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Namen verblüffen mich immer wieder, inzwischen sogar im Internet. Es ist, als ob die Grenzen verschwimmen. So wie ich es in den 90ern an den Leuchtdioden des Telekomzugangs geahnt hatte, bei denen du gesehen hattest, wie weit das Unternehmen in die Abläufe auf der Festplatte eingriff, sodass der Traffic in der Telekom-Mailbox am 11. September 2001 kaum noch überraschte, bei dem beliebige Dateifetzen beliebige Empfänger erreichten - was wiederum Anlass für mich war zu bloggen, um auch nach dem Gau noch Zeitabläufe zu ahnen. Dazu dann das Radio einzuschalten suggerierte eine gewisse Normalität abgesehen von der Schwerkraft, die ab und an durch Drehschwindel abgelöst wurde, was glücklicherweise weniger lange dauerte als das sich Aufheizen des Notebooks, das blitzartig in einen Haarriss der Hauptplatine mündete. Ein dramatischerer Ausstieg war kaum vorstellbar für mich. Von einer Sekunde auf die andere leuchtete nicht mal mehr eine vereinzelte Diode. Das irritierte mich mehr als der Rauswurf beim Wirtschaftsfernsehen nach Markus Auftritt dort, mehr als das Einsetzen eines Schneetreibens, als er bei mir anrief. Punktgenau setzte der doch recht eindrucksvolle Wetterumschwung ein. So punktgenau, dass ich mich schon verarscht von ihm fühlte. Wie kann ein einzelner Mensch eine derartige Veränderung so punktgenau ausnutzen? Aber mir war auch auf dem Weg zu ihm vorher aufgefallen, dass sich die Radiostimme fast überschlug, je näher ich seiner Tür kam. Es war irrational und durch nix zu erklären außer durch Seele - irgendein irrationales Schwarmverhalten bar jeglicher Sachinformation. Das wäre wahrscheinlich der geeignete Zeitpunkt gewesen, um zu glauben, einfach irgendetwas zu glauben.
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