1927, „Schattenland“, Detroit Institute of Art, Detroit
1927, „Er machte, was er wollte“, Sammlung Richard S.Zeisler, New York
1928, „Der dunkle Garten“, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1937, „Die Sonne in ihrem Schmuckkästchen“, Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Yves Tanguy im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Yves Tanguy • PICA-DatensatzEinträge im Musikarchiv)
Igor Schestkow – Essays über Yves Tanguy



Personendaten
NAME Tanguy, Yves
KURZBESCHREIBUNG französischer Maler des Surrealismus
GEBURTSDATUM 5. Januar 1900
GEBURTSORT Paris, Frankreich
STERBEDATUM 15. Januar 1955
STERBEORT Woodbury, USA

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Yves_Tanguy“
Kategorien: Mann | Französischer Maler | Maler des Surrealismus | Künstler (documenta) | Geboren 1900 | Gestorben 1955


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