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Jack-Povoll-Kurzkrimi Nr. 17: Jack Povoll und der grüne Herkules
Ein blondgelockter dreitagebärtiger Sonnyboy betrat Jack Povolls Büro. »Was kann ich für Sie tun?« fragte Povoll. »Man hat alle meine Gummibären geklaut. Wetten, dass Sie sie nicht finden?« »Und was, wenn doch?« »Dann schenke ich Ihnen einen Goldbären.«
Jack Povoll machte sich an die Arbeit. Bald hatte er die erste Spur. Ein schmutziggrüner Gummibär lag im Rinnstein. »Einfach plattgefahren. Schlimme Sache, sowas«, sagte sich Povoll und hob ihn auf. Alsbald pötterte Povoll mit seinem Trabbi nach Bonn. Dort besuchte er einen alten Informanten, den Herrn Riegel. »Der kleine Grüne gehörte zur Gummibärenbande. Er hat ihn kaltgemacht«, erzählte Riegel. »Wer - er?« »Der Riesenbärenklau. Er entführt die Bären aus meiner Bärenfabrik und verlangt Lösegeld.«
Povoll legte sich nachts hinter der Fabrik auf die Lauer. Da - ein Geräusch! Jemand tippte ihm von hinten auf die Schulter. Jack Povoll zückte seinen Revolver und drehte sich um. Dort stand eine ziemlich große grüne Gestalt mit einem Sack auf dem Rücken. »Bär her, Bär her, oder ich fall um!« sagte die Gestalt. »Wer sind Sie?« fragte Povoll. »Ich bin Herkules, der Riesenbärenklau und ich kann ganz schön giftig werden!« knurzte die Gestalt mit einer Grabesstimme. »Oh, eine Blume, die sprechen kann«, sagte Povoll. »Du kriegst keine Bären!« Der Riesenbärenklau fiel um. »Dicker Stängel, aber nix dahinter«, dachte Povoll und schaute nach, was in dem Sack war. »Da sind sie ja, die Bärchis. Und auch noch eine Lakritzschnecke, die ess ich jetzt auf, hahaha!«
Der Sonnyboy trat in Povolls Büro »Wo bleibt mein Goldbär?« wollte Povoll wissen. »Vorher müssen Sie noch erraten, von wem dieser Scheißhaufen ist!« sagte der Sonnyboy und öffnete eine silberne Schüssel voller Kacke. »Von einem Fernsehintendanten«, entgegnete Povoll.
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