Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 600, davon 554 (92,33%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 355 positiv bewertete (59,17%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 17.2. 2001 um 12:24:36 Uhr schrieb
Dr. Josef Spesinalium über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Der neuste Text am 10.2. 2026 um 23:15:03 Uhr schrieb
mörderschnitzel über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 14)

am 10.3. 2025 um 17:03:06 Uhr schrieb
Christine über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 22.4. 2016 um 16:29:07 Uhr schrieb
cato\PIA über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 3.2. 2019 um 22:00:42 Uhr schrieb
husch, husch, die Waldfee über Ptolemy-Institute-of-Astrology

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Ptolemy-Institute-of-Astrology«

Ben Tiber\PIA schrieb am 24.3. 2002 um 20:51:17 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 13 Punkt(e)

Wir wollen Neo, dem PIA-Chef eine Freude machen.
In einem Seitenkabinett seines Büros haben wir eine Dusche eingebaut. Von oben bis unten dunkelgrüne Kacheln; antike, die aus der Ruine einer alten Moschee stammen. An der Decke ein stabiler Wasser - Blaster. Ein Scheinwerfer macht von schräg oben aus dem Wasserfall zugleich einen Lichtfall. Ich, der Akustiker, habe Mikrofone und Lautsprecher versteckt: das Tönen des Wassers wird vervielfacht, es klingt, als sei der Raum nicht 3, sondern 30 Meter hoch, als sei unten das Becken ein See.

Du drehst das Wasser auf und stehst mitten in einem richtigen Wasserfall! Schließe nicht die Augen - es sei denn, du bist schwindelfrei. Tiefe Töne, Infraschall - Schauer, feines Rieseln an den Rändern, überraschende Obertöne wie Nixen - Gesang!
Ich blende keine Ton-Konserven ein - ich filtere, vervielfache, verstärke, schwäche ab, transponiere, verteile in einem virtuellen Raum - das ist alles.
Sollte das alles Neo nicht beeindrucken, kann ich noch Teile aus Straussens „Alpensinfonie“ ins akustische Program einflechten.

neo fausuto/PIA schrieb am 13.4. 2001 um 10:58:31 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

In unserem Evolutions-Programm GENESE hatten sichNomadenund „Seßhafte“ soweit entwickelt, daß sie eines Tages einen Tempel bauten und davor wie zu einer Andacht sich versammelten. Mein Chef und Entwickler von GENESE, Josef Spesinalium, war zurecht stolz über diesen Moment und fühlte sich geradezu angebetet. Die Seßhaften sind Blumenzüchter, die Nomaden Kunsthandwerker. Der Tempel war mit Schmuck gefüllt, von Blumen umgeben. Hätte Spesinalium eingreifen, ein Zeichen seiner Präsenz setzen sollen? Dieser Tempelbau war das Ende einer friedlichen Phase. Wenige Tage später hatten sich Seßhafte und Nomaden bis auf kleine Reste dezimiert. Ein primitiver Status wie schon einmal vor einem knappen Jahr. Sogar Schmuck und Blumen sind zu primitiveren Formen zurückgekehrt. Spesinalium denkt darüber nach, in irgendeiner Form selbst in die Miniwelt seines GENESE-Programms einzutauchen, selbst ein Nomade unter Nomaden zu werden (die Nomaden sind sein bevorzugtes Volk).

neo fausuto\PIA schrieb am 21.2. 2003 um 22:38:48 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 20 Punkt(e)

Grüne Kacheln schweben im Weltraum, zu einer halben Kuppel lose gefügt.
Heute, im türkischen Bad meines Instituts, habe ich für mich allein Feuer gemacht und liege in einem Zuber aus Zedernholz. In Becken, dort, wo ein dünner Strahl kochend heißes Wasser aus der Wand in und neben meinen Zuber fällt. Was überfließt, mäandert über den Beckenboden und glänzt ölig. Ein zweiter Zuber mit frischem kaltem Wasser. Ein dritter, umgedreht, dient als Tisch. Auf dem Tisch mein Sanyo-Recorder und fürs Badewasser eine Tüte Badesalz mit betäubender Ginster - Essenz.
Draußen heftiger Wind, der Dampf steigt senkrecht hoch, zieht dann waagrecht durch dunkle und von Feuer beleuchtete Zonen davon. Grün leuchten die Kacheln.
An den Beckenrand gelehnt eine Matratze, ein goldgerahmter Spiegel. Davor ein Holzstuhl. Requisiten einer Filmszene. Später weggeschnitten. Auf der Sitzfläche des Stuhls eine kleine blaue Turnhose, auf der Lehne ein gelbes Unterhemd mit kurzen Ärmeln und einem mit kleinen Knöpfen verschließbaren Ausschnitt. Ich sah Kanister mit Petroleum (Lampen) und Olivenöl (Massage). Der Regisseur wurde entlassen, der Produzent ist geflüchtet. Ich sah alte Handtücher. Militärdecken mit dem geflügelten Äskulapstab zwischen den Buchstaben U und S. Drehbuch-Skripte wurden gestohlen. Fördermittel gestrichen. Ich sehe eine dünne silberne Kette und weiß: sie ist ein zurückgewiesenes Geschenk. Oder ein achtlos vergessenes.
Ein ganzer Schwall heißes Wasser. Dampfwolken. Draußen der unaufhörliche Wind, heller Schein aus dem Ofen, das wenige Holz wird bald verbrannt sein. Rauch ist zu riechen, nicht zu sehen. Ich sehe überall silberne Ketten und weiß: mit ihnen war ich an die Wirklichkeit gekettet, jetzt bin ich entbunden. Diese Erkenntnis muß im Recorder festgehalten werden. Er liegt in unerreichbarer Ferne.
Widerschein in der Kuppel über mir, eine halbe Kuppel aus grünen Kacheln ragt in den leeren Weltraum. Dort, im Weltraum, bin ich in ein Rettungsmanöver verwickelt. Der Ausstieg war nicht einfach. Wie mühsam bin ich aus dem warmen Wasser gestiegen.
Begleiter halfen, haben mich gestützt, fast getragen; durch Schläuche sind wir miteinander verbunden.
Kraterwände, steil abfallende. Hier ist die dunkle, gegenüber die helle Seite. Unten ein dunkleres, oben helleres Grün. Ganz unten, der Kraterboden, ist eine tiefgrüne Ebene. Dort sind Bäume, zwischen den Bäumen glänzt Wasser. Von steilem Bergwald ist ringsum alles Land paradiesisch umschlossen.
So seht doch!
Meine Begleiter wollen umkehren. Sie schieben mich empor und sprechen von Erschöpfung, Höhenrausch und Sauerstoffmangel. Sie sehen nur schweflig verfärbte kahle Wände, hier und dort Rauchwolken. Jetzt, wo sie es sagen, sehe ich es selbst.
Kehrt nur ohne mich um, sage ich. Ich komme später nach. Der Rückweg ist das Allerleichteste.
Carlos-Antonio nimmt mich begeistert an der Hand, zieht mich fort, zeigt mir die urweltlichen Bäume, Äste strecken sich bis an die Kraterwand, einladende, auf die er wie ein Vogel hüpft.
Wie hatte Carlos-Antonio gebettelt und wollte mitkommen. Vergeblich, er ist erst zwölf.
Auf Ästen sitzen wir, von denen wir mit der größten Lust senkrecht in die Tiefe schauen. Von Ast zu Ast springen wir, schweben, denn starker Aufwind trägt uns. Mit welchem Vergnügen kämpfen wir gegen den Aufwind, um hinab und tiefer hinab an den grünen Grund zu gelangen! An den Fuß der im Wasser wurzelnden Bäume, deren Stämme und Äste bis in den Himmel ragen, dorthin, wo wir unter den dunklen und alles beschützenden Kronen den Abend aller Tage finden werden.
Es ist dunkel und kalt, ich finde kaum die Stufen, die aus dem Becken führen. Der Ofen ist noch warm, beim Ofen finde ich den warmen Bademantel.
Kolumbien, 1984. Ich erinnere mich an alles.
Ein Jahr vor seinem Ausbruch bestiegen wir den gletscherbedeckten Ruiz. Haben wir nicht nachdenklich, auf unsere Eispickel gestützt, die Senke in der Bergkuppe betrachtet, die frischen Kanten und Brüche im alten, gelblich verfärbten Schnee? Dann stiegen wir, noch immer durch das Seil verbunden, in den Krater hinab.
Ich taste mich den dunklen, schrägen Gang vom Bad ins hintere Treppenhaus hoch, gehe durch die Flure meines ganz verlassenen Instituts und erinnere mich an alles.

cato\PIA schrieb am 13.5. 2007 um 20:45:39 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 29 Punkt(e)

Staufens Schreibtisch das ist ein Werk von Robotern zu Tischlern umgeschulten Robotern. Tage könnte ich an Staufens Schreibtisch vertrödeln wenn Fächer Läden Luken sich öffnen und Duft von Rosenöl und Kampfer aus plötzlich klaffenden Lamellen weht wenn Klappen fallen Schreibflächen ausfahren eine Drehbühne sich dreht und Figuren tanzen auch der silberne Tod schüttelt sich zu einer Musik aus Spieluhren hinter kleinen stoffbespannten Fassaden die alte Radios imitieren.
Was ich suche sind die Münzen aus der kleinen Aktis. Münzen haben wir geborgen aus der kleinen Aktis mit dem kleinen Laderaum für nichts als Meßgeräte ach und die große Aktis wer weiß ob in die große Aktis wir je einziehen werden. Ein schönes Modell haben die Roboter uns gebaut. Originalgroß und anheimelnd wie eine Almhütte. Nämlich aus Holz und nicht Titan-Lanthan wie die Münzen die ich suche.

Was ich finde sind japanische Fächer und schwere Peseten und fast gewichtslose Markstücke und andere Münzen sogar Smaragde grob geschnitten aber riesig und siehe da eine Digitaluhr an der ein Pünktchen noch blinkt und dann Yteke-Briefmarken und dann Pistolen Magazine Munition Munition paßt in kein Magazin kein Magazin paßt in eine Pistole und dann Batterien und Datenspeicher aus verschollenen Geräten und dann auch verjährte Flugtickets nach Kiev und Moskau.
Was ich an mich nehme sind vergilbte Papierrollen mit Aufzeichnungen von EEGs und ECGs. Die frühesten Präkognitionsexperimente. Mein Gehirn gehört nur mir mein Herz gehört nur mir Cato.

laura\PIA schrieb am 15.12. 2002 um 22:32:13 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 23 Punkt(e)

Kaum noch Menschen in unserem Institut. Wir, Ibi und ich, sind oft allein. Es wird nicht mehr geheizt, trotzdem ist es nicht zu kalt, weil überall die Fenster zugemauert sind. Außerdem tragen wir jetzt unsere neuen Spinnweb - Overalls.
Ich gehe hoch insWeltobservatorium- jeden Tag üben wir dort etwas TaiChi, etwas Karate, und was uns sonst einfällt. Immer um 3 Uhr, wie früher, als Billy Lehrer war; immer noch hoffen wir, daß er wieder unterrichtet.
Wie oft ist Ibi schon da und hockt nachdenklich auf einem Stapel Bodenmatten. Flüchtig begrüße ich ihn und beginne. Nie mehr werde ich den Fehler machen und ihn zum Mitmachen auffordern, wenn er dort sitzt und eventuell noch eine Erektion besänftigen muß.
Das silberschwarze Spinnweb-Overall ist dünn und weich; es verlockt zum Streicheln.
Ibi ist fast 14, ich bin doppelt so alt.
Bei Partnerübungen kennt er keine Rücksicht, er preßt meinen Kopf gegen seine Brust, rasch und fest schlägt sein Herz.
Neulich, wir saßen im türkischen Bad, es war dunkel und der Ofen glühte, da liebte er mich heftig. Einen Atemzug lang: ein heftiges Ein-, ein langsam stöhnendes Ausatmen.
So ungerührt wie möglich sagte ich zu ihm: wie kräftig du geworden bist! Bald bist du stärker als ich!

neo fausuto\PIA schrieb am 26.4. 2003 um 15:40:49 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 21 Punkt(e)

Erwünscht war weniger die Regie, eher die Ausstattung dieser Szene in einem der Gärten des Kanal - Inspektors.
Meine Tastatur fühlte sich anders an und klang anders - das fiel zuerst auf. Als ob kleine Kapseln, mit Samen oder Sporen prall gefüllt, bei jedem Tastendruck platzten.
Die Buchstaben wandern groß und golden über einen schwarzen Hintergrund; der Bildschirm ist flach und hoch und oben gerundet. In der Mitte der Rundung dreht sich eine Löwenzahnblüte und Blütenstaub fällt immerzu herab.
Löwenzahn blüht überall, sogar am Rand der Beton-Kuppeln auf den Dächern rings umher.
Ich sehe in der Ferne Ibi und Yamin einen Eimer mit Wasser tragen, sie gehen langsam über das betonierte Flußbett das Salsabil-Kanals und kommen näher. Die Häuser des Kanal - Inspektors, obwohl im Flußbett errichtet, haben kein fließendes Wasser - es muß in der Mitte des Kanals aus einem Rinnsal geschöpft werden.
Sie bringen das Wasser in die Küche, wo Laura und Cato einen großen Fisch zubereiten und wo Cato soeben protestiert, weil Laura den besten Weißwein über den Fisch gießt. Dann fehlen Zitronen und daran ist Cato schuld, das ist aber nichts, verglichem mit der Schuld von Ibi und Yamin. Die behaupten, nichts sei schwieriger, als Wasser aus dem Salsabil zu schöpfen. Mutwillig ziehe sich das Wasser vor dem Eimer zurück, um gleich darauf, zum Erschrecken der beiden, doch noch in den Eimer hinein und nach Lust und Laune bald spritzend wieder hinauszupringen und es sei ein Wunder, daß der Eimer wenigstens halb noch gefüllt sei. Ibi wird losgeschickt und tut nichts lieber, als Zitronen zu besorgen und mit dem Motorrad nach Pyrgo zu rasen. Yamin muß gehen und Salbei pflücken. Der beste Salbei werde in Pyrgo angeboten, sagt Ibi, Yamin müsse mitkommen. Nein, Yamin bleibt hier, Salbei werde sofort benötigt, trotzdem könne Ibi auf dem Markt nach Salbei fragen. Während Yamin jammernd auf die Suche geht, wird Ibi mit weiteren Aufträgen überhäuft.
Das Getöse von Ibis Motorrad verliert sich in der Ferne. Aus der Küche kommen beruhigende Geräusche und Stimmen.
Yamin ist bei mir, mit einem Salbeizweig.
Ist das Salbei? Ich zerreibe ein Blatt: da, riech!
Er beugt sich herab und schließt die Augen.

neo fausuto\PIA schrieb am 21.4. 2003 um 17:13:18 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 9 Punkt(e)

Das Rätsel derdunklen Materiewar gelöst. Im Traum hat es sich mir eröffnet, mit überwältigender Logik: dunkle Materie besteht aus Kakao. Pulver oder Staub, fein und bitter. Wird von einem Schwarzen Loch (leeren Magen) angesogen, mit einer gleichfalls angesogenen jungen Galaxis verrührt, in einem Sternreaktor erhitzt, in helle, sichtbare Materie verwandelt, in glänzende, fühlbare, schmeckbare Masse. Mir fließt das Wasser aus dem Mund, ich erwache. Schmerzhafter Hunger.
Muß sofort an Catos Zimmer denken und dort gehortete Süßigkeiten. „Cato hortet Süßigkeitenhieß es immer.

In Catos Zimmer ist Sonnenlicht.
Ihr Fenster wurde zuletzt zugemauert. Sie hat sich heftig gewehrt. Hat erreicht, daß eine halbe Ziegelbreite ausgespart blieb.
Ihr Zimmer ist leer.
Mein Spiegelbild steigt mir schräg aus der Tiefe entgegen, in den ausgehängten, an die Wand gelehnten Fensterflügeln.
Schränke, Schubladen: leer. Auf dem Bett ein Kopfkissenbezug, mit Wäsche vollgestopft. Auf dem Boden ein Berg leerer Schachteln.
Vor dem Spalt im Fenster pendelt ein Stück Glas an einem Faden.
Dreht sich langsam, über die Wände bewegen sich Lichter.

Kein Hunger mehr, dafür ein Schwindelgefühl.
Ich lege mich auf Catos Bett.

Man wird uns vermissen, sie und mich.
Wird glauben, wir seien gemeinsam geflüchtet.
Wir sind geflüchtet, in entgegengesetzte Richtungen.

cato\PIA schrieb am 13.5. 2016 um 15:43:54 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 9 Punkt(e)

Hat Staufen nicht zeitlebens von einem Wüstenschloss geträumt. Wie ich immer von einem Tempel träume auf einer Insel mitten im stürmischen Meer. Träumt nun wo Staufen tot ist die Aktis seinen Traum weiter? Schwer Bewaffnete ja ein ganzes Bataillon von schwer Bewaffneten sollte Staufen beschützen Tag und Nacht. Zwar eher herumlungern würde alles überall in diesem Schloss. Im Parterre jedenfalls aber nicht im Obergeschoss abgesehen von vier MP-Posten auf jedem der Ecktürme. Zwar würde alles sich Tag und Nacht betrinken nur die vier Wachtposten oben auf den Türmen hätten vollkommen nüchtern zu sein weil sie sonst sofort exekutiert würden. Staufen selbst übrigens trüge die zerschlissene Uniform eines gewöhnlichen Söldners. Doch hat auch der betrunkenste Soldat Staufen sofort zu erkennen genaugenommen völlig zu ignorieren aber nur scheinbar also keinesfalls zu grüßen aber mit größter Aufmerksamkeit im Augenwinkel ständig zu beobachten so dass der kleinste Wink weitergegeben kann um als strengster Befehl sofort befolgt zu werden. Als ob er nicht vorhanden wäre genau so wollte es Staufen immer. Selbstverständlich geht alles beiseite wenn Staufen die Menge seiner Soldaten durchschreitet aber das Beiseitegehen muss geschehen wie aus irgend einem anderen zufälligen Grund. Nicht Strammstehen und Präsentieren also sondern sich Verdünnisieren. Alle höheren Dienstgrade kennen und begreifen dieses deutsche Wort Verdünnisieren und haben es ganz verinnerlicht.

neo fausuto\PIA schrieb am 8.9. 2002 um 19:54:51 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 9 Punkt(e)

Im Roten Gemach des PIA treffe ich unvermutet aufJogger“ Mefisuto.
Er betrachtet aufmerksam die Wand, kratzt an einem der vor Alter mürben Ziegelsteine. In den Wandnischen flackern Kerzen.
Neo, erinnerst du dich? Vor einem Jahr noch habe ich Kerzen verkauft...“
(Überall in Samarkand gab es sie - Kerzen, paarweise verkauft, wie das World-Trade-Center geformt. Funkensprühend und qualmend brannten sie ab. Erst Belustigung, dann, nach dem 11. September, Verwunderung und Befremden).

Fast ohne mein Zutun!“ sagte Jogger, „die Idee hatte zuerst ......!“
Dein Zutun?“ frage ich, „dein Zutun zum 11. September ?“
Jogger starrt mich etwas belustigt an. Dann erzählt er.

Die Idee hatte zuerst Tezuma Usamu - ein japanischer „Anime“. 1971 war die Idee geboren - in einem Comic flogen japanische Terroristen mit gekaperten Militärmaschinen in die Zwillingstürme. Die japanischen Animatoren sind sehr gewissenhaft - Tezuma traf 1972 seinen Landsmann, Minoru Yamasaki, den WTC - Architekten. Einige Fragen, die Statik des WTC betreffend, waren zu klären.
Sie trafen sich in New York, in Schatten der Türme, in einem alten Fischrestaurant.
Minoru verriet, daß während des Baus eine Asbest-Verordnung in Kraft trat - die Eisenträger der oberen Etagen hatten keinen schützenden Asbest-Mantel mehr. So konnte er leicht voraussagen, daß bei einem Kerosin-Großbrand in der Turmspitze die oberen Etagen kollabieren würden und durch ihr Gewicht die unteren eindrücken.

Durch Tezuma kam die Idee in die Welt - das war das Entscheidende!“

Und was war dein Beitrag?“ frage ich Jogger. Hast du Osama und Usamu zusammengeführt?“
Ich, Osama und diejenigen, die auf der 1 - Dollar - Note >COEPTI< heißen - wir dienen demselben Herrn!“
Manchmal ist Jogger geradezu theatralisch großspurig.

Einer dieser COEPTI hatte spät begriffen, daß der längst bekannte Plan garnicht verhindert werden sollte.“ („Ein DIA - Mann“ , sagte Jogger geheimnisvoll).
Er, eigentlich ein Schwächling, wollte den starken Mann spielen. Mein einziger Beitrag - wenn du es wirklich wissen willst - mein einziger Beitrag war, daß diese kleine Aufwallung sich rasch wieder legte.
Nur er hätte den Anschlag verhindern können!

Minoru gefiel Tezumas Idee übrigens außerordentlich! Denn wenige Wochen zuvor hatte man in St. Louis ein Werk von ihm, auf das er besonders stolz war, zerstört. Billige, schöne, geräumige Bauten für Ärmere! Angeblich, weil sie zu einem Slum verkommen waren!“

Währenddessen haben wir das Rote Gemach - was wollte Jogger dort eigentlich? - verlassen, sind hochgestiegen und haben den Park betreten. Wir sind an unserem Lieblingplatz angekommen - dem Springbrunnen.
Wir setzen uns auf den Brunnenrand.
Jogger ist merkwürdig nervös, er zittert fast.

War das alles? Sein Werk: einen schwachen Menschen, der eine Anwandlung von Tatkraft hat, wieder besänftigen?
Ist das geradezu eine Strategie ?

neo fausuto\PIA schrieb am 23.4. 2003 um 13:00:43 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 10 Punkt(e)

Unerwünscht war dieser kleine Junge mit einer Sonnenbrille, der mich mit harten Fäusten anstieß, lachte, Zähne spitz wie Mäusezähne, und schrill ausrief: »so dünn ist er geworden, so dünn
Auf Rollen raste er umher; ich jagte ihn. Er verlor er seine hellblonde Perücke und hatte einen weißen Schädel. Er verlor er alle Kleider und ich sah, daß geradezu natürlich in die Fußknochen je 5 Rollen eingefügt waren, kleine Rollen, wie aus Knochen gedrechselt. Ich jagte ihn, bis er schreiend gegen die Wand fuhr, verstummte, lautlos auseinanderfiel.
Die verstreuten Kleider und Knochen wurden zu Scharen von Kakerlaken, die schnell, irgendwie nicht schnell genug in Ritzen und Winkeln verschwanden. Die Perücke wurde über den Boden gezogen und verschwand Ruck um Ruck hinter einem Heizungsrohr. Die Sonnenbrille blieb liegen.
Wer Unerwünschtes verjagen kann, müsste Erwünschtes herbeirufen können.

neo fausuto/PIA schrieb am 16.3. 2001 um 13:03:09 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

Heute fühlt sich mein Chef Dr. Josef Spesinalium wie Gott. Das kommt so:
Seit über 1 Jahr läuft in einer Partition unserer alten Maschine ununterbrochen sein Programm GENESE. Dort wird eine Mini-Welt simuliert, die inzwischen aus folgenden Wesen besteht:
# Dreiarmige Seesternartige, sie sind seßhaft, sie bauen Städte und züchten
# Gemüse, das allen zur Nahrung dient, und sie züchten auch
# Blumen.
# Fünfarmige Seesternartige, sie sind Nomaden. Sie bauen Dörfer, die sie wieder abreißen. Sie verfertigen Schmuck, den sie bei den Seßhaften gegen Gemüse und Blumen eintauschen.
# Baumaterial für alle sind überall herumliegende kleine Drei- und Sechsecke.

# Es gab früher Kriege, nun seit Wochen nicht mehr.
# Vor einigen Tagen wurde der Tanz entdeckt. Bei Seßhaften und Nomaden in unterschiedlicher Form.
# Seit gestern tanzen Seßhafte und Nomaden gemeinsam.
# Heute Nacht bauten sie gemeinsam ein großes Haus in der Form eines Vierarmigen Seesterns.
Sie tapezierten es innen mit dem schönsten Schmuck, füllten es mit dem schönsten Gemüse, umgaben es außen mit den schönsten Blumen.
# Seßhafte und Nomaden stehen davor und scheinen zu warten.

Spesinalium meint, sie hätten entdeckt, daß es einen Schöpfer geben muß, und sagt:
»Die meinen mich, die beten mich an

neo fausuto\PIA schrieb am 28.3. 2003 um 17:56:04 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 28 Punkt(e)

In der Kosmas und Damian - Kirche hatte mich Ibi gefunden. Von Laura geschickt. Irgendwann begriff Ibi meine beruhigenden Gesten und schwieg. Die Botschaft: am Sonntag fliegen sie - Laura, Ibi, Cato - und ich kümmere mich um nichts und verstecke mich sogar. Laura muß zu ihrem persischen Schneider, zu ihrem Friseur, Cato hat noch keinen Koffer, Ibi noch keine Schuhe.
Was geht mich Lauras Schneider an!
Eine Nummer derBaltimore Sun“ , zufällig mitgebracht. Mit einem Modeprospekt („Closet Organisation“). Muß ich deswegen mit zu ihrem Schneider?
Ich lag in der dunklen Kapelle auf einer Bank. Ibi hat versucht, mich aufzurichten. Die leere Wodkaflasche stieß er dabei um, hielt sie hoch ins schwache Kerzenlicht: ABSOLUT. Gemeinsam mit Lee hatte ich sie geleert. Amerikanischer Deserteur aus Afghanistan. In der Flasche wohne ein Geist, „Spiritual Baby“, so behauptete er. Lee nannte er sich, zu mir sagte erSir“. Mein Institut kannte er, lange habe er dort gewohnt.
Ibi kauerte neben mir am Boden und schwieg lange. Wie fein war sein Duft, wie ein Penner mag ich gestunken haben.
Trösten hätte ich ihn können, seinen Abschiedsschmerz teilen und seine Freude auf Amerika. Was tat ich? Faselte vom Spiritual Baby, genauso sei es mir erschienen, wie es Lee beschrieben habe. Strampelanzug, leuchtend blauer Kopf, Haare wie Flammen; einen leuchtenden Federschmuck habe das Baby getragen und selbst an einer Flasche ABSOLUT genuckelt „Ya see it? Ya see it? - hatte Lee kichernd gerufen; jetzt lag er auf dem Boden, betrunkener als ich, und atmete schwer.
Und was ist damit?“ Ibi hatte mich betastet, auf meiner Brust lag noch der stumme und schwere Hörer. Er hob ihn hoch und, Ibi kennt das im Dunkel versteckte steinerne Wandtelefon, brachte ihn zurück.
Was Liebe sei, wollte Ibi früher einmal wissen. Stimmen aus dem steinernen Hörer hatten geantwortet.
Auch ich hatte meine Auskunft bekommen.
Gebete würden erfüllt. Aber kein zweites Mal dürfe dasselbe erbeten werden! Ebensowenig werde dieselbe Frage ein zweites Mal beantwortet. Gern dürfe ich mir vorstellen, der ganze Kosmos sei ein Blütenmeer. Aber mein Herz sei vertrocknet! Gern glauben dürfe ich, daß die Leere des Weltalls nichts als eine Illusion sei. Keine Illusion sei das leere Weltall in meiner Seele!
Verstecken könne ich mich, in der innersten Kammer, so sprach eine andere Stimme, im äußersten Raum - überall würde ich gefunden werden. Dennoch könne ich das Telefon, der Hörer würde genügen, mitnehmen. Nur für uns vom PIA sei es installiert worden.

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