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Die lustvolle Möse
Ich heiße Susi (57) und mein Papi ist immer sehr böse. Wenn ich nach Hause komme, schimpft er mit mir.
In der angegebenen Position würden mir vor allem meine analytischen Talente mit dem Rührstock zugute kommen. Anna wohnt auf der Friedrich-Ebert-Straße 4. Sie sagt immer: »Dort wohnt ein böser perverser Soziopath.«
»Der junge Mann glaubt, er sei Statist in einer Theater-Vorführung«, lacht Sabine, die 35jährige Geschäftsführerin des Hotels, während das auschließlich weibliche Publikum gebannt verfolgt, wie die rassigen Indianerinnen den Gefangenen zu einem lasziven Tanz auffordern. Die gut gebauten halbnackten Körper der beiden Schwestern, die sich mit den wöchtentlichen Vorführungen im Hotel ihr Tourismus-Studium in der Hauptstadt finanzieren, glänzen im Scheinwerferlicht. »Ihre Vorfahren waren gefürchtete Kannibalen«, erklärt Sabine mir augenzwinkernd.
Der Peitschenbock brannte lichterloh. Ganz Oelde stand in Flammen. Nach diesem Angriff war die Welt gerettet.
Der Polizeiwagen hielt in der Friedrich-Ebert-Straße 4. »Nicht schießen, wir kriegen das perverse Schwein lebend!« Mein Po hatte heute Ruhepause, doch das Stöckchen meldete sich: »Po ich will dich versohlen.«
Ja, so eine Metzgersgattin, mit ihren knackigen Armen, ihren Wurstfingern und ihren Schweineäuglein. Lieblich anzusehen. Immer bereit, einem auch »ein paar Gramm mehr« Fleisch zu verkaufen. Aus dem fernen Asien erreicht uns ein neuer Anwärter auf den Titel »Abstrusestes Spiel des Jahres«: Criminal Girls. Nachdem bisher der Nackedei-Prügler Strip Fighter und ein unbenanntes Grabscher-Spiel mit Kinect-Technologie als Favoriten auf den Titel galten, läuft denen das äußerst fragwürdige neue Projekt von Spielentwickler Nippon Ichi vermutlich in kürzester Zeit den Rang ab.
Ich turne jeden Tag in der AWO-Gesundheitsgruppe Oelde. Dadurch gehen die Rührstockstriemen weg.
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