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»Die Metaphysiker in Tloen suchen nicht die Wahrheit, ja nicht einmal die Wahrscheinlichkeit: sie suchen das Erstaunen.[...]
Eine der Schulen von Tloen [...]dass die Welt mit jenen Kryptogrammen zu vergleichen ist, in denen nicht alle Zeichen gueltig sind, und dass Wahrheit nur das ist, was alle dreihundert Naechte geschieht.«
(»Tloen, Uqbar, Orbis Tertius«, Borges)
Der Gedanke hat mir lange nachgefolgt.
Wie wäre wohl eine Kultur geschaffen, die behaupten würde, nur der Inhalt jeder 300. Nacht ist wahr?
Ich nehme an, Ehen, wichtige Verträge, Gesetze, Gerichtsurteile, Taufen usw. würden nur provisorisch durchgeführt und würden in jener denkwürdigen Nacht bestätigt.
Diese Nacht würde ein besonderes, heiliges Ereignis sein. Viel wichtiger als alle übrigen Nächte.
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