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wimpf schrieb am 5.12. 2001 um 10:31:24 Uhr über

Androgynität


Androgynität ist der mythische, ins Sexuelle gedrehte Traum absoluter Selbstreferenz, die absolut unfruchtbar wäre, wenn sie nicht mit der Bisexualität so etwas wie eine Binnenpolarität geschaffen hätte, eine Spannung also, die sich wie ein perpetuum mobile endlos aufrecht erhält: eine auf Permanenz gestellte Selbsterregung, eine ewige Taufe des Ich mit sich selbst, eine finale Unbedürftigkeit, die von nichts und niemandem abhängt, ein Sehnen, das niemals aus sich selbst heraus auf anderes zielt, sondern in sich kreist, — kurz: eine Ganzheit, die aus sich selbst besteht. Auch hierin erkennen wir: »Affirmatio« ist eine Allegorie des autonomen Kunstwerkes. Seine radikale Selbstaffirmation ist radikale Negation von allem, was es nicht selbst ist. Der Androgyn ist die mythische Form des Kunstwerks.












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