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Das neue Schloß, dessen Thurm an der Südwestecke im vorigen Jahrhundert abgebrochen wurde, besteht aus zwei Stockwerken und ist in einem einfachen Style erbaut; in seinem unteren Stockwerk befindet sich der sog. Gartensaal, der mit verschiedenen Alterthümern, Rüstungen, Waffen, Möbeln etc. ausgeschmückt ist; überhaupt bewahren beide Schlösser, neben einer geschmackvollen Einrichtung, eine große Anzahl sehr sehenswerther Familiengemälde, Waffen, Wappenschilde, darunter Trophäen des Minnesängers Hartmann und Anderer der Familie von Ow angehörige Alterthümer, Hirschgeweihe etc. Überdieß ist die Alterthumssammlung des gegenwärtigen Besitzers und Bewohners des Schlosses Freiherr v. Ow besonders aufgestellt, die werthvolle Gegenstände aus der römischen, altgermanischen und fränkischen Periode enthält, und in der namentlich auch die Funde aus der römischen Niederlassung bei Neuhaus aufbewahrt werden. An die nordwestliche Ecke des neuen Schlosses lehnt sich in einem rechten Winkel das 1666 von Erhard Freiherr v. Ow und dessen Gemahlin, einer geb. v. Wülfin, im Renaissancestyl erbaute Reiterhaus, das jetzt als Stallgebäude, Heu- und Fruchtmagazin dient. An das Reiterhaus schließt sich wieder ein Thurm an, der in allen drei Stockwerken Gefängnisse enthält. Überdieß sind noch einige großartige Ökonomiegebäude vorhanden.
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