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Der Maler ist da. Chinese. Jackett ohne was drunter, eine Art Wickelrock, Sandalen an den bloßen Füßen. Es ist Winter! In dem Bündel, er hält es mit einer Schnur auf dem Rücken, aufgerollt die bestellten Bilder. Nach ein paar Verbeugungen ist er bereit, das Institut zu betreten. Im Foyer hallen unsere Schritte, jedes Geräusch erzeugt eine Serie verebbender Echos. In der Besucherecke stehen niedrige Sessel, der kleine Gasofen zischt. Der Maler legt sein Bündel sorgfältig auf den Boden. Ich biete Tee an - er bittet um eine Zigarette. Schweigen. Seine Augen wandern, meine hinterher. Die Bilder von Bush und von Massud. Aus dem Jackett zieht er ein Papier, schaut auf seine Uhr, reicht mir den
Lieferzettel
a) An Haaren aufgehängt
b) Rieselnd Reis
c) Fallend Schnee
d) Zerstiebend Wasserfall
e) Schwebend Qualle
f) Reue
g) Dankbarkeit
h) Tod
Das sind Lehrtafeln. Der Lehrer liegt noch im Krankenhaus. Seine Kampfkunst hat keinen Namen. Meine Idee war das nicht - ich weiß nur, da war ein Anruf aus dem Krankenhaus und Spesinalium, mein Chef, ließ sich sofort hinbringen.
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