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masXin@gmx.at schrieb am 12.5. 2019 um 11:12:53 Uhr über

Donnerstagsbeichte

Indem mein Antiquar in der Garbergasse die Sache mit der Kiste vor der Ladentür aufgeben hat müssen, wegen Vandalentum, finde ich mich nun in die große Literatur einsortiert, zwischen doch recht bedeutenden Autoren wie Ingold (Gedichte) und dem fast seelenverwandten Italiaander (»Wann reist du ab, weißer Mann?«).
Indes wäre ich lieber im Kisterl der erste auf der Seller-Liste geblieben, als nun, im Regal, man stelle sich das nur einmal vor, der zweite.
Und bin ich doch draußen vor der Tür ein auch ungesucht gleich Auffälliger gewesen.
Jetzt drin im Sortiment werde ich nur gefunden, wenn man mich sucht; und wer sucht mich schon.
Wäre ich wenigstens im Kasten, wo hinter einer Glastür die Raritäten und signierten Erstausgaben verwahrt werden.
Mein Antiquar ist da unbestechlich, und mag auch die schönste Widmung auf dem Vorsatz zu finden sein - es ihm unbedeutend, weil, es ist ja ein bloß im Selbstverlag publiziertes Werk eines vollkommen unbekannten Autors.
Zugute halten muss ich ihm, dass im linken Schaufenster immer noch der Hinweis prangt:
T.X.Innsbruckner Werke im Laden erfragen bitte".




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