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pixlfuxa schrieb am 24.8. 2001 um 10:15:07 Uhr über

Rezept

Rezept für eine unterhaltsame Stunde

Für eine wundervolle Viertelstunde
braucht man bereits etwa 17 Minuten.
Wieviel mehr mag also für eine ganze
Stunde nötig sein ?

Im Sommer genügt manchen ein kühles Bier,
im Winter ein heißer Grog, aber das ist
noch lange keine Garantie.

Ein wenig gesammelter Schlafsand kann
nicht schaden. Wenn man ihn mit etwas
Hoffnungströpfchen anrührt, wird er recht
geschmeidig und kann dazu dienen, das
ganze gängig zu machen.

Des weiteren sollte man auf eine halbe
Tasse Albtraum keinesfalls verzichten,
damit keine Langeweile aufkommt und auch
der Innere Schweinehund auf seine Kosten
kommt.

A propos Kosten: so eine unterhaltsame
Stunde kommt leicht auf über dreihundert
Mark, das sind, warte mal, weit über
hundertvierzig Teuro !

Aber weiter bei der Zubereitung. Es geht
nicht ohne Freunde. Na ja, wie gesagt:
notfalls gemietet! Also man besorge sich
unbedingt 3 bis 1 Freund(e), je nach
Beschaffenheit.

Eine Pudelmütze. Eine Pudelmütze ist eine
wichtige Zugabe.

Im Sommer.

Im Winter ist knappe Badekleidung besser.

Es darf ja unterhaltsam sein!

Jedenfalls sollte man die besagten Freunde
gut durcheinanderwürfeln - so kommt schon
mal Stimmung auf.

Weniger unterhaltsam als allgemein angenommen
verlaufen oft die sogenannten Sexparties.
Bei einer einzigen Stunde angesetzter Zeit
kann ich davon wirklich nur abraten!

Sehr viel schöner ist das gemeinsame
Blätter-Zerstoßen. Man sammelt dazu reichlich
Herbstlaub zusammen und zerstößt es gemeinsam
zu einer matschigen Pampe. Das ist garnicht
so leicht, und gerade deswegen so unterhaltsam.

Generell besteht das Geheimnis einer gelungenen
Party weder in den Lungen (oder Bronchien),
noch im Gelingen derselben (oder eben der Fete),
sondern im Hinräumen (nein, nicht Wegräumen!)
von ausreichend Hindernissen.

Sonst wär's ja langweilig.

Wenn man also doch eine Sexparty machen will
(ich kenne doch meine Pappenheimer!), muß
man's den Leuten schwerer machen als im
wirklichen Leben.

Also: z.B. Murmel-Zielrollen auf 4 Meter
Distanz, mit verschiedenen Schikanen.
Wer ins Loch trifft, kommt eine Runde
weiter. etc. pp.

Man kann aber auch andere Leute ärgern.
Als Kinder haben wir immer Geldbörsen
(gell, das französische Wort dafür hat
eine ätzende Rechtschreibung...) an Fäden
geknüpft und aus einem Versteck heraus
weggezogen, sobald einer zugriff.

Kennt ihr sicher alle.

Ein Kollege von mir hat stattdessen neueste
Technologie eingesetzt: den allseits beliebten
Laserpointer.

Er wohnte damals gegenüber einer öffentlichen
Telephonzelle. Zum Wochenende erschienen spät
des Abends immer ganze Familien aus fernen
Ländern, um, E.T. läßt grüßen, nach Hause
zu telephonieren.

So weit, so gut.

Wenn sich alle Neune endlich in die Kabine
gezwängt hatten, richtete besagter Kollege
den Laserpointer aus sicherer Entfernung auf
den Sensor der Zellenbeleuchtung. Dieser
'dachte' daraufhin, es sei Tag, und schaltete
das Licht in der Zelle aus.

Großes Gemurmel und Gefluche (in fremden Zungen)
im Häuschen.

Und immer wieder eine unterhaltsame Stunde
für meinen Kollegen.

Oder wie wär's, einfach mal wieder einen
Pozilisten anzuzünden? Die stehen eh nur dumm
'rum und versuchen, uns den Spaß zu verderben...

Sehr unterhaltsam ist auch das Überfluten von
Einkaufszentren (am kleinen Supermarkt um die
Ecke üben!) Anfluß verstopfen, Hydranten
aufdrehen, usw.

Straftaten raten - auch sehr unterhaltsam.
'Wie heißt das, wenn man ...'
Und immer gleich ausprobieren!

Das war eine unterhaltsame Stunde (auf Kosten
meines Chefs!)

Hoffentlich hattet ihr auch Spaß!

Euer Impostor





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