Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 601, davon 554 (92,18%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 360 positiv bewertete (59,90%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 17.2. 2001 um 12:24:36 Uhr schrieb
Dr. Josef Spesinalium über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Der neuste Text am 29.7. 2026 um 03:02:33 Uhr schrieb
abschrull-scharbban-krotzvonspuk über Ptolemy-Institute-of-Astrology
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 12)

am 31.10. 2024 um 07:51:05 Uhr schrieb
Christine über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 19.12. 2012 um 20:10:27 Uhr schrieb
Rita über Ptolemy-Institute-of-Astrology

am 26.10. 2013 um 19:16:32 Uhr schrieb
sx über Ptolemy-Institute-of-Astrology

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Ptolemy-Institute-of-Astrology«

cato\PIA schrieb am 20.5. 2003 um 19:26:50 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 18 Punkt(e)

Weil er fast verhungert war bin ich zum nächsten Markt mit dem letzten Geld kaufte ich soviel in meinen Rucksack ging und als ich die Leiter wieder hochgeklettert war fand ich sie beide auf dem Dach die Tränen kamen mir Lachen hätte es sein können Wut war es.
Auf dem Dach seines Instituts ist mein Herr bei Kräften erholt ist mein Herr das Fliegen übt mein Herr mit Mefisuto auch Jogger genannt seinem Meister.
Sie sehen mich nicht sie reden sie rufen nach Deutschland in die Heimat meines Herrn soll es gehen. Nach Berlin soll es gehen dort hat der Meister einen Bahnhof gebaut nur für ihn den Bahnhof der verlorenen Kinder nur für ihn. Komm Fausuto flieg mit mir Wasserwerke zeig ich dir unter dem Bahnhof schön versteckt und heute ist die Modenschau die silbernen Brunnen wie werden sie fließen die goldenen Brunnen!
Mit Lumpen sind sie bekleidet ja Lumpen mit Ledergurten befestigt kleine Kugeln hängen daran und auf dem Kopf Helme ich kenne diese Helme Irre tragen sie damit sie den Schädel nicht sich einschlagen Narrenglöckchen sind also die Kugeln Narren sind sie Narren die wirklich fliegen ja diese Narren fliegen Worte höre ich noch Worte an mich gerichtet zünde mir eine Kerze an. Mein Herr rief es mir Cato zu. Nach Westen in den Abend flogen sie davon und verschwanden wie Rauch einen Geruch von Teer trieb der Wind zurück.

neo fausuto\PIA schrieb am 26.4. 2003 um 15:40:49 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 22 Punkt(e)

Erwünscht war weniger die Regie, eher die Ausstattung dieser Szene in einem der Gärten des Kanal - Inspektors.
Meine Tastatur fühlte sich anders an und klang anders - das fiel zuerst auf. Als ob kleine Kapseln, mit Samen oder Sporen prall gefüllt, bei jedem Tastendruck platzten.
Die Buchstaben wandern groß und golden über einen schwarzen Hintergrund; der Bildschirm ist flach und hoch und oben gerundet. In der Mitte der Rundung dreht sich eine Löwenzahnblüte und Blütenstaub fällt immerzu herab.
Löwenzahn blüht überall, sogar am Rand der Beton-Kuppeln auf den Dächern rings umher.
Ich sehe in der Ferne Ibi und Yamin einen Eimer mit Wasser tragen, sie gehen langsam über das betonierte Flußbett das Salsabil-Kanals und kommen näher. Die Häuser des Kanal - Inspektors, obwohl im Flußbett errichtet, haben kein fließendes Wasser - es muß in der Mitte des Kanals aus einem Rinnsal geschöpft werden.
Sie bringen das Wasser in die Küche, wo Laura und Cato einen großen Fisch zubereiten und wo Cato soeben protestiert, weil Laura den besten Weißwein über den Fisch gießt. Dann fehlen Zitronen und daran ist Cato schuld, das ist aber nichts, verglichem mit der Schuld von Ibi und Yamin. Die behaupten, nichts sei schwieriger, als Wasser aus dem Salsabil zu schöpfen. Mutwillig ziehe sich das Wasser vor dem Eimer zurück, um gleich darauf, zum Erschrecken der beiden, doch noch in den Eimer hinein und nach Lust und Laune bald spritzend wieder hinauszupringen und es sei ein Wunder, daß der Eimer wenigstens halb noch gefüllt sei. Ibi wird losgeschickt und tut nichts lieber, als Zitronen zu besorgen und mit dem Motorrad nach Pyrgo zu rasen. Yamin muß gehen und Salbei pflücken. Der beste Salbei werde in Pyrgo angeboten, sagt Ibi, Yamin müsse mitkommen. Nein, Yamin bleibt hier, Salbei werde sofort benötigt, trotzdem könne Ibi auf dem Markt nach Salbei fragen. Während Yamin jammernd auf die Suche geht, wird Ibi mit weiteren Aufträgen überhäuft.
Das Getöse von Ibis Motorrad verliert sich in der Ferne. Aus der Küche kommen beruhigende Geräusche und Stimmen.
Yamin ist bei mir, mit einem Salbeizweig.
Ist das Salbei? Ich zerreibe ein Blatt: da, riech!
Er beugt sich herab und schließt die Augen.

Informator schrieb am 9.11. 2003 um 23:00:47 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

PTOLEMY-INSTITUTE-OF-ASTROLOGY

The Republic of Uzbekistan, established in 1924 as a constituent republic of the former Soviet Union, declared independence as an Islamic nation in 1991. As the nation moves ahead into the 1st century, it struggles to find ways to modernize its industrial and economic systems in order to join the global community. At the same time, it is essential for the new nation to recover from 75 years of repression during the Communist era and strengthen its particular religious, cultural, and intellectual values.

To this end, the government of Uzbekistan has set up a national trust to finance the construction of the PIA, a center for advanced astrological research. The ancient city of Samarkand has been chosen as the site for this facility, which will be the most advanced research institute of its type in the world. A number of Communist-era buildings will be demolished so that the scale and complex spatial hierarchy of the historic quarter can be extended into the modern city. The PIA will comprise lecture halls and classrooms, laboratories, an auditorium, libraries and housing for students and faculty, and it will be equipped with VLT optical and infrared telescopes.

neo fausuto\PIA schrieb am 26.3. 2002 um 15:10:38 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 38 Punkt(e)

Heute hat sich wieder mein Tod gezeigt. Ein alter Freund von mir; sehr treu, sehr diskret, hält sich in respektvoller Distanz.

Ich trage um meinen Hals eine dünne Silberkette. An der ist eine spinnwebfeine Leine befestigt: ich bin der Hund meines Todes.
Die Leine schlängelt sich lose nach rechts, nach hinten; dort verschwindet sie aus meinem Gesichtsfeld.
An dieser Leine ziehe ich oft spielerisch - meinen Tod kann ich aber nicht heranziehen. Ich ziehe und ziehe, bis ein ganzes Knäuel am Boden liegt.
Dann geschieht etwas Merkwürdiges: das Knäuel entwirrt sich wieder - mein Tod zieht die Leine wieder an sich.
Dann ist sie wie immer: nicht zu straff, nicht zu lose.
Gelegentlich gerät mein Tod (rechts hinter mir) in mein Gesichtsfeld. Für gewöhnlich liest er in einem Buch. Heute steckte er einen Knochenfinger zwischen die Seiten und schaute auf, sah mich an.
Vom Buch hat er schon über die Hälfte gelesen.

neo fausuto\PIA schrieb am 12.5. 2003 um 22:56:42 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 23 Punkt(e)

Kaum ein unbelebter Planet bietet Schöneres.
Der zart türkisfarbene Himmel, die riesige, rötliche Sonne, das dunkle Meer. Glänzende Wogen, Wasserberge, sich sanft bewegende Wassergebirge in jeglichem Grün, in jeglichem Hell und Dunkel. Bis in den Himmel hinein. Die steilsten Berge sind wie Säulen. Langsam wandernde, sich biegende Säulen, langsam wieder zerfallende.
Dann scheinen die Säulen den Himmel zu tragen. Gegen Mittag scheint alles stillzustehen.
Würden dann nicht leuchtende Gebilde landwärts treiben, still überallhin schwebende Wasserblasen - es wäre ein atemberaubender Stillstand der Zeit.

Wir lasen gemeinsam in einem Buch, und Yamins Zeigefinger blieb immer wieder stehen. Bei merkwürdigen Zeichen. Bei Worten wie QHWAI - XKHWE.
Weiß ich keine Antwort, wenn er mich fragend anschaut, dann wird dort, wo der Zeigefinger stehengeblieben ist, eine Illustration in die Seite eingefügt, und sticht der Zeigefinger, mitten im Bild, noch ein wenig zu - mit einem lustvollen Seufzer sind wir mitten drin.
Dann stehen wir auf einer Pagode, in einem verwahrlosten Park, es ist Herbst. Ich friere, wir sind wir wieder draußen und lesen weiter.
Dieses Mal mein Frieren, ein anderes Mal Yamins Gähnen.

Überall Fußnoten, jede wird gelesen. Auch bei QHWAI-XKHWE ein Verweis, zum Verweis aber keine Fußnote. Auf dieser Seite sind überhaupt keine Fußnoten.
Noch am Ende der Reise, als wir auf einem der Doppelplaneten QHWAI-XKHWE einen Landeplatz suchen, denke ich an die unten auf der Seite fehlenden Fußnoten.
Wie leicht, wie vollkommen automatisch verlief die Raumfahrt!
Umso mühsamer das Rangieren auf dem Landeplatz. Dieser Planet, der größere von beiden, ist ein im ganzen Kosmos beliebtes Ausflugsziel.
Überwältigt war Yamin von den geparkten Raumschiffen. Keines so groß und glänzend wie unseres - im nostalgischen Design des ausgehenden 22. Jahrhunderts, mit Chromleisten und dekorativen Heckflossen. Die andern gelblich überstäubt, manche fast von Sand zugeweht. Einige wie Flaschenkürbisse geformt, einige wie gebuckelte Schildkrötenpanzer.
Und jetzt, Yamin, schau hoch zum Himmel!
Ein Mond bedeckt den halben Himmel. Eine leuchtende Mondsichel. Von einem schwachen Widerschein erhellt, ist die ganze Scheibe des Mondes, des Bruderplaneten sichtbar.
Eine rötliche, nicht besonders helle Sonne, noch größer als der Mond, schiebt sich in einer steilen Bahn hinter dem Mond dem Horizont entgegen. Die Mondsichel, heller als die Sonne, wird zusehends größer, wird blendend hell.

Wir sind auf einer Hochebene gelandet.
Wir hören Brandung, wir sehen Brandung in der Ferne zum Himmel steigen, ganze Berge aus Brandung.
Der Wind weht Sandschlieren zum Meer.
Dieser Planet besteht aus Fels, Stein, Sand und Meer.
Der ungeheure Mond oder Bruderplanet macht uns ganz schwach. Oder ist es das Tönen der zum Himmel steigenden Brandung?

Es gibt einen Weg zum Meer, nach wenigen Schritten müssen wir uns hinsetzen. Wir legen wir uns hin und schauen empor. Wir fühlen uns von diesem Mond angesogen. Hier haben wir ohnehin nur das halbe Gewicht.
Wäre doch unsere Erde mit diesem Planeten befreundet. Hier lebten einmal Menschen, Menschen fast wie wir, klein und zierlich. Ausgewandert zu uns sind sie, bescheiden in einer menschenleeren Wüste angesiedelt haben sie sich, versklavt und vernichtet haben wir sie.
Die Sonne ist verschwunden, wir sehen langsam den Schatten unseres Planeten über den hellen Bruderplaneten ziehen.
Sandwolken treibt der Wind über uns hinweg zum Meer.
Der Weg führt zu einer von steilen Wänden umschlossenen Bucht.
Unter uns das ohne Rhythmus bewegte dunkle Meer.
Yamin ist schon gesprungen.
Es gibt eine in den Fels gehauene Treppe, aber die Stufen sind für uns viel zu klein.
Wir springen von einem Vorsprung hinab zum nächsten.
Hier sind die dunklen Logen eines Naturtheaters.
In manchen dieser Logen oder Grotten hocken oder liegen Zuschauer. Skelette.
Zu zweit oder allein. Kleiner und feiner gebildet als wir sind alle, aber nicht fremdartig.
Bei den Skeletten liegen Kleider, manche fest und dicht gewoben und fast indianisch gemustert. Andere wie aus Keramik - zarte Panzer aus Keramik.
Wir finden eine bequeme Loge, die mit feinem Sand gefüllt ist.
Die Nacht ist bald vorüber, beängstigend schnell steigt das Riesenrad der Sonne aus dem Wasser.
Das Getöse des Meers hatte in der Nacht kaum nachgelassen, nun schwillt es ungeheuer an. Jetzt weht der Wind vom Meer zum Land, treibt helle Nebelschwaden auf uns zu und kurze warme Schauer von salzigem Wasser. Wir verstauen unsere Spinnweb-Overalls hinten in unserer Höhle.
Wasserberge steigen zum Himmel und zerfallen. Leuchtende Gischtwolken. Regenbogen. Wasserhosen bilden sich, wandern und zerfallen.
Das Getöse wird nach und nach zu einer Musik. Wir hören eigentlich nur Musik. Immer leisere, immer langsamere Musik.
Die Wasserberge steigen langsamer zum Himmel, steiler und höher als je zuvor.
Die mittägliche Sonnenfinsternis beginnt.
Der Wind treibt kleine Blasen wie Perlen in die Bucht. Sie kommen näher, die Blasen sind nicht klein, sie schweben heran und glänzen, während der Himmel dunkler wird, immer heller.
Sie besuchen auch unsere Loge. Yamin will sie zum Platzen bringen, ich halte seine Hände fest. Er windet sich lachend in meinen Armen. Sein Lachen klingt in der Grotte merkwürdig dunkel. Jetzt zerdrückt er eine heranschwebende Wasserblase mit seinen Schenkeln.

Wir lesen gemeinsam in einem Buch.
Yamin zeigt jetzt auf eine Initiale, so kunstvoll, daß nicht zu erraten ist, welcher Buchstabe dargestellt ist. Ich erkenne Ölbäume, unter den Ölbäumen Schlafende. Dorthin will ich nicht.
Yamin ist schläfrig geworden.
Sein Finger zeigt immer noch auf diese Initiale.

Ich erwache, den Kopf auf meinem Schreibtisch.
Vor meinen Augen eine Konservendose. Oliven, mit einem Leuchtturm auf dem Etikett.
Ich bin sicher, es war jemand bei mir und ist soeben verschwunden.

neo fausuto/PIA schrieb am 13.4. 2001 um 10:58:31 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 17 Punkt(e)

In unserem Evolutions-Programm GENESE hatten sich „Nomaden“ und „Seßhafte“ soweit entwickelt, daß sie eines Tages einen Tempel bauten und davor wie zu einer Andacht sich versammelten. Mein Chef und Entwickler von GENESE, Josef Spesinalium, war zurecht stolz über diesen Moment und fühlte sich geradezu angebetet. Die Seßhaften sind Blumenzüchter, die Nomaden Kunsthandwerker. Der Tempel war mit Schmuck gefüllt, von Blumen umgeben. Hätte Spesinalium eingreifen, ein Zeichen seiner Präsenz setzen sollen? Dieser Tempelbau war das Ende einer friedlichen Phase. Wenige Tage später hatten sich Seßhafte und Nomaden bis auf kleine Reste dezimiert. Ein primitiver Status wie schon einmal vor einem knappen Jahr. Sogar Schmuck und Blumen sind zu primitiveren Formen zurückgekehrt. Spesinalium denkt darüber nach, in irgendeiner Form selbst in die Miniwelt seines GENESE-Programms einzutauchen, selbst ein Nomade unter Nomaden zu werden (die Nomaden sind sein bevorzugtes Volk).

cato\PIA schrieb am 13.5. 2016 um 15:43:54 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 11 Punkt(e)

Hat Staufen nicht zeitlebens von einem Wüstenschloss geträumt. Wie ich immer von einem Tempel träume auf einer Insel mitten im stürmischen Meer. Träumt nun wo Staufen tot ist die Aktis seinen Traum weiter? Schwer Bewaffnete ja ein ganzes Bataillon von schwer Bewaffneten sollte Staufen beschützen Tag und Nacht. Zwar eher herumlungern würde alles überall in diesem Schloss. Im Parterre jedenfalls aber nicht im Obergeschoss abgesehen von vier MP-Posten auf jedem der Ecktürme. Zwar würde alles sich Tag und Nacht betrinken nur die vier Wachtposten oben auf den Türmen hätten vollkommen nüchtern zu sein weil sie sonst sofort exekutiert würden. Staufen selbst übrigens trüge die zerschlissene Uniform eines gewöhnlichen Söldners. Doch hat auch der betrunkenste Soldat Staufen sofort zu erkennen genaugenommen völlig zu ignorieren aber nur scheinbar also keinesfalls zu grüßen aber mit größter Aufmerksamkeit im Augenwinkel ständig zu beobachten so dass der kleinste Wink weitergegeben kann um als strengster Befehl sofort befolgt zu werden. Als ob er nicht vorhanden wäre genau so wollte es Staufen immer. Selbstverständlich geht alles beiseite wenn Staufen die Menge seiner Soldaten durchschreitet aber das Beiseitegehen muss geschehen wie aus irgend einem anderen zufälligen Grund. Nicht Strammstehen und Präsentieren also sondern sich Verdünnisieren. Alle höheren Dienstgrade kennen und begreifen dieses deutsche Wort Verdünnisieren und haben es ganz verinnerlicht.

neo fausuto\PIA schrieb am 28.3. 2003 um 17:56:04 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 29 Punkt(e)

In der Kosmas und Damian - Kirche hatte mich Ibi gefunden. Von Laura geschickt. Irgendwann begriff Ibi meine beruhigenden Gesten und schwieg. Die Botschaft: am Sonntag fliegen sie - Laura, Ibi, Cato - und ich kümmere mich um nichts und verstecke mich sogar. Laura muß zu ihrem persischen Schneider, zu ihrem Friseur, Cato hat noch keinen Koffer, Ibi noch keine Schuhe.
Was geht mich Lauras Schneider an!
Eine Nummer der „Baltimore Sun“ , zufällig mitgebracht. Mit einem Modeprospekt („Closet Organisation“). Muß ich deswegen mit zu ihrem Schneider?
Ich lag in der dunklen Kapelle auf einer Bank. Ibi hat versucht, mich aufzurichten. Die leere Wodkaflasche stieß er dabei um, hielt sie hoch ins schwache Kerzenlicht: ABSOLUT. Gemeinsam mit Lee hatte ich sie geleert. Amerikanischer Deserteur aus Afghanistan. In der Flasche wohne ein Geist, „Spiritual Baby“, so behauptete er. Lee nannte er sich, zu mir sagte er „Sir“. Mein Institut kannte er, lange habe er dort gewohnt.
Ibi kauerte neben mir am Boden und schwieg lange. Wie fein war sein Duft, wie ein Penner mag ich gestunken haben.
Trösten hätte ich ihn können, seinen Abschiedsschmerz teilen und seine Freude auf Amerika. Was tat ich? Faselte vom Spiritual Baby, genauso sei es mir erschienen, wie es Lee beschrieben habe. Strampelanzug, leuchtend blauer Kopf, Haare wie Flammen; einen leuchtenden Federschmuck habe das Baby getragen und selbst an einer Flasche ABSOLUT genuckelt „Ya see it? Ya see it? - hatte Lee kichernd gerufen; jetzt lag er auf dem Boden, betrunkener als ich, und atmete schwer.
„Und was ist damit?“ Ibi hatte mich betastet, auf meiner Brust lag noch der stumme und schwere Hörer. Er hob ihn hoch und, Ibi kennt das im Dunkel versteckte steinerne Wandtelefon, brachte ihn zurück.
Was Liebe sei, wollte Ibi früher einmal wissen. Stimmen aus dem steinernen Hörer hatten geantwortet.
Auch ich hatte meine Auskunft bekommen.
Gebete würden erfüllt. Aber kein zweites Mal dürfe dasselbe erbeten werden! Ebensowenig werde dieselbe Frage ein zweites Mal beantwortet. Gern dürfe ich mir vorstellen, der ganze Kosmos sei ein Blütenmeer. Aber mein Herz sei vertrocknet! Gern glauben dürfe ich, daß die Leere des Weltalls nichts als eine Illusion sei. Keine Illusion sei das leere Weltall in meiner Seele!
Verstecken könne ich mich, in der innersten Kammer, so sprach eine andere Stimme, im äußersten Raum - überall würde ich gefunden werden. Dennoch könne ich das Telefon, der Hörer würde genügen, mitnehmen. Nur für uns vom PIA sei es installiert worden.

neo fausuto\PIA schrieb am 8.2. 2002 um 23:09:03 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 11 Punkt(e)

World-Trade-Center - auf alter Ikone abgebildet?
Die St.Kosmas-und-Damian-Kirche in Samarkand kann zur Zeit nur durch den südlichen Nebeneingang (Seite „Neuer Pferdemarkt“) betreten werden. Dort ist ein Vorraum: rechts die Treppe hinunter zur Krypta, links der Durchgang zu einer Nebenkapelle: darin - immer brennen davor Kerzen - die alte Ikone mit den Heiligen Kosmas und Damian. Sie stehen so dicht beisammen, daß die Heiligenscheine fast zu einem verschmelzen. In der Händen halten beide das Modell einer Kirche - mit zwei besonders hohen Türmen - geformt wie das World-Trade-Center. Mit denselben parallelen Linien, die unten und ganz oben gotisch sich verbinden. Oben aber statt der Antennen goldene, weithin strahlende Sterne. Und - zwischen den Türmen, eine kleine Brücke; „Seufzerbrücke“ , sagt der Pope der Kirche, Ardaljon.
Am 11.9.2001 hätten schon am frühen Nachmittag Gläubige Eintritt in die um diese Zeit gewöhnlich geschlossene Kirche sich verschafft und vor dieser Ikone gebetet, um den Schrecken noch abzuwenden (behauptet Ardaljon).

cato\PIA schrieb am 28.1. 2006 um 03:27:57 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 34 Punkt(e)

So mager so blaß so unwissend so allesahnend muß ich auch gewesen sein wie dieses Kind im Bus heute so ernst so beladen mit dem Geigenkasten so sicher den Weg zu finden zwar heute noch nicht und morgen noch nicht. Hätte meine Flucht genau da begonnen wäre ich bis Endstation gefahren und losgerannt nie wieder Musikstunden wäre einfach ich durch den Tunnel unter den Gleisen hindurch gerannt ins freie Feld hinaus den Zaun entlang wo Plastiktüten flattern unter kreisenden und schreienden Möven weitergerannt im Lauf die Riemen gelöst Geige zum Müll geworfen den Hang geradeswegs hoch dem Wind entgegengeflogen entgegen kämen mir jetzt Wolkenfetzen und Laub und Äste sogar vom Himmel gejagte hilflose Vögel sogar Steine rollten herab als ob da oben eine Burg in Trümmer fiele ja Fenster Tor und Türen kämen herab vom Himmel geflogen.

neo fausuto/PIA schrieb am 12.4. 2001 um 23:14:51 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 14 Punkt(e)

In den Notizen von Negro, unserem verstorbenen PIA-Piloten, fand ich diesen Traum. Negro hatte 3 Mal den Merkur besucht und dort jedesmal diesen Traum - eher Alptraum geträumt.
Negros Sonnenkampf und Todespreis.
Und wieder hatte ich im Traum die Weltraum- mit einer Ritterrüstung vertauscht. In der Nacht eines Felsenschattens liege ich und erwache vom Ruf des Sonnen-Ritters. Im Nu gerüstet auf meinem Pferd und ihm entgegen. Auf dem Schild meines Gegners und auf dem Brustpanzer das goldenen Sonnen-Zeichen. Wir umkreisen uns, bald habe ich die niedrige blendende Sonne, bald die Nacht vor Augen. In diesem Wechsel erscheinen antike Trümmer rings umher: stehende und gestürzte Säulen, Torbögen, Mauern, ferne Zuschauer. Wir umkreisen uns, die Lanzen berühren sich. Ich träume dies nicht zum ersten Mal, deshalb bin ich siegessicher. Wir umkreisen meinen nachtspendenden Felsen. Und jetzt schon ekelt mich, was gleich folgen wird: nach einer panischen Wendung stößt meine Lanze mitten ins Sonnen-Zeichen, eine pulsierende Fontäne aus Blut wird die Szene verschleiern. Die Sonne über dem Horizont wird langsam erlöschen, zugleich immer größer werden. Wir umkreisen uns noch immer, bis ich vor Erschöpfung vom Pferd gleite. Da liegt auch er, der gar nicht mein Feind ist, am blutnassen Boden.
Ich aber erhebe mich und fühle vor dem, was nun kommt, das noch größere Entsetzen: vollkommene Nacht, alle Sterne vom Himmel verschwunden. Aus alten Zeiten der Tod: das Skelett steht groß und ruhig vor mir. Knochen, Schädel mit feinsten Lichtern übersät. In leeren Augenhöhlen alle Trauer des Weltalls. Ich lege meinen Helm ab. Der Tod überreicht mir den Siegespreis: einen silbernen Lorbeerkranz - und ist verschwunden. Mich erstaunt der Glanz, die feine Arbeit der Lorbeerblätter, ich erwache, meine Finger tasten noch immer an erträumten feinen Silberblättern.

cato\PIA schrieb am 13.5. 2007 um 20:45:39 Uhr zu

Ptolemy-Institute-of-Astrology

Bewertung: 29 Punkt(e)

Staufens Schreibtisch das ist ein Werk von Robotern zu Tischlern umgeschulten Robotern. Tage könnte ich an Staufens Schreibtisch vertrödeln wenn Fächer Läden Luken sich öffnen und Duft von Rosenöl und Kampfer aus plötzlich klaffenden Lamellen weht wenn Klappen fallen Schreibflächen ausfahren eine Drehbühne sich dreht und Figuren tanzen auch der silberne Tod schüttelt sich zu einer Musik aus Spieluhren hinter kleinen stoffbespannten Fassaden die alte Radios imitieren.
Was ich suche sind die Münzen aus der kleinen Aktis. Münzen haben wir geborgen aus der kleinen Aktis mit dem kleinen Laderaum für nichts als Meßgeräte ach und die große Aktis wer weiß ob in die große Aktis wir je einziehen werden. Ein schönes Modell haben die Roboter uns gebaut. Originalgroß und anheimelnd wie eine Almhütte. Nämlich aus Holz und nicht Titan-Lanthan wie die Münzen die ich suche.

Was ich finde sind japanische Fächer und schwere Peseten und fast gewichtslose Markstücke und andere Münzen sogar Smaragde grob geschnitten aber riesig und siehe da eine Digitaluhr an der ein Pünktchen noch blinkt und dann Yteke-Briefmarken und dann Pistolen Magazine Munition Munition paßt in kein Magazin kein Magazin paßt in eine Pistole und dann Batterien und Datenspeicher aus verschollenen Geräten und dann auch verjährte Flugtickets nach Kiev und Moskau.
Was ich an mich nehme sind vergilbte Papierrollen mit Aufzeichnungen von EEGs und ECGs. Die frühesten Präkognitionsexperimente. Mein Gehirn gehört nur mir mein Herz gehört nur mir Cato.

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