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biggi schrieb am 21.10. 2006 um 06:20:21 Uhr über

Telefonstreich

das war noch in der zeit, in der ich endlose gespräche mit telegates geführt hatte und die anrufe nicht mitgeschnitten wurden. ich wollte zu multimedica und brauchte fahrkarten. als ich mir die telefonnummer für den telefonschalter der bundesbahn geben lassen wollte, rutschte ich in ein gespräch zwischen zwei leichengießerinnen. egal wie sehr ich hustete und lamentierte, die hörten mich nicht. es wurde sehr intim. die nannten sich sogar beim vornamen. bin dann zur alianz, um vor der zugfahrt eine risikolebensversicherung abzuschließen, der fingerzeig war ja eindeutig. irgendjemand hatte großes mit mir vor. frank elsner war es nicht. aber der aufwand war ähnlich. bei der alianz-warteschleife lief dann als aufreißer Ach,AnnelieseKomm,LassUnsInsKinoGehn.AchAnnelieseKomm,DenDuftenKrimiSen.SoEinLadykillerIstEinSuperknüller. Mozart instrumental. Was danach kam, war klar: Risikolebensversicherung kurz vor der zugabfahrt geht nicht, das auto zu versichern, schon. hab dann schiss gekriegt, dass irgendjemand den ganzen zug verunglücken lassen will. letztendlich hatten die dann doch nur die klos im ganzen zug weggelassen und ihn über riesa umgeleitet. ein zug von dresden nach berlin über riesa. nicht den zug an sich. nur meine verbindung. ich musste also in riesa umsteigen. froh drüber, dass ich endlich pinkeln konnte, ich über den bahnsteig. das einzige klo dort mit klospülung mit beegungssensor. sobald ich einen halben schritt auf das klo zu bin, ging die spülung an. es war bertelsmann pur. dass das vorstellungsgespräch nicht sehr entspannt werden würde, war mir daraufhin schon klar. ich bin dann unverrichteterdinge wieder eingestiegen und hab mich auf die angelegenheit in bahnhof zoo gefreut. bei mc clean. dort kam mir eine in herzberge montur entgegen. es war tatsächlich ein krimi. die rasselte mit ihren schlüsseln wie in besten geschlossenen zeiten. offensichtlich hat sie karriere gemacht. von der nachtschwester zum night girl. jesus lebt. für zwei euro war ich dann eine der ihren. frisch geduscht und mit entschlackten haaren hab ich dann nach einem taxi ausschau gehalten, da die zeit etwas vorangeschritten war. meins war natürlich ohne klimaanlage. es war zum schreien. dort angekommen, hatten die kein foto von mir. nur eine geschwärzte kopie. damit konnte ich nicht mal mehr nachweisen, wie ich aussah, wenn es mir halbwegs gut ging und nur darauf hinweisen konnte, dass ich auf arbeit so öfters aussehe. es sei ein ganz normaler tag gewesen. das genügte, um fie herren in edelvlies auf die nette gesellschaft hinzuweisen, die mit mir kommen würde. ich war gott. es war ganz deutlich. allerdings einer in schwierigkeiten. ich tat mir leid. als ich dann als referenz ausgerechnet scharf, meinen anatomen zitiert hatte, schauten die beiden sich pikiert an. dabei war die story das beste engramm, das ich damals anzubieten hatte. prüfer: welches gewebe hat die vagina? sie (zitternd): flimmerepithel? er: haben Sie schon mal gesehen, dass auf einer viel befahrenen landstraße gras wächst? eben ein ganz normaler scharf. wer bei dem nicht kapiert hat, wo überall nur plattenepithel sein konnte, war wirklich nicht in der vorlesung gewesen. aber das war eine andere story.


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