Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 600, davon 553 (92,17%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 357 positiv bewertete (59,50%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 17.2. 2001 um 12:24:36 Uhr schrieb
Dr. Josef Spesinalium über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Der neuste Text am 10.2. 2026 um 23:15:03 Uhr schrieb
mörderschnitzel über Ptolemy-Institute-of-Astrology
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am 31.10. 2024 um 07:51:05 Uhr schrieb
Christine über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 5.12. 2024 um 08:46:29 Uhr schrieb
Christine über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 7.12. 2025 um 22:57:12 Uhr schrieb
Schmidt über Ptolemy-Institute-of-Astrology

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Ptolemy-Institute-of-Astrology«

cato\PIA schrieb am 13.5. 2007 um 20:45:39 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 29 Punkt(e)

Staufens Schreibtisch das ist ein Werk von Robotern zu Tischlern umgeschulten Robotern. Tage könnte ich an Staufens Schreibtisch vertrödeln wenn Fächer Läden Luken sich öffnen und Duft von Rosenöl und Kampfer aus plötzlich klaffenden Lamellen weht wenn Klappen fallen Schreibflächen ausfahren eine Drehbühne sich dreht und Figuren tanzen auch der silberne Tod schüttelt sich zu einer Musik aus Spieluhren hinter kleinen stoffbespannten Fassaden die alte Radios imitieren.
Was ich suche sind die Münzen aus der kleinen Aktis. Münzen haben wir geborgen aus der kleinen Aktis mit dem kleinen Laderaum für nichts als Meßgeräte ach und die große Aktis wer weiß ob in die große Aktis wir je einziehen werden. Ein schönes Modell haben die Roboter uns gebaut. Originalgroß und anheimelnd wie eine Almhütte. Nämlich aus Holz und nicht Titan-Lanthan wie die Münzen die ich suche.

Was ich finde sind japanische Fächer und schwere Peseten und fast gewichtslose Markstücke und andere Münzen sogar Smaragde grob geschnitten aber riesig und siehe da eine Digitaluhr an der ein Pünktchen noch blinkt und dann Yteke-Briefmarken und dann Pistolen Magazine Munition Munition paßt in kein Magazin kein Magazin paßt in eine Pistole und dann Batterien und Datenspeicher aus verschollenen Geräten und dann auch verjährte Flugtickets nach Kiev und Moskau.
Was ich an mich nehme sind vergilbte Papierrollen mit Aufzeichnungen von EEGs und ECGs. Die frühesten Präkognitionsexperimente. Mein Gehirn gehört nur mir mein Herz gehört nur mir Cato.

neo fausuto/PIA schrieb am 13.4. 2001 um 10:58:31 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

In unserem Evolutions-Programm GENESE hatten sichNomadenund „Seßhafte“ soweit entwickelt, daß sie eines Tages einen Tempel bauten und davor wie zu einer Andacht sich versammelten. Mein Chef und Entwickler von GENESE, Josef Spesinalium, war zurecht stolz über diesen Moment und fühlte sich geradezu angebetet. Die Seßhaften sind Blumenzüchter, die Nomaden Kunsthandwerker. Der Tempel war mit Schmuck gefüllt, von Blumen umgeben. Hätte Spesinalium eingreifen, ein Zeichen seiner Präsenz setzen sollen? Dieser Tempelbau war das Ende einer friedlichen Phase. Wenige Tage später hatten sich Seßhafte und Nomaden bis auf kleine Reste dezimiert. Ein primitiver Status wie schon einmal vor einem knappen Jahr. Sogar Schmuck und Blumen sind zu primitiveren Formen zurückgekehrt. Spesinalium denkt darüber nach, in irgendeiner Form selbst in die Miniwelt seines GENESE-Programms einzutauchen, selbst ein Nomade unter Nomaden zu werden (die Nomaden sind sein bevorzugtes Volk).

neo fausuto\PIA schrieb am 26.3. 2002 um 15:10:38 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 38 Punkt(e)

Heute hat sich wieder mein Tod gezeigt. Ein alter Freund von mir; sehr treu, sehr diskret, hält sich in respektvoller Distanz.

Ich trage um meinen Hals eine dünne Silberkette. An der ist eine spinnwebfeine Leine befestigt: ich bin der Hund meines Todes.
Die Leine schlängelt sich lose nach rechts, nach hinten; dort verschwindet sie aus meinem Gesichtsfeld.
An dieser Leine ziehe ich oft spielerisch - meinen Tod kann ich aber nicht heranziehen. Ich ziehe und ziehe, bis ein ganzes Knäuel am Boden liegt.
Dann geschieht etwas Merkwürdiges: das Knäuel entwirrt sich wieder - mein Tod zieht die Leine wieder an sich.
Dann ist sie wie immer: nicht zu straff, nicht zu lose.
Gelegentlich gerät mein Tod (rechts hinter mir) in mein Gesichtsfeld. Für gewöhnlich liest er in einem Buch. Heute steckte er einen Knochenfinger zwischen die Seiten und schaute auf, sah mich an.
Vom Buch hat er schon über die Hälfte gelesen.

neo fausuto/PIA schrieb am 16.1. 2002 um 15:08:36 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 26 Punkt(e)

Wir werden im PIA den Urknall herstellen. Nicht irgendeinen, nicht nur einen Spaß ohne Konsequenzen, sondern DEN Urknall, der noch garnicht stattgefunden hat! Im Moment des Urknalls gabs noch keine Zeit - das Universum ist so konstruiert, daß der Urknall irgendwann stattfindet. Seit es Zeit und Kausalität gibt, mußte notwendigerweise früher oder später das PIA entstehen. Können Sie mir folgen? Dr. Spesinalium, unser Chef, hat erkannt, daß notwendigerweise das PIA den Urknall nachliefern muß.
( Es handelt sich, ehrlich gesagt, nur um das winzige Stück Urknall, das noch aussteht).

laura\PIA schrieb am 15.12. 2002 um 22:32:13 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 23 Punkt(e)

Kaum noch Menschen in unserem Institut. Wir, Ibi und ich, sind oft allein. Es wird nicht mehr geheizt, trotzdem ist es nicht zu kalt, weil überall die Fenster zugemauert sind. Außerdem tragen wir jetzt unsere neuen Spinnweb - Overalls.
Ich gehe hoch insWeltobservatorium- jeden Tag üben wir dort etwas TaiChi, etwas Karate, und was uns sonst einfällt. Immer um 3 Uhr, wie früher, als Billy Lehrer war; immer noch hoffen wir, daß er wieder unterrichtet.
Wie oft ist Ibi schon da und hockt nachdenklich auf einem Stapel Bodenmatten. Flüchtig begrüße ich ihn und beginne. Nie mehr werde ich den Fehler machen und ihn zum Mitmachen auffordern, wenn er dort sitzt und eventuell noch eine Erektion besänftigen muß.
Das silberschwarze Spinnweb-Overall ist dünn und weich; es verlockt zum Streicheln.
Ibi ist fast 14, ich bin doppelt so alt.
Bei Partnerübungen kennt er keine Rücksicht, er preßt meinen Kopf gegen seine Brust, rasch und fest schlägt sein Herz.
Neulich, wir saßen im türkischen Bad, es war dunkel und der Ofen glühte, da liebte er mich heftig. Einen Atemzug lang: ein heftiges Ein-, ein langsam stöhnendes Ausatmen.
So ungerührt wie möglich sagte ich zu ihm: wie kräftig du geworden bist! Bald bist du stärker als ich!

Ben Tiber\PIA schrieb am 6.2. 2002 um 22:55:18 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 12 Punkt(e)

In diesem Spiegel sehen wir die Zukunft!
Dies ist ein UNVERKÄUFLICHES Modell. Außerdem müssen wir daran noch arbeiten - man sieht nur 0,3 Sekunden voraus.
Hat Jogger heute mitgebracht. Der neue Chef, Neo Fausuto, weiß nichts davon - er hat was gegen Jogger. Dieser Spiegel war zuerst ein in Samarkand beliebtes Hochzeitsgeschenk: Goldrahmen mit dem Foto eines Wasserfalls - mit einem elektrischen Schalter: dann wird das Foto von hinten beleuchtet, ein Motor macht das Wasser fallen und fließen. Sonderausstattung: mit Geräuschen.
Jogger: „Mußte gar nicht viel dran ändern!“
Ich schalte ein, Jogger grinsend neben mir: „zeig das Fausuto! kriegt er geschenkt!“
Ich schaue hinein - sehe mein Spiegelbild - leicht trübe - und etwas zwingt mich, meinem Spiegelbild alles nachzumachen.
Unwiderstehlich, sehr unangenehm - mein Spiegelbild greift sich an die Stirn - grinst - klatscht sich auf die Backe, auch das mache ich nach - schaut verstört - greift zum Schalter, gute Idee!
Ich laß dich jetzt besser allein- Jogger verschwindet.

neo fausuto\PIA schrieb am 19.4. 2003 um 17:44:12 Uhr zu

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Bewertung: 11 Punkt(e)

Heute, auf dem Dach, (froh bin ich, diesen einen Ausgang zum Dach zu haben, einen freien Zugang zum Himmel), dort, auf dem flachen Dach bewege ich mich vorsichtig, halte mich von den Außenkanten entfernt, um nicht gesehen zu werden, dort, in der Sonne liegend, hörte ich beunruhigende Geräusche aus dem Observatorium.
Das Observatorium ist lange außer Betrieb. Es wird von unserem Computer überwacht und gesteuert. Das Teleskop liefert unmittelbar digitalisierte Bilder. Die Mechanik funktioniert nicht mehr. Es ist Wasser eingedrungen, vieles ist verrostet.
Vergeblich startet der Computer immer wieder die Motoren, um die Kuppel zu drehen und das Teleskop zu bewegen. Der rouleau-artige Verschluß der Kuppel funktioniert - der letzte Zugang zu meinem inzwischen geschlossenen Institut.
Daß der Computer eingeschaltet ist, überrascht mich.
Dieses vergebliche Starten von Elektromotoren, diese Versuche, die korrodierte Mechanik zu bewegen werden mich noch zwingen, unten, im Herz meines Instituts, nach dem Rechten zu sehen.

Es reizt mich, das kostbarste Dokument meines Instituts preiszugeben. Hier, an dieser Stelle, die jedem zugänglich ist, hier, wo zuletzt nach Authentischem gesucht wird.
Ein kleine Veröffentlichung der Militärärztlichen Akademie Leningrad:
Prof. Dr. Winogradow: „Methodische Untersuchungen zu Krebs und Unsterblichkeit“ (1952).
Vorn auf dem Einband eine handschriftliche Notiz von Stalin, mit der Forderung, über einmodernes Äquivalent für Höllenstrafen“ nachzudenken.

neo fausuto\PIA schrieb am 8.2. 2002 um 23:09:03 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 11 Punkt(e)

World-Trade-Center - auf alter Ikone abgebildet?
Die St.Kosmas-und-Damian-Kirche in Samarkand kann zur Zeit nur durch den südlichen Nebeneingang (SeiteNeuer Pferdemarkt“) betreten werden. Dort ist ein Vorraum: rechts die Treppe hinunter zur Krypta, links der Durchgang zu einer Nebenkapelle: darin - immer brennen davor Kerzen - die alte Ikone mit den Heiligen Kosmas und Damian. Sie stehen so dicht beisammen, daß die Heiligenscheine fast zu einem verschmelzen. In der Händen halten beide das Modell einer Kirche - mit zwei besonders hohen Türmen - geformt wie das World-Trade-Center. Mit denselben parallelen Linien, die unten und ganz oben gotisch sich verbinden. Oben aber statt der Antennen goldene, weithin strahlende Sterne. Und - zwischen den Türmen, eine kleine Brücke; „Seufzerbrücke“ , sagt der Pope der Kirche, Ardaljon.
Am 11.9.2001 hätten schon am frühen Nachmittag Gläubige Eintritt in die um diese Zeit gewöhnlich geschlossene Kirche sich verschafft und vor dieser Ikone gebetet, um den Schrecken noch abzuwenden (behauptet Ardaljon).

neo fausuto\PIA schrieb am 21.2. 2003 um 22:38:48 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 20 Punkt(e)

Grüne Kacheln schweben im Weltraum, zu einer halben Kuppel lose gefügt.
Heute, im türkischen Bad meines Instituts, habe ich für mich allein Feuer gemacht und liege in einem Zuber aus Zedernholz. In Becken, dort, wo ein dünner Strahl kochend heißes Wasser aus der Wand in und neben meinen Zuber fällt. Was überfließt, mäandert über den Beckenboden und glänzt ölig. Ein zweiter Zuber mit frischem kaltem Wasser. Ein dritter, umgedreht, dient als Tisch. Auf dem Tisch mein Sanyo-Recorder und fürs Badewasser eine Tüte Badesalz mit betäubender Ginster - Essenz.
Draußen heftiger Wind, der Dampf steigt senkrecht hoch, zieht dann waagrecht durch dunkle und von Feuer beleuchtete Zonen davon. Grün leuchten die Kacheln.
An den Beckenrand gelehnt eine Matratze, ein goldgerahmter Spiegel. Davor ein Holzstuhl. Requisiten einer Filmszene. Später weggeschnitten. Auf der Sitzfläche des Stuhls eine kleine blaue Turnhose, auf der Lehne ein gelbes Unterhemd mit kurzen Ärmeln und einem mit kleinen Knöpfen verschließbaren Ausschnitt. Ich sah Kanister mit Petroleum (Lampen) und Olivenöl (Massage). Der Regisseur wurde entlassen, der Produzent ist geflüchtet. Ich sah alte Handtücher. Militärdecken mit dem geflügelten Äskulapstab zwischen den Buchstaben U und S. Drehbuch-Skripte wurden gestohlen. Fördermittel gestrichen. Ich sehe eine dünne silberne Kette und weiß: sie ist ein zurückgewiesenes Geschenk. Oder ein achtlos vergessenes.
Ein ganzer Schwall heißes Wasser. Dampfwolken. Draußen der unaufhörliche Wind, heller Schein aus dem Ofen, das wenige Holz wird bald verbrannt sein. Rauch ist zu riechen, nicht zu sehen. Ich sehe überall silberne Ketten und weiß: mit ihnen war ich an die Wirklichkeit gekettet, jetzt bin ich entbunden. Diese Erkenntnis muß im Recorder festgehalten werden. Er liegt in unerreichbarer Ferne.
Widerschein in der Kuppel über mir, eine halbe Kuppel aus grünen Kacheln ragt in den leeren Weltraum. Dort, im Weltraum, bin ich in ein Rettungsmanöver verwickelt. Der Ausstieg war nicht einfach. Wie mühsam bin ich aus dem warmen Wasser gestiegen.
Begleiter halfen, haben mich gestützt, fast getragen; durch Schläuche sind wir miteinander verbunden.
Kraterwände, steil abfallende. Hier ist die dunkle, gegenüber die helle Seite. Unten ein dunkleres, oben helleres Grün. Ganz unten, der Kraterboden, ist eine tiefgrüne Ebene. Dort sind Bäume, zwischen den Bäumen glänzt Wasser. Von steilem Bergwald ist ringsum alles Land paradiesisch umschlossen.
So seht doch!
Meine Begleiter wollen umkehren. Sie schieben mich empor und sprechen von Erschöpfung, Höhenrausch und Sauerstoffmangel. Sie sehen nur schweflig verfärbte kahle Wände, hier und dort Rauchwolken. Jetzt, wo sie es sagen, sehe ich es selbst.
Kehrt nur ohne mich um, sage ich. Ich komme später nach. Der Rückweg ist das Allerleichteste.
Carlos-Antonio nimmt mich begeistert an der Hand, zieht mich fort, zeigt mir die urweltlichen Bäume, Äste strecken sich bis an die Kraterwand, einladende, auf die er wie ein Vogel hüpft.
Wie hatte Carlos-Antonio gebettelt und wollte mitkommen. Vergeblich, er ist erst zwölf.
Auf Ästen sitzen wir, von denen wir mit der größten Lust senkrecht in die Tiefe schauen. Von Ast zu Ast springen wir, schweben, denn starker Aufwind trägt uns. Mit welchem Vergnügen kämpfen wir gegen den Aufwind, um hinab und tiefer hinab an den grünen Grund zu gelangen! An den Fuß der im Wasser wurzelnden Bäume, deren Stämme und Äste bis in den Himmel ragen, dorthin, wo wir unter den dunklen und alles beschützenden Kronen den Abend aller Tage finden werden.
Es ist dunkel und kalt, ich finde kaum die Stufen, die aus dem Becken führen. Der Ofen ist noch warm, beim Ofen finde ich den warmen Bademantel.
Kolumbien, 1984. Ich erinnere mich an alles.
Ein Jahr vor seinem Ausbruch bestiegen wir den gletscherbedeckten Ruiz. Haben wir nicht nachdenklich, auf unsere Eispickel gestützt, die Senke in der Bergkuppe betrachtet, die frischen Kanten und Brüche im alten, gelblich verfärbten Schnee? Dann stiegen wir, noch immer durch das Seil verbunden, in den Krater hinab.
Ich taste mich den dunklen, schrägen Gang vom Bad ins hintere Treppenhaus hoch, gehe durch die Flure meines ganz verlassenen Instituts und erinnere mich an alles.

neo fausuto\PIA schrieb am 8.9. 2002 um 19:54:51 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 9 Punkt(e)

Im Roten Gemach des PIA treffe ich unvermutet aufJogger“ Mefisuto.
Er betrachtet aufmerksam die Wand, kratzt an einem der vor Alter mürben Ziegelsteine. In den Wandnischen flackern Kerzen.
Neo, erinnerst du dich? Vor einem Jahr noch habe ich Kerzen verkauft...“
(Überall in Samarkand gab es sie - Kerzen, paarweise verkauft, wie das World-Trade-Center geformt. Funkensprühend und qualmend brannten sie ab. Erst Belustigung, dann, nach dem 11. September, Verwunderung und Befremden).

Fast ohne mein Zutun!“ sagte Jogger, „die Idee hatte zuerst ......!“
Dein Zutun?“ frage ich, „dein Zutun zum 11. September ?“
Jogger starrt mich etwas belustigt an. Dann erzählt er.

Die Idee hatte zuerst Tezuma Usamu - ein japanischer „Anime“. 1971 war die Idee geboren - in einem Comic flogen japanische Terroristen mit gekaperten Militärmaschinen in die Zwillingstürme. Die japanischen Animatoren sind sehr gewissenhaft - Tezuma traf 1972 seinen Landsmann, Minoru Yamasaki, den WTC - Architekten. Einige Fragen, die Statik des WTC betreffend, waren zu klären.
Sie trafen sich in New York, in Schatten der Türme, in einem alten Fischrestaurant.
Minoru verriet, daß während des Baus eine Asbest-Verordnung in Kraft trat - die Eisenträger der oberen Etagen hatten keinen schützenden Asbest-Mantel mehr. So konnte er leicht voraussagen, daß bei einem Kerosin-Großbrand in der Turmspitze die oberen Etagen kollabieren würden und durch ihr Gewicht die unteren eindrücken.

Durch Tezuma kam die Idee in die Welt - das war das Entscheidende!“

Und was war dein Beitrag?“ frage ich Jogger. Hast du Osama und Usamu zusammengeführt?“
Ich, Osama und diejenigen, die auf der 1 - Dollar - Note >COEPTI< heißen - wir dienen demselben Herrn!“
Manchmal ist Jogger geradezu theatralisch großspurig.

Einer dieser COEPTI hatte spät begriffen, daß der längst bekannte Plan garnicht verhindert werden sollte.“ („Ein DIA - Mann“ , sagte Jogger geheimnisvoll).
Er, eigentlich ein Schwächling, wollte den starken Mann spielen. Mein einziger Beitrag - wenn du es wirklich wissen willst - mein einziger Beitrag war, daß diese kleine Aufwallung sich rasch wieder legte.
Nur er hätte den Anschlag verhindern können!

Minoru gefiel Tezumas Idee übrigens außerordentlich! Denn wenige Wochen zuvor hatte man in St. Louis ein Werk von ihm, auf das er besonders stolz war, zerstört. Billige, schöne, geräumige Bauten für Ärmere! Angeblich, weil sie zu einem Slum verkommen waren!“

Währenddessen haben wir das Rote Gemach - was wollte Jogger dort eigentlich? - verlassen, sind hochgestiegen und haben den Park betreten. Wir sind an unserem Lieblingplatz angekommen - dem Springbrunnen.
Wir setzen uns auf den Brunnenrand.
Jogger ist merkwürdig nervös, er zittert fast.

War das alles? Sein Werk: einen schwachen Menschen, der eine Anwandlung von Tatkraft hat, wieder besänftigen?
Ist das geradezu eine Strategie ?

cato\PIA schrieb am 20.5. 2003 um 19:26:50 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 18 Punkt(e)

Weil er fast verhungert war bin ich zum nächsten Markt mit dem letzten Geld kaufte ich soviel in meinen Rucksack ging und als ich die Leiter wieder hochgeklettert war fand ich sie beide auf dem Dach die Tränen kamen mir Lachen hätte es sein können Wut war es.
Auf dem Dach seines Instituts ist mein Herr bei Kräften erholt ist mein Herr das Fliegen übt mein Herr mit Mefisuto auch Jogger genannt seinem Meister.
Sie sehen mich nicht sie reden sie rufen nach Deutschland in die Heimat meines Herrn soll es gehen. Nach Berlin soll es gehen dort hat der Meister einen Bahnhof gebaut nur für ihn den Bahnhof der verlorenen Kinder nur für ihn. Komm Fausuto flieg mit mir Wasserwerke zeig ich dir unter dem Bahnhof schön versteckt und heute ist die Modenschau die silbernen Brunnen wie werden sie fließen die goldenen Brunnen!
Mit Lumpen sind sie bekleidet ja Lumpen mit Ledergurten befestigt kleine Kugeln hängen daran und auf dem Kopf Helme ich kenne diese Helme Irre tragen sie damit sie den Schädel nicht sich einschlagen Narrenglöckchen sind also die Kugeln Narren sind sie Narren die wirklich fliegen ja diese Narren fliegen Worte höre ich noch Worte an mich gerichtet zünde mir eine Kerze an. Mein Herr rief es mir Cato zu. Nach Westen in den Abend flogen sie davon und verschwanden wie Rauch einen Geruch von Teer trieb der Wind zurück.

Ben Tiber schrieb am 16.1. 2002 um 21:33:32 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 16 Punkt(e)

Im PIA wird mit einem Evolutionsprogramm experimentiert, das mit Kopien der »Lara« gefüttert wurde. Ich habe Bilder gesehen. Teils sind sie schöner geworden (sehen eher wie Nofretetes aus). Teils furchtbar, mit deformierten Gesichtern und Gliedern. Die Evolution bevorzugt nicht Schönheit, sondern Intelligenz. Sie reden eine angeblich komplexe Sprache und beschäftigen sich mit Mathematik.
Weniger intelligente Laras leiden sichtlich, und das Programm entfernt sie erst, wenn sie ganz verstummt sind. Das wissen sie. Dieses Ringen um Worte ist schrecklich.

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Bandgrütze
Erstellt am 26.1. 2002 um 00:57:10 Uhr von Taos Hammer & Kaftan Molloch, enthält 7 Texte

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Erstellt am 13.12. 2002 um 18:35:01 Uhr von elfboi, enthält 4 Texte


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